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Sozialerhebung

Teures Studentenleben in Hamburg

published: 01.10.2014

In Hamburg geben die Studierenden im Durchschnitt 367 Euro im Monat fürs Wohnen aus - auch wenn sie nicht in der exklusiven Hafencity leben (Foto: Public Address) In Hamburg geben die Studierenden im Durchschnitt 367 Euro im Monat fürs Wohnen aus - auch wenn sie nicht in der exklusiven Hafencity leben (Foto: Public Address)

367 Euro im Monat zahlen Hamburger Studierende im Durchschnitt fürs Wohnen. Das sind 69 Euro mehr als im gesamtdeutschen Vergleich. Fürs Essen geben die Hanseaten im Mittel 195 Euro aus - gegenüber 165 Euro, die ihre Kollegen im Bundesdurchschnitt berappen. Die hohen Kosten fürs Leben in der Elbmetropole werden nur von denen in München getoppt. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) im Auftrag des Studierendenwerks Hamburg.

Jobben für den Lebensunterhalt

Insgesamt haben die Studierenden im Norden durchschnittlich 917 Euro monatlich zur Verfügung. Dreiviertel der Studenten jobben dafür, im Mittel etwas über zehn Stunden pro Woche. Im Bundesdurchschnitt arbeiten die Hochschüler 1,6 Stunden weniger. Mit Seminaren, Vorlesungen und Arbeiten für die Uni beschäftigen sich die Hamburger weitere 32,9 Stunden pro Woche. Geld erhalten sie in der Mehrheit auch von ihren Eltern. 81 Prozent unterstützen ihre Kinder finanziell. Durchschnittlich bezuschussen sie deren Studium mit 509 Euro monatlich.

Viele Zugezogene

Nur etwa ein Drittel der Studis in Hamburg stammt aus der Hansestadt. Über 50 Prozent kommen aus anderen Bundesländern. Der typische Student ist 25,2 Jahre alt, befindet sich im 7,7. Semester und kommt aus einem Akademikerhaushalt. Auffällig ist, dass nur 20 Prozent der Hochschüler einen Migrationshintergrund haben - und das, obwohl jeder zweite Jugendliche in der Stadt ausländische Wurzeln hat. In Köln haben 26 Prozent der Studenten einen Migrationshintergrund, in Hannover und Berlin 23 Prozent.

Günstiger Wohnraum gefordert

Jürgen Allemeyer, Geschäftsführer des Studierendenwerks Hamburg, stellte die Studie am Dienstag, 30. September, vor. Er bemängelte die Lage der Studenten und forderte, die geplante BAföG-Erhöhung vorzuziehen. Zudem solle die Stadt ihre Finanzhilfe für das Studierendenwerk erhöhen, um bezahlbaren Wohnraum zu fördern.

[PA]

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