Erich von Däniken im Interview

„Wir haben das Staunen verlernt“

published: 16.12.2004

Erich von Däniken: "Wer mir nicht zuhört, kann mir gestohlen bleiben"  (Foto: Public Address) Erich von Däniken: "Wer mir nicht zuhört, kann mir gestohlen bleiben" (Foto: Public Address)

Der Mann polarisiert. Er hat glühende Anhänger, die von seinen Theorien vollends überzeugt sind. Und er hat ebenso glühende Gegner, die davon überzeugt sind, dass seine Theorien Mumpitz sind. Erich von Däniken lässt sich weder von Lob noch Kritik aus dem Konzept bringen - er macht einfach weiter mit seiner Arbeit. Im Interview spricht er über sein neuestes Projekt, den Kinofilm „World of Mysteries“, über außerirdisches Leben auf der Erde und über den Privatmann Erich von Däniken.

Sie arbeiten gerade an einem neuen Kinofilm. Mit „World Of Mysteries“ entsteht ein Dokumentarfilm über einige mysteriöse Ruinenstätten in Südamerika, Asien und Europa. Dokumentarfilme über Ausgrabungsorte hat es bereits viele gegeben – was ist das Besondere an „World Of Mysteries“?
Erich von Däniken: „Ich kenne die meisten Ruinenstätten auf diesem Globus und ich weiß auch, dass es Fernsehfilme darüber gibt. Aber was es noch nicht gibt ist ein Film über die rätselhaftesten Dinge auf dieser Welt im IMAX- oder auch Großformat. Normalerweise ist eine Filmrolle 35 Millimeter breit, hier sind es über 70 Millimeter. Das ist so gigantisch, das erschlägt den Zuschauer.“

Das müssen Sie erklären.
„Stellen Sie sich eine Kamerafahrt vor in Teotihuácan, das ist eine alte Ruinenstätte 40 Kilometer von Mexiko-City entfernt. Da gibt’s eine vier Kilometer lange Prachtstraße, „Camino de los Muertos“, also „Straße der Toten“. Rechts und links flankieren Pyramiden die Straße und am Ende steht eine riesige Pyramide, die so genannte Mondpyramide. Die Kamera fährt langsam die Straße rauf, in der Ferne die Mondpyramide, die kommt immer näher und näher. Bis die Kamera schließlich auf Einzelheiten zufährt. In diesem Großformat sehen Sie jedes Steinchen, jeden Grashalm. Das ist ein gewaltiger optischer Eindruck. Und das will ich an verschiedenen Punkten der Erde machen.“

Unter anderem auch in Peru...
„Ja. In Nazca. Das ist eine Wüstenfläche 500 Kilometer südlich von Lima. Quer durch diese Wüstenfläche führt eine uralte Straße, die Pan Americana, die sich bis nach Chile erstreckt. Während Jahrhunderten sind Menschen mit Tieren über diese Straße gefahren, später mit Autos, und niemand hat gemerkt, dass mit dieser Wüstenfläche etwas nicht stimmt. Aber sowie Sie mit dem Flugzeug über dieselbe Wüste fliegen, tauchen plötzlich aus dem Wüstensand riesige Figuren auf.“

Was für Figuren?
„Zuerst Spinnen, Fische, dann Vögel, Menschen - aber derart überproportioniert, dass man es nur aus der Luft von oben sieht. Wer unten in der Wüste daneben steht, sieht überhaupt nichts. Wenn Sie noch höher steigen, dann taucht etwas auf, das sieht aus wie vergammelte alte Flugpisten.“

Landebahnen für Außerirdische?
„Ich habe nie geschrieben, das seien Landebahnen der Außerirdischen, obwohl ich immer so zitiert werde. Das steht in keinem meiner Bücher. Ich habe gesagt: Aus der Luft sieht’s aus wie alte Flugpisten.“

Sind Sie denn der Meinung, unsere Vorfahren können nicht von allein drauf gekommen sein, diese Figuren in den Sand zu zeichnen?
„Natürlich, aber weshalb malt jemand ein gewaltiges Bilderbuch in den Wüstenboden, auf einer Strecke von 80 Kilometern, wenn er es selbst gar nicht sehen kann?“

Insgesamt sollen in dem Film sechs solcher Punkte vorgestellt werden. Der Film dauert aber nur 45 Minuten. Ist das nicht sehr wenig Zeit für so viel Rätsel?
„Sechs Punkte scheint mir eher etwas wenig. Es gibt ja keinen großen Kommentar dazu. Im IMAX-Film gibt es kein Gequatsche, man stellt kurz vor, wo man ist, weist auf die offenen Fragen hin und lässt das Bild sprechen. Und die Musik natürlich.“

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