Da gibt es doch bessere Wege, um Differenzen in der WG beizulegen... (Foto: shutterstock.com/Luis Louro)"Du hast meine Milch geklaut!" - Streitereien aus nichtigem Anlass (Foto: shutterstock.com/wavebrakmedia)Von Suquet blickt man auf den Hafen von Cannes (Foto: <a href="https://www.flickr.com/photos/fr_zil/2484550028/in/photolist-2q1vCH-dA4ucs-aZf6Jv-7QpChr-sroHx-sroDB-sroEJ-sroG1-4MxYas-4HGL8x-bmsCy4-srouN-sropd-srow5-srotj-sror8-sroyb-sroCc-sroA3-2KxeWm-8GfEni-4NFwwx-eJTiQ7-e2fym-e2fyk-6qsT78-4ecmea-doxR1V-dFGbv2-doy2yW-2KsWTz-2Kweks-bkfPwM-qHikg-6hV1TK-4ecm1V-8cQU9E-8cMzKv-4RckEE-ac3L6L-ac3KXs-63e4hA-6qsTCn-64Zax3-6qx2mU-6qx7LS-a4QKhb-PjbSE-bCLCgn-86v8jC" target="_blank">Baie de Cannes</a> von <a href="https://www.flickr.com/photos/fr_zil/" target="_blank">fr.zil</a> lizensiert durch <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/" target="_blank">CC BY-SA 2.0</a>)Wenn man zum ersten Mal seine Wohnungstür aufschließt, ist das ein richtig gutes Gefühl (Foto: shutterstock.com/Michaelpuche)Papst Benedikt XVI  (Foto: Public Address)Die neuen Rechtschreibregeln füllen zwar keine Regale, beeinflussen aber erheblich ihren Inhalt (Foto: shutterstock.com/Amy Johannsson)Studiengebühren - auch für ausländische Studierende ein Problem (Foto: shutterstock.com/artem_ka)

WG-Spezial

Das hilft gegen kleine Beschwerden

published: 30.09.2005

Nasenspülungen mit Salzwasser, schleimlösende Tees (Anis, Fenchel, Thymian, Salbei) sind bewährte Hausmittel gegen Erkältungen (Foto: shutterstock.com/Dirima) Nasenspülungen mit Salzwasser, schleimlösende Tees (Anis, Fenchel, Thymian, Salbei) sind bewährte Hausmittel gegen Erkältungen (Foto: shutterstock.com/Dirima)

Es war immer so schön bei Mama, die einem feuchte Wadenwickel bei Fieber machte und immer einen Tipp aus der Kiste der Hausmittel bei kleinen Beschwerden parat hatte. Nun steht man alleine da und will auch nicht für jede Kleinigkeit zum Arzt rennen. Unikosmos weiß, was wogegen hilft - und wann es besser ist, zum Arzt zu gehen.

Erkältungen
Nasenspülungen mit Salzwasser, schleimlösende Tees (Anis, Fenchel, Thymian, Salbei) sind bewährte Hausmittel gegen Erkältungen. Auch Einreiben mit Franzbranntwein auf dem Rücken (erleichtert das Abhusten) ist ein altes Hausmittel. Als erste Hilfe haben sich außerdem bewährt: Gewürztrunk mit Salbei und Liebstöckel, ätherische Öle (nicht für Säuglinge geeignet!) auf der Brust und unter der Nase, Tee mit Honig oder Wadenwickel (zum Fieber senken). Wadenwickel gehen so: feucht-kalte Handtücher um die Unterschenkel wickeln und darüber ein trockenes Handtüch legen.

Rezeptfreie Medikamente
Pflanzliche Hustensäfte (zum Beispiel mit Efeublätterextrakt mit schleimlösender Wirkung) oder Schleimlöser mit dem Wirkstoff Acetylcystein (ACC). Insbesondere beim Husten ist es wichtig festzustellen, ob ein Mittel notwendig ist, dass eine schleimlösende Wirkung hat oder ob ein Mittel gebraucht wird, dass den Hustenreiz blockiert. Wird der Hustenreiz blockiert und der Schleim in der Lunge nicht abgehustet, besteht die Gefahr, dass sich die Erkrankung verschlimmert. Des Weiteren gehören dazu: fiebersenkende Mittel (ASS, Paracetamol, Ibuprofen), ätherische Öle als fertige Salben und Kapseln, schmerzlindernde Lutschtabletten bei Halsschmerzen, pflanzliche Substanzen zur Stärkung der Abwehrkraft (Echinacea), Mineralstoffe und Spurenelemente (Zink) oder Vitaminpräparate (besonders Vitamin C). Achtung: Nasensprays sollten nie länger als eine Woche benutzt werden, da sonst eine Abhängigkeitsgefahr besteht. Außerdem sollten Nasensprays nicht bis zur nächsten Erkältung aufbewahrt werden. Die Zerstäuber-Spitze ist ein Hort für Keime.

