Neu an der Uni?

Semesterstart

published: 27.09.2018

Es ist ganz normal, am ersten Tag des Studiums aufgeregt zu sein. Einfach tief durchatmen und gelassen bleiben, denn den meisten anderen Studienanfängern geht es genau wie dir (Foto: Public Address) Es ist ganz normal, am ersten Tag des Studiums aufgeregt zu sein. Einfach tief durchatmen und gelassen bleiben, denn den meisten anderen Studienanfängern geht es genau wie dir (Foto: Public Address)

Mit dem Abitur in der Tasche beginnt ein neuer, aufregender Lebensabschnitt für dich, der allerdings auch Stress, Unsicherheiten und Angst mit sich bringen kann: das erste Semester an der Universität. Gerade der Studienbeginn mit neuer Umgebung, fremden Menschen, unbekannten Aufgaben und Herausforderungen bringt manche Erstsemester ganz schön ins Schwitzen und löst schnell Stress aus. War in der Schule noch alles übersichtlich und persönlich - du hattest einen festen Stundenplan und du kanntest jeden Mitschüler beim Namen - sieht der Alltag an einer riesigen Fachhochschule oder Uni ganz anders aus.

Blickst du deinem ersten Tag auf dem Campus mit Aufregung, Unruhe und vielleicht sogar Angst entgegen? Lass dich nicht entmutigen, denn den meisten Studienanfängern geht es zumindest ähnlich wie dir. Die Techniker Krankenkasse hat einige nützliche Tipps für dich zusammengestellt, die dir den Start ins Studium erleichtern. Viel Spaß bei deinem ersten Tag in der Uni und beim Studieren!




Der erste Schritt zum Studium

Bevor du mit dem Studieren loslegst, musst du dir natürlich einen Studienplatz suchen und dich immatrikulieren. An manchen Hochschulen ist es üblich, einen Zulassungstest zu absolvieren, zu dem du dich rechtzeitig anmelden solltest. Hast du also gegebenfalls den Test zur Zulassung bestanden, dich rechtzeitig und fristgerecht an deiner zukünftigen Uni eingeschrieben und den Semesterbeitrag bezahlt, kann du deine Hochschulkarriere starten.




Der erste Tag an der Uni

Die meisten Hochschulen bieten eine Orientierungswoche an, die du dir als Erstsemester auf keinen Fall entgehen lassen solltest. Die Orientierungswoche ermöglicht den Studienanfängern einen möglichst reibungslosen Start. Dozenten und Studierende höherer Semester stehen für die wichtigsten Informationen rund um das Studium zur Verfügung. Alle Fragen zu Studienverlauf, Stundenplan und Campus-Aktivitäten kannst du während der Orientierungseinheit stellen. Auch die Zentrale Studienberatung und die Fachschaft geben einen ersten Überblick und helfen gerne mit Informationen zu Studieneinstieg, Veranstaltungen, Kurswahl und Literatur weiter. Habe keine Angst davor, deine Professoren nach einer Veranstaltung anzusprechen, falls du Fragen hast oder etwas nicht verstanden hast. Du kannst natürlich auch eine E-Mail schreiben, aber um ganz sicher zu gehen, dass dir geholfen wird, besuchst du am besten die regelmäßig stattfindenden Sprechstunden der Lehrenden. Lege dir einen Kalender zu, in dem du alle wichtigen Termine, Abgabefristen, Aktivitäten und Sprechstunden vermerkst, damit dir nichts Wichtiges entgeht.




Information ist alles

Idealerweise stattest du dem Campus schon vor Unistart einen Besuch ab, damit für dich nicht alles völlig neu ist, wenn es ernst wird. Praktisch ist auch, wenn du jetzt schon rausfindest, wo du am ersten Tag hin musst. Falls du den Raum nicht gleich findest oder dich verläufst, hat das bei deinem Vorabbesuch noch nicht die Fokge, dass du abgekämpft und schwitzend als Letzter bei der Begrüßungsveranstaltung auftauchst. Sei zum richtigen Termin auf jeden Fall pünktlich: Das Akademische Viertel (siehe Infokasten) gibt es bei vielen Lehrveranstaltungen nicht mehr. Lass dich von der Masse an Studenten nicht einschüchtern, wechsel lieber mal ein paar Worte mit deinen Nachbarn. So wirst du schnell neue Kontakte knüpfen, denn die anderen sind in der gleichen Situation wie du. Gute Gelegenheiten zum Kennenlernen bieten auch die Uni-Partys, die in der Orientierungswoche stattfinden.




