Studierende dürfen sich in vielen Bundesländern im Wintersemester 2021/22 auf Präsenzlehre freuen. Jedoch gelten Schutzmaßnahmen wie Abstandhalten und Masketragen (Symbolfoto: Mira Kireeva/unsplash.com) Studierende dürfen sich in vielen Bundesländern im Wintersemester 2021/22 auf Präsenzlehre freuen. Jedoch gelten Schutzmaßnahmen wie Abstandhalten und Masketragen (Symbolfoto: Mira Kireeva/unsplash.com)
Studieren in Pandemiezeiten

Findet das Wintersemester 2021/22 in Präsenz statt?

Immer mehr Hochschulen in Deutschland planen zum Wintersemester 2021/22 Präsenzlehre - nach nunmehr drei Semestern, in denen das Studium fast ausschließlich online stattfindet. Dies hatte enorme Auswirkungen auf die Studierenden. Zahlreiche Befragungen haben bereits gezeigt, dass die Studiensituation aus der Perspektive der Studentinnen und Studenten insgesamt schwieriger geworden ist. Die Folgen der Pandemie auf das Studium betreffen vor allem die Kontakte zu Kommilitonen und Lehrenden sowie die Bewältigung des Lernstoffs, heißt es in einem Brief des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW).
 


Viele Bundesländer in Deutschland planen eigenen Angaben zufolge für das Wintersemester 2021/22 eine Rückkehr der Studierenden in die Hörsäle. Laut einem Bericht auf "Stern.de" teilte die Senatsverwaltung für Wissenschaft und Forschung sowie die Landeskonferenz der Rektoren und Präsidenten der Berliner Hochschulen mit, dass im Wintersemester an den staatlichen, konfessionellen und privaten Hochschulen in Berlin wieder rund 200.000 Studierende erwartet werden.
 


In einer Pressemitteilung der Stadt Berlin appelliert der Regierende Bürgermeister von Berlin und Senator für Wissenschaft und Forschung, Michael Müller, an die Studierenden, sich impfen zu lassen. Alle bisher noch nicht gegen Covid geimpften Studierenden sollten das bestehende Impfangebot wahrnehmen. Dafür setzt sich auch Prof. Dr.-Ing. Dr. Sabine Kunst, Vorsitzende der Berliner Landesrektorenkonferenz und Präsidentin der Humboldt-Universität zu Berlin, ein. Eine möglichst hohe Impfquote unter den Hochschulmitgliedern stelle eine wichtige Grundlage für die Rückkehr auf den Campus dar.
 


Auch die Rektoren der Hochschulen in Sachsen-Anhalt planen die Rückkehr in die Präsenzlehre, so ein Bericht der "Mitteldeutsche Zeitung". Die Landesrektorenkonferenz (LRK) kündigte an, im Herbst "so weit es geht" zum Präsenzbetrieb zurückzukehren. Die Universität Freiburg in Baden-Württemberg will laut einem Bericht von "Baden.fm" möglichst viel Präsenzlehre für das kommende Wintersemester anbieten. Dafür werde das Raumkonzept angepasst. Die Studierenden werden ebenfalls dazu aufgefordert, sich impfen zu lassen.
 


Die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, dass auch Bayerns Hochschulen sich auf die Rückkehr auf den Campus vorbereiten. Demnach kündigte der Minister Bernd Sibler (CSU) eine "180 Grad-Wende in der Pandemiepolitik" an den Hochschulen an. Ab dem kommenden Wintersemester sollen die Hochschulen den Präsenzunterricht planen, wofür sogar die Abstandsregeln von 1,5 Metern entfallen solle. Vorraussetzung hierfür sei jedoch eine Inzidenz von unter 100. Dies habe das Kabinett Ende Juli mit der Argumentation "Was für die Schule gilt, müsse auch für die Hochschulen gelten" beschlossen.
 


Die Universität Hamburg teilt auf ihrer Website mit, dass sie in drei Schritten die Öffnungen für Präsenzlehrveranstaltungen vorgenommen habe. Dabei werde vor allem auf die Einhaltung spezifischer Schutz- und Hygienemaßnahmen geachtet. So sollen Lehrveranstaltungen, in denen praktische Maßnahmen im Mittelpunkt stehen, in Präsenz stattfinden können. Gleiches gelte für Lehrveranstaltungen mit hohem Praxisbezug. Vereinzelt gibt es auch Präsenzlehrveranstaltungen in Seminarräumen und Hörsälen.
 


Viele Universitäten bieten alternativ oder begleitend zum Präsenzunterricht digitale Lehrveranstaltungen an. Als Voraussetzung für die angestrebte Präsenzlehre betrachten viele Hochschulen eine relativ hohe Impfquote zum Schutz der Lehrenden und der Studierenden. Auch ein ausgefeiltes Hygienekonzept müsse generell eingehalten werden.
 


 

[Tabea-Jane Mählitz]

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