Tipp: Nasentropfen selbst gemacht
Man nehme einen halben Teelöffel Salz (circa zwei Gramm) und löse ihn in 0,2 Liter abgekochtem Wasser auf. Das auf Körpertemperatur abgekühlte Gemisch fülle man in eine Pipetten- oder Sprayflasche um. Fertig sind ungefährliche Nasentropfen zum Befeuchten der Schleimhäute. Bitte bedenke, dass diese Nasentropfen nicht länger als circa zwei Tage haltbar sind, weil sonst die Keimbelastung zu hoch werden kann. Die Nasentropfen sind auch in Apotheken erhältlich.


Ist das Fieber extrem hoch und bleiben fiebersenkende Mittel wirkungslos, dauert die Erkrankung bereits länger als drei Tage an, hat der Erkrankte gefärbten eitrigen Auswurf, Atemnot oder Schluckbeschwerden, ist der Gang zum Arzt unvermeidlich.

Hexenschuss
Wer den plötzlich ins Kreuz schießenden Schmerz einmal erlebt hat, erkennt den "Hexenschuss" sofort. Ausgelöst wird er meist durch eine ungeschickte Bewegung, eine Überbelastung beim Heben oder auch durch Zugluft und Kälte. Er tritt aber auch manchmal ohne erkennbaren Grund auf. Bandscheibenschäden, ausgelöst durch Bewegungsmangel, falsche Haltung und sitzende Tätigkeit sind meist die Ursache für den Hexenschuss. Ein gut trainierter Rücken ist die beste Vorbeugung gegen die Gefahr, "von der Hexe" getroffen zu werden.

Ist das Unglück erst einmal passiert, geht es vor allem darum, die Schmerzen zu lindern und die Verkrampfung, die oft eine völlige Bewegungsunfähigkeit zur Folge hat, zu lösen. Hier ist als erste Hilfe ein Schmerzmittel erlaubt. Notfalls hilft der Arzt mit einer schmerzlindernden und krampflösenden Spritze. Wärme ist grundsätzlich bei einem Hexenschuss die Methode der Wahl. Wärme fördert die Durchblutung in den Bereichen der schmerzenden Muskulatur. Als Hausmittel haben sich heiße Bäder, Heizkissen, Infrarotbestrahlung und schlichte Bettwärme bewährt. Sinnvoll ist auch, bei Rückenlage ein Nackenkissen unter die Kniekehlen zu schieben.

Wer häufiger durch einen Hexenschuss außer Gefecht gesetzt ist, sollte zum Arzt gehen.

Magen-Darm-Erkrankungen
Magen-Darm-Beschwerden können vielfältig sein. Sie machen sich durch Sodbrennen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchkrämpfe oder Blähungen bemerkbar.

Meist ist hier die richtige Ernährung der Schlüssel zur Beschwerdefreiheit. Wer seinen Magen schonen muss, sollte in erster Linie auf gebratenes Fleisch, fette Nahrung, Rohkost, scharfe Gewürze, säurelockende Medikamente, Kaffee, Alkohol und Zigaretten verzichten. Gut vertragen wird zum Beispiel gedünstetes Gemüse oder gekochter Fisch. Um den Körper zu entlasten ist es sinnvoll, die Mahlzeiten in mehreren kleinen Portionen - sorgfältig gekaut - über den Tag verteilt und in entspannter Atmosphäre einzunehmen. Auch Entspannungstechniken wie Autogenes Training helfen. Vorsicht bei Schmerzmitteln: Viele Magenbeschwerden werden dadurch ausgelöst.

Das tut gut
Kamillentee (bei Magen-Darm-Beschwerden), Kümmel, Anistee (bei Blähungen), Fencheltee (bei Darmkoliken), Ingwertee (bei Magenreizung), Pfefferminztee (für alle Magen-Darm-Beschwerden) lindern die Beschwerden. Feuchtwarme Wickel, Wärmflasche und Wärmekissen wirken gegen Bauchkrämpfe.

Bei Durchfallerkrankungen empfiehlt sich eine rund 24-stündige Nahrungspause, in der nur Tee getrunken werden sollte. Erlaubt sind ungezuckerte Kamillen- oder Pfefferminztees in kleinen Schlucken getrunken. Vor allem müssen die durch den Durchfall und das Erbrechen verlorene Flüssigkeit und Salze in großen Mengen ersetzt werden. Als Hausmittel haben sich bei einer unkomplizierten Magen-Darm-Infektion Salzstangen und Cola - noch besser, reichlich mit Wasser verdünnter Fruchtsaft - bewährt.

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