Pssst… die Bibliothek

Eine deiner ersten Amtshandlungen als Student sollte ein Besuch in der Bibliothek deiner Universität sein, denn mit ihr wirst du in nächster Zeit eine enge Bindung pflegen. Hier findest du neben der Literatur, die du für deine Studien brauchst, auch Computerplätze mit und ohne Internetanschluss und einen ruhigen Ort zum Lesen. Die Bibliothek ist zum Lernen bestens geeignet, denn dir stehen alle Bücher, die du brauchen könntest, direkt zur Verfügung.
Im "Hort des Schweigens und der Literatur" lässt du dich nicht so leicht ablenken, wie zuhause in deiner gewohnten Umgebung. Bei deinem ersten Besuch hast du im Idealfall schon ein Passfoto dabei, denn das benötigst du für deinen Bibliotheksausweis. Achtung: Nicht vergessen, in der Bibliothek dein Handy immer lautlos zu stellen.




Leerer Magen und was nun?

Im Umfeld der meisten Universitäten gibt es ein vielfältiges Angebot zur Nahrungsmittelaufnahme - mit Cafés, Bistros, Restaurants und natürlich der Mensa direkt auf dem Campus. Das Essen in den meisten Mensen ist nicht mehr so schlecht wie sein Ruf. Täglich wechselnde Gerichte füllen die Mägen von hungrigen Studenten für kleines Geld. Viele Mensen bieten inzwischen sogar jeden Tag ein vegetarisches Gericht an und verfügen über eine Salatbar.




Hochschulsport - dein Weg zur Fitness

Wenn du dich für den Hochschulsport anmeldest, schlägst du gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Du lernst schnell Leute kennen und hältst dich fit! Während des Semesters ist es wichtig, dass du dir neben der Lernerei einen sportlichen Ausgleich suchst. Beim breiten Angebot des Hochschulsports ist wirklich für jeden etwas dabei. Mit dem Studierendentarif ist der Spaß auch für jeden Studenten bezahlbar.

Informationen zu Gesundheitsthemen, Sport und Krankenversicherung bekommst du bei der Techniker Krankenkasse (TK). Die TK ist für Studierende mit persönlichen Ansprechpartnern direkt an der Hochschule vertreten. Auf unserer Hochschulkarte findest du alle TK-Geschäftsstellen und Ansprechpartner.




Wohnung, Wohnheim, WG oder "Hotel Mama"

Bist du in deiner Heimatstadt geblieben und wohnst vielleicht noch zuhause, braucht dir das nicht peinlich zu sein. Fast jeder vierte Student wohnt bei seinen Eltern. Wichtig für das Leben in der Eltern-WG: Unbedingt deine Rechte und Pflichten in einem Vertrag festhalten, damit es nicht ständig Ärger mit den Erzeugern gibt. Alternativen zu "Hotel Mama" sind eine eigene Wohnung, das Zusammenleben mit anderen Studenten in einer Wohngemeinschaft oder ein Platz im Studentenwohnheim, das von den örtlichen Studentenwerken betrieben wird. Im Internet oder am Schwarzen Brett in der Uni findest du bestimmt Angebote für Zimmer und Suchanzeigen für WG-Mitbewohner.




Geld regiert die Welt

Viele Studierenden werden finanziell von ihren Eltern unterstützt, wenn diese es sich leisten können. Allerdings können nur die wenigstens davon leben. Checke unbedingt ab, ob du Anspruch auf staatliche Unterstützung durch das Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) hast. Dieser zinslose Kredit vom Staat ist die günstigste Möglichkeit, das Studium zu finanzieren. Derzeit werden jährlich rund 870.000 Schüler/innen und Studierende nach dem BAföG gefördert. Möchtest du den staatlichen Kredit nutzen, solltest du rechtzeitig vor Semesterbeginn deinen BAföG-Antrag stellen, denn BAföG wird nicht rückwirkend bewilligt. Alle Informationen zum Thema BAföG findest du auf der Webseite des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Hast du keinen Anspruch auf BAföG, bleibt dir nichts anderes übrig, als dir neben dem Studium einen Job zu suchen.

Im günstigsten Fall suchst du dir einen Studienfach-bezogenen Nebenjob, denn so kannst du schon während des Studiums Berufserfahrung sammeln, was dir nach dem Abschluss eine bessere Position auf dem Arbeitsmarkt beschert. Manche Banken bieten auch Studentenkredite zu günstigen Konditionen an. Eine weitere Möglichkeit, etwas Geld in die Kasse zu spülen, ist ein Stipendium, um das du dich bewerben kannst. In der Stipendiendatenbank findest du Förderprogramme verschiedener Institutionen.

Akademische Zeitangaben

Als Akademisches Viertel bezeichnet man die Viertelstunde, die eine Vorlesung an einer Hochschule später beginnt als im Vorlesungsverzeichnis angegeben. Ist eine Veranstaltung beispielsweise mit dem Zusatz 8 Uhr c.t. (lat. cum tempore = mit Zeit) gekennzeichnet, beginnt die Veranstaltung um 8:15 Uhr. Ist die Uhrzeit mit s.t. (lat. sine tempore = ohne Zeit) ergänzt, startet die Lehrveranstaltung pünktlich, ohne das akademische Viertel, um Punkt 8 Uhr.



[Jan van Hamme]

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