Bodypainting-Aktion

Gegen Wildtiere im Zirkus

published: 16.08.2012

Schauspielerin Nova Meierhenrich hat sich nur mit einem Bodypainting auf ihrem Körper fotografieren lassen, um gegen Wildtiere im Zirkus zu protestieren (Foto: PETA) Schauspielerin Nova Meierhenrich hat sich nur mit einem Bodypainting auf ihrem Körper fotografieren lassen, um gegen Wildtiere im Zirkus zu protestieren (Foto: PETA)

Bei einem Zirkusbesuch bewundern Alt und Jung begeistert die Kunstücke, die Löwe, Elefant und Co. in der Manege vorführen. Doch die meisten Menschen machen sich kaum Gedanken darüber, wie es den Tieren außerhalb des Scheinwerferlichts ergeht. Die Bundestierärztekammer fordert seit 2010 ein Verbot von Wildtieren in einem reisenden Zirkus. Wilde Tiere gehören in die Natur und nicht in die Manege, sagt auch die Tierrechtsorganisation PETA. Wildtierhaltung im Zirkus könne niemals artgerecht sein, denn die Umstände, unter denen die Zirkustiere gehalten, untergebracht, transportiert und trainiert werden, bedeuteten für die Tiere puren Stress und oft auch Qual. Aus diesem Grund hat PETA eine Online-Petition gestartet.

Stars wie die Schauspielerinnen Cosma Shiva Hagen und Nova Meierhenrich unterstützen die Forderung. Nova hat sich sogar für die Aktion ausgezogen und mit einem Tiger-Bodypainting unter dem Motto "Jetzt Wildtiere im Zirkus verbieten!" posiert. Warum sie sich engagiert und wie es für die Moderatorin war, nur mit dem Bodypainting vor der Kamera zu stehen, erzählt sie im Unikosmos-Interview.

Was hat Dich dazu bewogen, bei der PETA-Aktion gegen "Wildtiere im Zirkus" mitzumachen?
Nova Meierhenrich: "Ich unterstütze PETA schon seit vielen Jahren. Und gerade das Thema 'Wildtiere im Zirkus' hat im Moment eine große Brisanz. Politisch ist hier viel in Aufruhr. Es ist wichtig, auf die Problematik aufmerksam zu machen. Von daher war es gar keine Frage dass ich diese Kampagne unterstütze – sehr gerne sogar."

Nova Meierhenrich im Bodypaint gegen Wildtiere im Zirkus / PETA http://www.peta.de/novawildtiere So war die Schauspielerin und Moderatorin Nova Meierhenrich bisher noch nie zu sehen: Für PETA schlüpfte sie jetzt in die Rolle eines Tigers, um sich für ein bunde Nova Meierhenrich im Bodypaint gegen Wildtiere im Zirkus / PETA

Nova Meierhenrich gegen Wildtiere im Zirkus


Was hältst Du persönlich von Wildtierhaltung im Zirkus?
"Wildtiere gehören einfach nicht in den Zirkus! Immer unterwegs, in viel zu kleinen Käfigen, ohne genügend Auslauf, ohne Grün. Diese Umstände würde niemand seinem Hund oder seiner Katze zumuten. Hier hat man schon ein schlechtes Gewissen, wenn das geliebte Tier für einen Flug in die Box muss. Dazu kommt die Dressur: Auch heute noch sind Schläge mit Stöcken oder der Einsatz des sogenannten Elefantenhakens in vielen Zirkussen üblich. Kein Wildtier erlernt all die Kunststücke, die wir als Zuschauer zu sehen bekommen, nur durch gutes Zureden."

Du hast ja schon an der Aktion "Lieber nackt als im Pelz" teilgenommen. Was für ein Feedback gab es für Dich?
"Durchweg ein positives Feedback. Pelz ist leider immer noch ein Thema. Immer noch haben - gerade auch in meinem Kollegenkreis - viele Menschen das Bedürfnis, sich mit dem mit viel Schmerz und Blut erkauften Fell von Tieren zu schmücken - aus reinem Prestigedenken und dem Bedürfnis, ihr Vermögen nach außen zu tragen. Ich finde das furchtbar! Und ich bin mir sehr sicher, dass niemand, der jemals eine Pelz-Farm besucht hat, je wieder Pelz tragen würde!"

Nova Meierhenrich posiert gegen Wildtiere im Zirkus (6 Bilder)

Nova Meierhenrich  posiert gegen Wildtiere im Zirkus
Nova Meierhenrich  posiert gegen Wildtiere im Zirkus
Nova Meierhenrich  posiert gegen Wildtiere im Zirkus
Nova Meierhenrich  posiert gegen Wildtiere im Zirkus

Engagierst Du Dich auch im Alltag für Tierrechte?
"Nun, all das, auch meine Arbeit für PETA, ist ja Teil meines Alltags – das kann man nicht trennen. Ich würde nie Pelz tragen und versuche in meinem Umfeld Aufklärungsarbeit zu leisten. Ich gehe mit offenen Augen durch die Welt und mache auch mal meinem Ärger Luft, wenn ich mitbekomme, dass jemand seinen Hund bei 30 Grad in der prallen Sonne ohne Wasser für Stunden anbindet, nur um in Ruhe einkaufen zu gehen - da platzt mir die Hutschnur!"

Wie war es für Dich, nur mit dem Bodypainting zu posieren?
"Das war schon aufregend - und auch anstrengend. Am Anfang war ich noch sehr unsicher. Ich finde es durchaus schwer, nackt dazustehen und sich bemalen zu lassen. Mit jeder Schicht, die auf den Körper kommt, mit jeder Stunde, die vergeht, fühlt man sich dann wohler. Und irgendwann hat man irgendwie wieder das Gefühl, angezogen zu sein und vergisst die Nacktheit sogar. Aber ich hatte auch zwei ganz tolle Bodypainterinnen, die mir jede Scheu genommen haben. Und das Ergebnis ist einfach toll! Da hat sich das Stillstehen für sechs Stunden gelohnt."

[Jan van Hamme]

Links

Webseite der PETA
www.novameierhenrich.de

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