In Brighton studieren - Henrike Köster hat es elf Monate lang getan (Foto: <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/University_of_Brighton#mediaviewer/File:Checkland-building-falmer-faculty-of-arts-university-of-brighton.jpg" target="_blank">Checkland-building-falmer-faculty-of-arts-university-of-brighton</a> von <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/User:Artsbrighton" target="_blank">Artsbrighton</a> lizensiert durch <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/" target="_blank">CC BY-SA 3.0</a>)Die Geschäftsführung der OSACAR GmbH: Inka Goethe und Christian Ruppert (Foto: OSCAR GmbH)Wer für Oscar arbeiten möchte, muss sich einem harten Auswahlprozess stellen (Foto: shutterstock.com/Jirsak)Bis 2010 sollen auch in Deutschland die Bachelor- und Masterstudiengänge kommen (Foto: shutterstock.com/Syda Productions)Jean-Marc Friederici zeigt uns seine Uni, die TU Kaiserslautern (Foto: TU Kaiserslautern)(Foto: <a href="https://www.flickr.com/photos/lambda_x/5316341107/in/photolist-bDNFsx-bDNFup-bqTK3J-96MCZz/" target="_blank">Baháí</a> von <a href="https://www.flickr.com/photos/lambda_x/" target="_blank">lambda_X</a> lizensiert durch <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nd/2.0/" target="_blank">(CC BY-ND 2.0</a>)Die Fantastischen Vier (Foto: Public Address)

Ausländische Studierende und Studiengebühren

Wie soll es weitergehen?

published: 08.08.2005

Studiengebühren - auch für ausländische Studierende ein Problem (Foto: shutterstock.com/artem_ka) Studiengebühren - auch für ausländische Studierende ein Problem (Foto: shutterstock.com/artem_ka)

Die Einführung von Studiengebühren ist keine Zukunfsmusik mehr, sondern Realität geworden. Neben den bereits bestehenden Gebühren für Verwaltungskosten und Semesterticket wollen einige Bundesländer mehr: Baden-Württemberg, Bayern und Hamburg planen die Einführung von zusätzlichen, allgemeinen Studiengebühren. Das wird zu einem großen Problem für die Nachwuchs-Akademiker und nicht nur für die einheimischen: Auch die 246.136 ausländischen Studentinnen und Studenten, die zur Zeit in Deutschland lernen, müssen sich ernsthaft überlegen, wie es mit ihrem Studium weitergeht.

Vadim Kaplun aus der Ukraine will sein Studium so schnell wie möglich abschließen (Foto: privat)Vadim Kaplun aus der Ukraine will sein Studium so schnell wie möglich abschließen (Foto: privat)

So auch Olga, die für Sprachlehrforschung an der Universität Hamburg eingeschrieben ist. „Als ich nach Deutschland kam, war ich so froh, weil ich immer davon geträumt hatte, an einer europäischen Universität studieren zu können,“ sagt die 25-Jährige. Nun muss sie sich entscheiden, ob sie ihr Studium weiterführen kann. Die Russin bleibt optimistisch. Mit ihrem Studium ist sie zum Glück schon fast fertig: Nur ein paar Seminare und die Magisterarbeit fehlen noch. Wie wird sie ihr Studium finanzieren, falls sie die Gebühren noch zahlen muss? „Irgendeinen Weg wird es schon geben,“ glaubt die mutige Studentin and lacht. „Ich komme ja aus Russland und dort ist man ein hartes Leben gewöhnt.“

Die 23-Jährigen Young-Kyung Yoon aus Korea hat Verständnis dafür, dass Bildung Geld kostet. Sie wäre nach ihrem Abschluss und wenn sie einen Job hat, bereit, mehr Steuern für bessere Bedingungen der nachfolgenden Studierenden zu zahlen. “Im Moment aber kann ich es mir nicht leisten, 700 Euro pro Semester für mein Studium auszugeben", so Young-Kyung.

"Studum ist keine kommerzielle Leistung. Jeder hat das Recht zu studieren." Davon sind viele Studierende überzeugt. Dafür demonstrieren sie. Der studentische Widerstand gegen die geplanten Studiengebühren weitet sich aus: In Berlin, Hamburg, Stuttgart, Freiburg und Mannheim fanden in den vergangenen drei Monaten verschiedene Protestaktionen statt. In Hamburg haben die Autofahrer die studentischen Proteste durch Hupen unterstützt.

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