Das Bremer Rathaus (Foto: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bremer_Rathaus#mediaviewer/File:EKT09-Bremen_Marktplatz-01.jpg" target="_blank">Bremer Marktplatz mit Rathaus am Evangelischen Kirchentag 2009</a> von <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/User:Godewind" target="_blank">Godewind</a> lizensiert durch <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en" target="_blank">CC BY-SA 3.0 DE</a>)Erich von Däniken: "Wer mir nicht zuhört, kann mir gestohlen bleiben"  (Foto: Public Address)(Foto: Public Address)Damit beim Studienstart nicht alles über dich hereinbricht, solltest du dich gut vorbereiten (Foto: shutterstock.com/Stasique)Schonzeit fürs Sparschwein (Foto: shutterstock/PathDoc)Nutze mit Initiativbewerbungen deine Chance auf einen Job (Foto: shutterstock.com/Tashatuvango)Rechte und Pflichten - diese Punkte gehören in den Arbeitsvertrag (Foto: shutterstock.com/Thodonal88)

Medizin-Nobelpreis 2004

Der richtige Riecher

published: 17.12.2004

Mit dem richtigen Riecher zum Nobelpreis (Foto: shutterstock.com/Ollyy) Mit dem richtigen Riecher zum Nobelpreis (Foto: shutterstock.com/Ollyy)

Im Jahr 2004 ging der Medizin-Nobelpreis an Richard Axel (Columbia University, New York,) und Linda Buck (Fred Hutchinson Cancer Research Center, Seattle). Die beiden US-Forscher haben neue Erkenntnisse über die Funktion des Geruchssinns gewonnen und helfen somit laut Erklärung der Königlich Schwedischen Akademie in Stockholm „zu verstehen, wie Menschen bewusst den Geruch von Flieder im Frühling erfahren und diese Erinnerung später abrufen können“.

Der Geruchssinn war der Wissenschaft lange Zeit ein großes Rätsel geblieben, da es kaum möglich schien zu erklären, wie der Mensch es schafft, über 10.000 unterschiedliche Düfte und Gerüche zu erkennen und im Gedächtnis zu behalten. Mit einer Serie von Studien haben Axel (58) und Buck (57) nun eine Gruppe von etwa 1000 Genen entdeckt, die den Menschen zur Geruchserkennung befähigen. Diese Gene wiederum sind für Geruchsrezeptoren verantwortlich, die sich in unserer Nase befinden und als Bauanleitung für die Rezeptoren der Riechzellen agieren. Jede der Zellen kann nur eines der Gene ablesen und verfügt daher über nur einen Rezeptortyp.

Die Analyse der Gerüche findet allerdings nicht in der Nase, sondern im Gehirn statt - im so genannten Riechkolben. Dieser Teil des Gehirns ist mit der Hirnrinde verbunden, in der bewusste Gedanken gefasst werden. Außerdem wird die Geruchsinformation vom Riechkolben an das limbische System weitergeleitet, welches für die Wahrnehmung von Gefühlen verantwortlich ist.
Nur so ist es möglich, dass wir den Duft von frisch geschnittenem Gras erkennen und uns auch im hohen Alter an Gerüche aus der Kindheit erinnern können.

Bereits 1991 veröffentlichten Axel und Buck im Fachjournal „Cell“ ihre gemeinsame Studie „A novel multigene family may encode odorant receptors: a molecular basis for odor recognition“ und beschrieben die sehr große Familie dieser rund 1.000 Gene für die Geruchsrezeptoren. „Seither haben sie unabhängig voneinander gearbeitet und in mehreren, oft parallelen Studien den Geruchssinn aufgeklärt - von der molekularen Ebene bis zur Organisation der beteiligten Zellen", so dass Nobelpreiskomitee.

Linda Buck ist die zwölfte Frau, die einen naturwissenschaftlichen Nobelpreis bekommen hat.

[Sonja Ritter]

Das könnte dich auch interessieren:

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung