Nachwuchspreis für Politikwissenschaftler

Neues über die Anti-Atom-Bewegung der 50er

published: 11.10.2011

Robert Lorenz erhält den mit 10.000 Euro dotierten Nachwuchspreis "Opus Primum" (Foto: Uni Göttingen)Robert Lorenz erhält den mit 10.000 Euro dotierten Nachwuchspreis "Opus Primum" (Foto: Uni Göttingen)

Der Politikwissenschaftler Dr. Robert Lorenz von der Universität Göttingen erhält den mit 10.000 Euro dotierten Nachwuchspreis "Opus Primum". Die VolkswagenStiftung zeichnet damit seine Dissertation zur ersten Anti-Atom-Bewegung in Deutschland in den Fünfzigerjahren aus. Dr. Lorenz untersuchte darin die Motive und politischen Wesenszüge der 18 Physiker, die sich 1957 in der sogenannten "Göttinger Erklärung" gegen die Aufrüstung der Bundeswehr mit Atomwaffen aussprachen, darunter Carl Friedrich von Weizsäcker und die Nobelpreisträger Max Born, Otto Hahn und Werner Heisenberg.

In der Begründung der Jury heißt es: "Robert Lorenz verarbeitet ein historisches Thema mit hochaktuellem Bezug und verbindet in seinem Werk Wissenschaftsgeschichte, Politikwissenschaften, Publizistik und Naturwissenschaften. Mit seinem kreativen Schreibstil fesselt der Autor seine Leser von der ersten Seite an. Die gründliche Aufbereitung und Darstellung des Forschungsstandes unterstreichen die herausragende Qualität seiner Dissertation."

Robert Lorenz, Jahrgang 1983, studierte Politikwissenschaft, Wirtschafts- und Sozialpsychologie sowie Sozialpolitik an der Universität Göttingen. Seit 2008 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Demokratieforschung der Universität Göttingen. Der Förderpreis "Opus Primum" wird in diesem Jahr zum ersten Mal vergeben. Die VolkswagenStiftung möchte damit den wissenschaftlichen Nachwuchs stärken und unterstreichen, dass Wissenschaftsvermittlung eine zentrale Aufgabe für die deutsche Forschung ist. Der Preis wird am Sonntag, 23. Oktober 2011, in der Aula der Universität Göttingen verliehen.

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