Selten geplant, oft geschehen: Liebe in der WG (Foto: shutterstock.com/karelnoppe)Daumen hoch für deine WG-Kenntnisse? (Foto: shutterstock/Luis Molinero)Kartoffelpüree-Auflauf ist lecker und schnell zubereitet (Foto: shutterstock.com/Olga Nayashkova)Spaghetti mit Tomatensoße (Foto: preecha2531/shutterstock.com)"Putzen oder nicht putzen" ist oft ein heißes Thema in WGs (Foto: shutterstock.com/gpointstudio)Nasenspülungen mit Salzwasser, schleimlösende Tees (Anis, Fenchel, Thymian, Salbei) sind bewährte Hausmittel gegen Erkältungen (Foto: shutterstock.com/Dirima)Mit der Zahnbürste zu putzen ist wohl übertrieben, aber auf einige Punkte sollte man beim gesunden Wohnen achten (Foto: shutterstock.com/Africa Studio)

Dr. Joachim Bublath im Interview

„Sehr einfach und sehr aufregend“

published: 18.11.2005

Joachim Bublath, die Allzweckwaffe des ZDF für alles Naturwissenschaftliche (Foto: Public Address) Joachim Bublath, die Allzweckwaffe des ZDF für alles Naturwissenschaftliche (Foto: Public Address)

Für Millionen von Schülerinnen und Schülern bilden sie ein Dreigestirn, das irdische Höllenqualen in den Schulalltag bringt: Physik, Chemie, Mathematik. Dr. Joachim Bublath liebt dieses Dreigestirn und er möchte, dass mehr junge Menschen empfinden wie er. Unter anderem deshalb macht Bublath seit vielen Jahren Fernsehen, das die Faszination der Naturwissenschaften auf den Zuschauer übertragen soll. Im Interview mit Unikosmos erklärt der promovierte Physiker, was in Deutschland getan werden müsste, damit sich mehr Studierende in technikorientierten Fächern tummeln, warum ein Physikstudium ein echter Karriere-Allrounder ist – und was Angela Merkel mit all dem zu tun hat.

Was ist eigentlich das Faszinierende am Universum?
Dr. Bublath: „Das Universum gibt uns ganz neue Einsichten in Raum und Zeit. Nur im Universum wird deutlich, wie und warum die Relativitätstheorie funktioniert. Das Universum gewährt uns auch einen Rückblick in die Entstehungsgeschichte unserer Erde und des ganzen Weltalls. Dort entstehen Sterne, sterben Sterne, neue Systeme bilden sich. Also, da geht es heftiger zu, als der ruhige Nachthimmel es vermuten lässt.“

Über den Umweg Weltraum lernen wir also, unsere Erde besser zu verstehen.
„So ist es. Das ist natürlich ein riskantes Unternehmen: Wir übertragen die physikalischen Gesetze, die wir auf der Erde gefunden haben, ins Weltall. Bis jetzt hat das ganz gut funktioniert. Aber es muss ja nicht so sein, dass in jeder Ecke des Universums die Physik so abläuft wie bei uns.“

Was wollen Sie mit Ihrer Sendung beim Zuschauer erreichen? Wollen Sie eher Bildungsfernsehen machen oder setzen Sie mehr auf Unterhaltung?
„Vor 15 Jahren wäre Bildungsfernsehen noch akzeptiert worden, heute ist das eher auf Entertainment ausgerichtet. Ich versuche eine Gratwanderung. Der 19:30-Uhr-Termin ist ein Appetizer. Das heißt: Ich möchte einen breiten Zuschauerkreis dazu bringen zu sehen, wie spannend und unterhaltend Naturwissenschaften sein können. Natürlich ist da der Hintergedanke, dass man auf sehr zurückhaltendem Niveau versucht ein paar Botschaften weiterzugeben. Wenn Sie das Bildungsfernsehen nennen wollen, können Sie’s.“

Ein relativ bescheidener Anspruch an den Zuschauer.
„Sehen Sie: Wir sind im Einstein-Jahr und keiner weiß so recht, was Einstein eigentlich gemacht hat. Man weiß jetzt alles über sein Liebesleben und seine politischen Aktivitäten. Aber keiner weiß, was das Weltbewegende für die Physiker war. Das versuche ich mit verblüffenden Experimenten innerhalb dieser Sendungen weiterzugeben. Dazu brauche ich heute Computeranimationen und dramaturgische Spannungslinien, als ich sie vor 15 Jahren gebraucht hätte.“

Einige Kritiker werfen Ihnen vor, zu populärwissenschaftlich an die Themen heranzugehen. Können Sie diese Kritik verstehen?
„Wenn ich ein breites Publikum im Fernsehen haben will, muss ich auch die Sendung breit anlegen. Der Zuschauer wählt aus. Was er sich nicht weiter ansehen will, das knipst er weg. Ich will viele Menschen an naturwissenschaftliche Themen heranführen. Und da ist mir jedes Mittel recht, von der Computeranimation bis zur dramaturgischen Linie. Wir bekommen übrigens viele Rückmeldungen von Leuten, die sagen, aufgrund solcher Sendungen – nicht unbedingt meiner allein – bin ich zum Physik- oder Chemiestudium gekommen.“

Mal abseits vom Fernsehen: Wie kann man junge Menschen heute noch für naturwissenschaftliche Fächer interessieren?

Nächste Seite

Seite: 1 | 2 | 3

ANZEIGE

Das könnte dich auch interessieren:

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung