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Stress mit den Nachbarn

Frieden am Maschendrahtzaun

published: 04.04.2007

Leben und leben lassen - auch die Menschen auf der anderen Seite des Maschendrahtzaunes  (Foto: Public Address) Leben und leben lassen - auch die Menschen auf der anderen Seite des Maschendrahtzaunes (Foto: Public Address)

„Es kann der Frömmste nicht im Frieden bleiben, wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt“, sprach Wilhelm Tell in Friedrich Schillers gleichnamigem Theaterstück. Offenbar erkannten schon die Klassiker, was die wirklich großen Themen des menschlichen Zusammenlebens sind. Zwar ist nicht überliefert, ob Schiller oder Goethe Stress mit ihren Nachbarn hatten, doch mit diesem Zitat beweist die Literaturgröße einmal mehr immer währende Aktualität. Zank mit den Nachbarn gab es anscheinend schon immer und überall. Welche skurrilen Formen ein Nachbarschafts-Krawall annehmen kann, zeigte sich etwa am Beispiel des Krachs um "Knallerbsenstrauch" und "Maschendrahtzaun" in Deutschlands Medienlandschaft.

Zum Glück will nicht jeder seinen Kleinkrieg über die Boulevardpresse austragen. Trotzdem lassen sich Konflikte manchmal nicht vermeiden. Zum Beispiel, wenn am nächsten Morgen in der Uni eine Klausur ansteht und du mal wieder eine Nachschicht am Schreibtisch einlegen musst, dein Nachbar aber seine neusten Heavy-Metal-CDs durchhört.

In der Tat wissen Statistiker, dass Streit mit den Nachbarn vielen Deutschen nicht unbekannt ist. Mit mehreren tausend Fällen muss sich die Justiz jedes Jahr beschäftigen. Meistens geht es dabei um Lärm- oder Geruchsbelästigungen. Etwa jeder zehnte Zwist endet hierzulande vor dem Kadi. Meistens geht es dabei um Lärm- oder Geruchsbelästigungen. So weit soll es bei euch nicht kommen!

Nette Nachbarn kaufen
In Spanien sagt man, dass man sich nicht einen Hof kaufen soll, sondern gute Nachbarn. Damit ist sicher nicht gemeint, die Nachbarn mit großzügigen Geldgeschenken zu bestechen. Auch mit begrenzten finanziellen Mitteln lässt sich bei euren Hausgenossen ein wenig Kredit erwirtschaften. Das Wichtigste dabei: Probiert, zu euren Nachbarn ein persönliches Verhältnis aufzubauen. Gerade in großen Mietskasernen, wo nur wenige den anderen kennen, kann das von Vorteil sein. Deshalb ist es nützlich, sich nach guter alter Schule nach dem Einzug einfach mal vorzustellen. Klingt antiquiert, aber funktioniert. Schließlich verbindet ihr dann mit der Heavy-Mucke auch ein Gesicht und nicht „den Spinner von nebenan“. Mit diesem Eindruck geraten die meisten Menschen weniger in Rage, als wenn sie mit dem Lärm nur Anonymität verbinden. Bei angenehmer Atmosphäre im Haus fällt es auch leichter, bei einer Beschwerde die Contenance zu wahren. Schließlich kennt man sich jetzt.

Das Gespräch suchen
Wohl kaum einer beschwert sich gerne bei seinen Nachbarn. Manchmal bleibt einem aber nichts anderes übrig, als das Gespräch zu suchen. Denn oft ist dem Nachbarn gar nicht bewusst, dass er mit seinem Verhalten andere einschränkt. Um eine Eskalation zu vermeiden, hilft Folgendes:

Nicht so langen mit eurem Anliegen warten, bis ihr richtig sauer seid. Denn dann fällt es besonders schwer, die Ruhe zu bewahren. Natürlich solltet ihr euch auch nicht gleich beim ersten Geräusch aus der Nachbarwohnung beschweren. Aber wer schon vier Stunden lang laute Musik ertragen hat und sich dann erst auf den Weg zu Nachbars Wohnungstür macht, ist eher mit den Nerven am Ende. Der Nachbar, der die Musik so laut gedreht hat, hat sich vielleicht gedacht: Es wird sich schon jemand melden, wenn es zu laut ist.

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