30. Evangelischer Kirchentag in Hannover

Glauben leben und feiern

published: 24.05.2005

Evangelischer Kirchentag 2005 (Foto: Abend der Begegnung 2005 von Silberchen lizensiert durch CC BY-SA 3.0) Evangelischer Kirchentag 2005 (Foto: Abend der Begegnung 2005 von Silberchen lizensiert durch CC BY-SA 3.0)

Vom 25. bis zum 29. Mai ist Hannover so gut wie ausgebucht. Die 12.000 kostenlosen privaten Unterkünfte, die die Hannoveraner zur Verfügung gestellt haben, waren schnell vergeben. Geblieben sind noch kommerzielle Möglichkeiten und auch diese werden immer weniger. Denn für den 30. Evangelischen Kirchentag erwartet der Projektleiter mit bis zu 300.000 Besuchern "das vermutlich größte Fest seit der Expo 2000".

Für dieses runde Jubiläum kehrt der Kirchentag zu seinen Anfängen in der Landeshauptstadt zurück, wo 1949 der erste Kirchentag stattfand. Als protestantische Laienbewegung soll er nach seiner Grundordnung Christen "im Glauben stärken, sie für die Verantwortung in der Kirche rüsten, sie zum Zeugnis in der Welt ermutigen und mit ihnen in der Gemeinschaft weltweiter Christenheit bleiben".

2005 steht die Veranstaltung unter dem Motto: "Wenn dein Kind dich morgen fragt...", nach einem Zitat aus dem fünften Buch Mose. Geplant sind an den fünf Tagen rund 3.000 Einzelprogrammpunkte in Form von Vorträgen, Podien, Foren, liturgischen Tagen, Zentren und Werkstätten zu den Themen: Wie können wir glauben? Wie wollen wir leben? Wie sollen wir handeln? Daneben findet ein Open-Air Programm statt.

Den Auftakt bildet am 25. Mai ein Straßenfest in der Innenstadt, auf dem sich alle acht Regionen der Landeskirche Hannover mit Künstlern auf 13 Bühnen und typisch norddeutschen Getränken und Speisen an 400 Ständen vorstellen. Das Thema dieses Abends der Begegnung ist "Lass leuchten". Tatsächlich steht er voll im Zeichen des Lichts: In der Stadt werden zehn Leuchttürme aufgestellt, die die Besucher auf ihrer "Entdeckungstour" führen. Außerdem sollen am Leibnizufer 100.000 Kerzen angezündet werden. Den Abschluss des Abends bildet das Glockenkonzert "Von der Freundschaft" von Catherine Milliken bei Kerzenschein. Arend de Vries erklärt diese Symbolik: "Evangelische Kirchentage setzen sich auseinander mit den brennenden Gegenwartsfragen und beziehen Stellung".

Sonderbusse zum Kirchentag werden aus Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein eingesetzt. Dauerkarten schließen den Eintritt zu allen Veranstaltungen des Kirchentages sowie die Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel ein. Ein Bonbon für Arbeitnehmer: Kirchentagsferien gibt es zwar nur in Niedersachsen. Aber auch in Bremen und Hamburg kann unter bestimmten Bedingungen Sonderurlaub für die Teilnahme beantragt werden.

[Shila Behjat]

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