Noch nie begannen so viele junge Menschen direkt ein Studium wie im Coronajahr 2020 (Foto: McKinsey/Rawpixel.com) Noch nie begannen so viele junge Menschen direkt ein Studium wie im Coronajahr 2020 (Foto: McKinsey/Rawpixel.com)
Neue Zahlen

Studienberechtigte aus dem Coronajahr 2020 starten direkt ins Studium

Nach dem Abi ins Ausland, ein soziales Jahr machen oder ein längeres Praktikum absolvieren? Viele junge Menschen haben sich im vergangenen Jahr gegen solche Pläne und direkt für ein Studium entschieden. Das lag nicht zuletzt an der Pandemie. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, hat sich Corona deutlich auf den Bildungsweg junger Menschen im Jahr 2020 ausgewirkt. So erreichte die Übergangsquote von der Schule zur Hochschule mit knapp 48 Prozent einen Höchststand: 185.000 junge Menschen, die im Coronajahr 2020 ihre Berechtigung zum Hochschulzugang erworben hatten, begannen noch im selben Jahr ein Studium an einer deutschen Hochschule. Im Jahr 2019 hatte die Übergangsquote noch bei 43 Prozent gelegen. Der aktuelle Höchstwert ist maßgeblich durch die Pandemie bedingt, in der andere Bildungswege wie der Start in eine Berufsausbildung sowie Freiwilligendienste oder Work-and-Travel- Programme erheblich erschwert waren.
 


Seit im Jahr 2011 die Wehrpflicht ausgesetzt wurde, fällt die Übergangsquote bei den männlichen Schulabsolventen deutlich höher aus als bei den Frauen. Eine mögliche Erklärung dafür ist, dass sich Frauen häufiger als Männer vor dem Studienbeginn sozial engagieren, eine Zeit im Ausland verbringen oder ein Praktikum absolvieren. 2020 begannen 53 Prozent der Schulabsolventen und 45 Prozent der Schulabsolventinnen mit Hochschulzugangsberechtigung noch im selben Jahr ein Studium.
 

[PA]

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