"Bildungsstreik 2009"

Bundesweite Demos für mehr Bildung

published: 17.06.2009

Am Mittwoch demonstrierten überall im Bundesgebiet wie hier in Hamburg Studierende für bessere Studienbedingungen  (Foto: Public Address) Am Mittwoch demonstrierten überall im Bundesgebiet wie hier in Hamburg Studierende für bessere Studienbedingungen (Foto: Public Address)

Etwa 150.000 Studierende und Schüler demonstrierten am Mittwoch in mehr als 70 Städten im Rahmen der Aktionswoche "Bildungsstreik 2009". In Berlin, Hamburg, Braunschweig und zahlreichen weiteren deutschen Städten gingen junge Leute auf die Straße, um ihren Forderungen nach mehr Geld für Bildung und besseren Studien- und Schulbedingungen Nachdruck zu verleihen. Zu den Aktionen, die teilweise noch bis zum 19. Juni fortgesetzt werden sollen, haben ein studentisches Aktionsbündnis sowie die Gewerkschaften ver.di und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft aufgerufen.

Die Menschen beteiligten sich zahlreich an den Demonstrationen (Foto: Public Address)Die Menschen beteiligten sich zahlreich an den Demonstrationen (Foto: Public Address)

Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) kündigte unterdessen an, Studierende im Juli zu einer Konferenz einladen zu wollen, um für mehr Akzeptanz zu werben.

Unter dem Schlagwort "Bildungsstreik 2009" hatten Schüler und Studenten am Montag eine bundesweite Aktionswoche eingeläutet, in der sie auf Missstände im Bildungswesen hinweisen wollen. In Berlin besetzten Studierende Gebäude auf dem Campus. Auch in Hamburg sperrten sie Universitätsgebäude, sodass dort keine Lehrveranstaltungen mehr stattfinden konnten. Der Campus präsentierte sich als Festivalbühne mit Livemusik vor den Hörsälen des Audimax.

An vielen Schulen und Hochschulen begannen "Protestcamps". An der Ruhr-Uni in Bochum beteiligten sich bis zu 500 Studis. Sie blockierten die Uni-Brücke und statteten Seminaren und Vorlesungen Protestbesuche ab. In Düsseldorf blockierten Studenten kurzzeitig die Staatskanzlei der Landesregierung. In Dresden legten Demonstranten eine Kreuzung im Univiertel lahm.

Die Schüler und Studierenden forderten ein Ende der Studiengebühren, mehr Investition in Bildung, das Aus für das gegliederten Schulsystems, eine Änderung der Studienstrukturen in Bachelor-Studiengängen sowie weiniger Stoff im achtjährigen Gymnasium.

[PA]

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