WG-Spezial

Deine Checkliste für gesundes Wohnen

published: 30.09.2005

Mit der Zahnbürste zu putzen ist wohl übertrieben, aber auf einige Punkte sollte man beim gesunden Wohnen achten (Foto: shutterstock.com/Africa Studio) Mit der Zahnbürste zu putzen ist wohl übertrieben, aber auf einige Punkte sollte man beim gesunden Wohnen achten (Foto: shutterstock.com/Africa Studio)

Du isst viel frischen Salat und Gemüse, achtest immer darauf, genügend Wasser zu trinken, und hast das Rauchen aufgegeben oder gar nicht erst angefangen. Alle zwei Tage gehst du joggen, für den übrigen seelischen Ausgleich gibt’s die wöchentliche Yogarunde. Du lebst gesund. Aber wohnst du auch gesund? Unikosmos hat für dich eine Checkliste mit potenziellen Gesundheitsgefahren zusammengestellt, die in den eigenen vier Wänden lauern. Übrigens: Diese Liste ist auch dann nützlich, wenn obige Beschreibung mit deiner Lebenswirklichkeit nicht ganz zusammenpasst...

Asbest
Asbest hat sehr viele gute Eigenschaften. Er ist biegsam, widerstandsfähig gegen Hitze und hält sogar schwachen Säuren stand. Jahrzehntelang galt der Stoff dank seiner universellen Einsetzbarkeit als eine Art Wundermittel, insbesondere für die Schall- und Wärmedämmung.
Erst später lernte man die Kehrseite des „Wundermittels“ kennen: Asbest ist Krebs erregend. 1993 wurde der Stoff in Deutschland endgültig verboten. Die Gefahr ist damit aber noch nicht vollends beseitigt. Alte Nachtspeicheröfen zum Beispiel können noch Asbest enthalten. Wenn du in einer Wohnung mit Nachtspeicher-Heizung wohnst, solltest du dich beim Hersteller erkundigen, ob die Öfen asbestfrei sind. Bei Nachtspeicheröfen, die nach 1977 gebaut wurden, ist das in der Regel der Fall. Bei älteren Geräten wird’s problematisch. Einen Herstellerhinweis mit Angabe des Gerätetyps und eventuell des Baujahrs findest du üblicherweise auf der Rückseite der Öfen.

Sind die Heizkörper tatsächlich asbesthaltig, heißt das allerdings noch nicht, dass der Stoff auch in die Umgebungsluft abgegeben wird. Darüber kann nur ein Gutachten Aufschluss geben.

Auch in alten PVC-Böden, Dämmplatten etc. kann die Asbestgefahr lauern. Im Zweifelsfall solltest du einen Fachmann einschalten. Auf keinen Fall solltest du verdächtige Materialien selbst entsorgen, da die Gefahr hoch ist, dass damit Asbest freigesetzt wird!

Blei
Wenn du in einem älteren Haus wohnst (Baujahr vor 1960), könnte es sein, dass die Rohre zum Teil noch aus Blei bestehen – und auf diese Weise Blei in dein Trinkwasser gelangt. Der sicherste Weg, das herauszufinden, ist eine Wasseranalyse, die von Gesundheitsämtern, Behörden oder Lebensmittellaboren vorgenommen wird, mitunter auch vom örtlichen Wasserwerk. So eine Untersuchung ist allerdings kostenpflichtig. Entsprechendes Vertrauen in dessen Wahrheitsliebe vorausgesetzt, kannst du natürlich auch deinem Vermieter die „Gretchenfrage“ stellen.

Blei ist ein Gift und birgt erhebliche Gesundheitsgefahren, vor allem wenn es regelmäßig und über einen längeren Zeitraum in den Körper gelangt. Falls die Wasserzuleitungen tatsächlich Bleirohre sind, besteht Handlungsbedarf. Erste Maßnahme: den Wasserhahn zwei Minuten laufen lassen, bis das Wasser klar ist und die im stehenden Wasser abgesetzten Bleipartikel weggespült sind. Auf Dauer ist das natürlich keine gute Lösung. Es gibt eigentlich nur zwei Möglichkeiten: Entweder dein Vermieter wechselt die Rohre aus oder du wechselst die Wohnung.

Die eine Hand an der PC-Maus, in der anderen das Handy - Gefahr durch Elektrosmog? Die eine Hand an der PC-Maus, in der anderen das Handy - Gefahr durch Elektrosmog?

Elektrosmog
Man kann sie nicht sehen, nicht hören, sie sind geruchslos und unantastbar. Dennoch sind sie da: Elektromagnetische Wellen umgeben uns und durchdringen unseren Körper. Ständig. Und mit dem wachsenden Bedarf an Elektronik in unserer Gesellschaft steigt die Zahl elektromagnetischer Felder, der Quellen für die Wellen. Stromleitungen und Sendeanlagen sind solche Elektrosmog-Produzenten, aber auch in unserem Haushalt findet man sie: Computer, schnurlose Telefone, Handys, Fernseher oder Mikrowellen – all diese Geräte produzieren Elektrosmog.

Was bedeutet das für unsere Gesundheit? Darauf gibt es leider keine klare Antwort. In einigen wissenschaftlichen Studien wird Elektrosmog als möglicher Auslöser für Krebserkrankungen identifiziert. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen sind allerdings umstritten, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) betont. Kopfschmerzen, Schlafstörungen oder Depressionen werden ebenfalls mit Elektrosmog in Verbindung gebracht. Doch auch hier sieht es mager aus, was die wissenschaftlichen Erkenntnisse betrifft.

Unabhängig davon, ob Elektrosmog tatsächlich eine Gesundheitsgefahr darstellt, solltest du dich elektromagnetischen Feldern nicht intensiver als nötig aussetzen. Die Basisstation deines Funktelefons muss zum Beispiel nicht unbedingt am Kopfende deines Bettes stehen. Und vielleicht gibt es ja auch andere Aufbewahrungsorte für dein Handy als Hemd- oder Hosentasche...

Nächste Seite

Seite: 1 | 2

Das könnte dich auch interessieren:

Hochschulkarte

Suche

Mimadeo / shutterstock.com
Über 19.000 Studiengänge an 747 Hochschulstandorten
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung