Expo 2005 in Aichi

Symbiose aus Natur und Technik

published: 22.12.2004

Der Deutsche Pavillon „Bionis“: Am Ende ihrer Reise durch die Bionik erhalten die Besucher Gelegenheit, selbst zu experimentieren (Foto: Koelnmesse)Der Deutsche Pavillon „Bionis“: Am Ende ihrer Reise durch die Bionik erhalten die Besucher Gelegenheit, selbst zu experimentieren (Foto: Koelnmesse)

Vom 25. März bis 25. September ist das japanische Aichi Gastgeber der Weltausstellung 2005. Auch Deutschland wird während der 185 Tage, die unter dem Motto „Weisheit der Natur“ stehen, wieder mit einem Beitrag vertreten sein: „Bionis“

Erstmalig teilt sich Deutschland 2005 mit Frankreich einen Pavillon. Beide Länder zeigen sich sowohl mit eigenen als auch gemeinsam gestalteten Bereichen. Für die deutsche Beteiligung, die Die Koelnmesse International im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums organisiert, steht ein Etat von rund 13 Millionen Euro zur Verfügung.

Technische Anwendung natürlicher Prinzipien
Im Ausstellungsmotto „Nature’s Wisdom“ (Weisheit der Natur) manifestiert sich das zentrale Anliegen der Veranstalter: Die Darstellung von der Einbeziehung der Natur in technische Errungenschaften, und die Bedeutung der umweltverträglichen Beziehungen zwischen Mensch und Technologie.

Um diese Lehre von der technischen Anwendung natürlicher Prinzipien zu veranschaulichen, haben sich die deutschen Teilnehmer viele faszinierende Beispiele zum Erleben und Anfassen einfallen lassen: Sei es die Entdeckung des selbst reinigenden „Lotus-Effekts“ oder die Nutzbarmachung der Mikro-Struktur der Haifischhaut, die in Millionen von Jahren der Evolution optimiert wurde und nun im Schwimmsport und im Flugzeugbau Anwendung findet, so Koelnmesse.

Expedition durch die Elemente
Eines der Highlights des deutschen Pavillons ist die Reise in einem überdimensionalen Wassertropfen, die die Besucher auf eine erlebnisreiche Expedition durch die Elemente führt. Tief unter der Erde geht die Fahrt los und führt die sechs Insassen der Kapsel „durch Wasser, Luft, Feuer und viele typische deutsche Landschaften“, so die Deutsche Industrie und Handelskammer in Japan.

Botschaften verankern
Um diesen rasanten Eindrücken Raum zu lassen, wird bei der Gestaltung des Pavillons darauf geachtet, Brüche zu integrieren, „die der Erwartungshaltung widersprechen. Nur so lassen sich Botschaften im Bewusstsein der Besucher, die auf einer EXPO einer wahren Informationsflut ausgesetzt sind, verankern. So umgibt den Ankömmling anstelle eines multimedialen Spektakels nach Durchschreiten einer Laserbarriere zunächst eine unerwartete Ruhe. Er findet sich in einer großen Höhle wieder, dem ‚Schoß der Menschheit’. Ein Feuer spendet etwas Wärme, Wasser tropft von der Decke. Und an einer Stelle, an der ein Lichtstrahl seinen Weg in die Höhle findet, rankt sich eine Pflanze in die Höhe. Dieses stille, eindrückliche Bild macht deutlich, woher wir kommen und was die Grundbedingungen für das Leben sind.“, so Koelnmesse weiter.

Aichi und das für die EXPO vorgesehene Gelände liegen übrigens im geografischen Zentrum Japans und sind in nur 90 Minuten mit dem Expresszug „Shinkansen“ aus Tokyo zu erreichen.

[Sonja Ritter]

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