Neue Folgen der „Faszination Universum“

Wenn der Komet mit Einschlag droht...

published: 21.11.2005

Gefahr aus dem All: Ein Komet rast auf die Erde zu. (Foto: DAS ENDE IST NAH! 314/365 von Skley lizensiert durch CC BY-ND 2.0) Gefahr aus dem All: Ein Komet rast auf die Erde zu. (Foto: DAS ENDE IST NAH! 314/365 von Skley lizensiert durch CC BY-ND 2.0)

Ein gewaltiger Brocken aus dem All rast auf die Erde zu – mit tödlicher Präzision. Unter den Menschen bricht Panik aus, als klar wird, dass der Komet groß genug ist, bei einer Kollision alles Leben auf der Erde zu zerstören. Mit diesem Katastrophenszenario konfrontierte der Science-Fiction-Film „Deep Impact“ 1998 das Kinopublikum. Das mochte sich gruseln über das kosmische Grauen, hinterher konnte es mit der beruhigenden Gewissheit nach Hause gehen, dass „Deep Impact“ eben Science Fiction war und nicht die Wirklichkeit. Oder gibt es zu Ruhe und Gelassenheit womöglich gar keinen Anlass? Könnte aus der fiktiven irgendwann eine reale Katastrophe werden? In der ersten Folge „Tödliche Begegnung“ seiner neu aufgelegten TV-Reihe „Faszination Universum“ beschäftigt sich Joachim Bublath mit dieser Frage.

Wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass sich ein galaktischer Fremdkörper auf Kollisionskurs Richtung Erde begibt, kann niemand mit Sicherheit sagen. Aber dass es in der Vergangenheit solche Asteroideneinschläge gab, soviel steht fest. Was wäre im Fall der Fälle zu tun? In „Tödliche Begegnung“ wird ein großes Problem geschildert, mit dem sich die Wissenschaft derzeit plagt: Hat sich ein konfrontationsfreudiger Asteroid der Erde so weit genähert, dass man ihn überhaupt als Gefahr wahrnehmen kann, dann ist es für Gegenmaßnahmen bereits zu spät.

Tod durch Verbrennen: Ein Stern verglüht, aus der Asche können neue Sterne entstehen. (Foto: ZDF)Tod durch Verbrennen: Ein Stern verglüht, aus der Asche können neue Sterne entstehen. (Foto: ZDF)

Joachim Bublath bringt die Zuschauer auf den neusten Stand der Forschung in Sachen Kosmoabwehr. So soll Ende November die japanische Raumsonde Hayabusa nach zweieinhalbjähriger Reise auf einen Asteroiden treffen, diesem etwas Materie entreißen und die Probe anschließend zurück zur Erde bringen. Die japanischen Wissenschaftler hoffen, wichtige Anhaltspunkte zur Entwicklung eines Abwehrmechanismus gegen die tödlichen Geschosse aus dem All zu finden. Und auch die Europäer beteiligen sich an der Suche nach der richtigen Anti-Einschlag-Strategie: Das Ziel der ESA-Mission „Don Quijote“ ist es, Asteroiden in Zukunft von ihrer gefährlichen Bahn abzulenken und an unserem Planeten vorbeiziehen zu lassen.

Eine Idee, die in frappierender Weise an „Deep Impact“ erinnert. Da rücken mit Atomsprengköpfen bewaffnete Expressraumschiffe dem Kometen zu Leibe. Eine multinationale intergalaktische Eingreiftruppe sozusagen. Aber wie gesagt, das ist (noch) Science Fiction.

Die drei neuen Folgen aus der Reihe „Faszination Universum“ sind jeweils sonntags ab 19.30 Uhr zu sehen. Den Auftakt bildet die Folge „Tödliche Begegnung“ am 27. November. Am 4. Dezember geht es in „Exotische Welten“ um die ebenso alte wie unbeantwortete Frage, wie das Universum entstanden ist. Den Abschluss der neuen Staffel bildet am 11. Dezember „Das Ende der Zeit“. Darin widmen sich Bublath und sein Team den Theorien Albert Einsteins.

[Jens Findeisen]

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