Heizkosten sparen

Schlau Heizen für Anfänger

published: 17.01.2007

Richtiges Heizen kann Geld sparen und trotzdem mollig warm machen (Foto: shutterstock.com/Ljupco Smokocski) Richtiges Heizen kann Geld sparen und trotzdem mollig warm machen (Foto: shutterstock.com/Ljupco Smokocski)

Rund 90 Prozent des Energieverbrauchs eines Haushaltes werden für Heizung und Warmwasser benötigt. Wer also den Schreck einer immensen Nebenkostenabrechnung vermeiden möchte, sollte sich ein sparsames, umweltfreundliches Heizverhalten angewöhnen.

Beherzigst du nur einige Grundregeln, sparst du in Zeiten steigender Energiepreise schnell Energie. Das erfreut zum einen deinen Geldbeutel, zum anderen schonst du die Umwelt - durch verringerte Emissionen an Stick­oxiden, Ruß, Schwefeldioxid und dem Treibhausgas Kohlendioxid.

Die goldenen Heizregeln
Für die Atemwege gilt eine Lufttemperatur von etwa 18 Grad als optimal. Ist dir das etwas zu kalt? Dann stelle den Heizkörper ruhig etwas höher ein. Wenn du stundenlang zitterst und mit den Zähnen klapperst, ist niemandem geholfen, die nächste Erkältung aber programmiert. Achte jedoch zumindest darauf, dass die Raumtemperatur nicht über 22 Grad liegt: Mehr wäre ungesund. Neigst du immer noch zum Frösteln, solltest du ab und zu vom Schreibtisch aufstehen und einige Schritte etwa in die Küche machen. Etwas Bewegung kurbelt deinen Kreislauf an. So frierst du weniger leicht als beim Faulenzen auf der Couch und dein Wärmeempfinden wird normal gehalten.

Auch alte Heizkörper sollten keine Energie verschwenden. Dein Vermieter ist für eine funktionierende Heizung zuständig (Foto: Public Address)Auch alte Heizkörper sollten keine Energie verschwenden. Dein Vermieter ist für eine funktionierende Heizung zuständig (Foto: Public Address)

Du bist eine notorische Frostbeule? Notfalls helfen dir ein dicker Pulli und Norwegersocken. Vielleicht motiviert es dich zu wissen, dass jedes Grad Temperaturabsenkung bis zu sechs Prozent Heizkosten spart. Die meisten Thermostatventile haben übrigens eine Markierung, die einer Raumtemperatur von 20 Grad Celsius entspricht. Bei modernen Ventilen liegt diese bei Regelungsstufe drei.

Räume, die wenig genutzt werden, müssen nicht mitgeheizt werden. In Zimmern, in denen du dich kaum aufhältst, kannst du die Heizkörper ausschalten - allerdings solltest du die Tür zu diesen kalten Räumen schließen. Achte aber darauf, dass die Zimmer nicht vollständig auskühlen, da die Kälte an nebenliegende Räume abgegeben wird. Schlimmstenfalls können sogar Schimmelpilze entstehen. Stellst du den Regler auf Frostschutz und lüftest du regelmäßig, solltest du auf der sicheren Seite sein.

Generell ist beim Lüften wichtig, dass du mehrmals am Tag für fünf Minuten die Fenster weit öffnest, wobei du die Heizung vorher ausgestellt hast. Diese kurzen Stoßlüftungen vermeiden, dass der Raum dauerhaft auskühlt, und sorgen für einen effizienten Luftaustausch.

Gesund schläft es sich, wenn du die Raumtemperatur nachts um fünf Grad senkst. Schließe deine Rollläden und Vorhänge, damit weniger Wärme über die Fenster verloren geht. Es lohnt sich auch, an den Rolladenkästen eine zusätzliche Wärmedämmung anzubringen.

Manchmal gelangt durch undichte Fenster und Türen Kälte in die Wohnung. Solche Spalten und Ritzen kannst du mit Abdichtband oder Dichtungsgummis verschließen. Wo genau die Problemzonen in deinen Räumen liegen, verrät dir an windigen Tagen der Test mit der Kerze: Wo sie flackert, zieht es.

Bist du über einen längeren Zeitraum nicht zu Hause, beispielsweise während eines Urlaubes, schalte die Heizungen in deiner Wohnung ab. Die Anlage sollte auf Frostschutz gestellt sein, der Regler also auf dem Sternsymbol stehen.

Deine Heizung funktioniert am besten, wenn sie frei steht und nicht von Möbeln, Gardinen oder Handtüchern verdeckt wird. Die Luft kann sonst nicht frei zirkulieren und erwärmt den Raum nicht vollständig. Falls dein Heizkörper gluckert, ist vermutlich Luft darin. Dadurch heizt er schlechter und verbraucht mehr Energie als nötig. Er sollte schnellstmöglich entlüftet werden, was am besten mit einem Entlüfterschlüssel gelingt. Im Zweifel wende dich an deinen Hausmeister.

Falls du mit elektrischen Heizlüftern oder Radiatoren heizen solltest: Raus damit! Strom ist wesentlich teuerer als Gas, sodass diese Variante schnell zu hohen Rechnungen führt. Sollte deine Heizung kaputt sein, ist dein Vermieter verpflichtet, die Kosten der Reparatur zu übernehmen. Falls er trotz Abmahnung und Mietminderungsdrohung seiner Verpflichtung nicht nachkommt, kannst du als Mieter selbst eine Reparatur in Auftrag geben und zusätzlich die Mietzahlung kürzen.

[Franzisca Teske]

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