Avicenna-Studienwerk

65 muslimische Stipendiaten bei Gauck

published: 19.11.2014

Bundespräsident Joachim Gauck empfängt die 65 Avicenna-Stipendiaten in Bonn (Foto: Public Address) Bundespräsident Joachim Gauck empfängt die 65 Avicenna-Stipendiaten in Bonn (Foto: Public Address)

In einer feierlichen Zeremonie mit 280 Gästen in Berlin hat das Avicenna-Studienwerk erstmalig 65 leistungsstarke und sozial engagierte muslimische Studierende und Promovierende als Stipendiaten aufgenommen. Bundespräsident Gauck empfing die Geförderten - darunter 63 Prozent Frauen - am 18. November in Bonn. Avicenna-Stipendiaten werden sowohl finanziell als auch ideell gefördert. Studierende erhalten bis zu 670 Euro und eine Studienkostenpauschale in Höhe von 300 Euro monatlich. Promovierende bekommen 1150 Euro im Monat. Die ideelle Förderung umfasst interdisziplinäre fachliche und fachübergreifende, religionsorientierte Veranstaltungen, die die Teilnehmer u.a. auf die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung vorbereiten sollen. Das Avicenna-Studienwerk ist das jüngste der dreizehn vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützten Begabtenförderungswerke und wird von der Stiftung Mercator gefördert.


 
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"Wir sind überwältigt von der positiven Resonanz auf unser Stipendienprogramm. Aus den rund 600 Bewerbungen haben wir 65 besonders außergewöhnliche Persönlichkeiten ausgewählt, Talente aus den verschiedensten Disziplinen und Hochschulstandorten. Es handelt sich primär um Bildungsaufsteiger, auf deren Potenzial diese Gesellschaft hoffen darf." Mit diesen Worten präsentierte der Vorsitzende des Avicenna-Studienwerks, Prof. Dr. Bülent Uçar, den ersten Stipendiaten-Jahrgang. Uçar sagte weiter: "Heute ist ein historischer Tag für unser Land. Wir sind stolz auf unsere Stipendiaten, denn sie bringen nicht nur exzellente Leistungen im Studium, sondern auch aktives ehrenamtliches Engagement mit. Sie sind Multiplikatoren und Visionäre."


Allein bis 2018 stellt das Bundesbildungsministerium etwa 10 Millionen Euro für die Stipendien zur Verfügung. "Die Bundesregierung unterstützt die Begabtenförderung, weil sie eine wichtige Investition in die Zukunft unseres Landes darstellt. Die anstehenden Herausforderungen können nur bewältigt werden, wenn junge Menschen aus allen gesellschaftlichen Bereichen befähigt werden, ihre Talente und Fähigkeiten zu entfalten. Dabei nehmen die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützten Begabtenförderungswerke eine wichtige Rolle ein. Die Landschaft der bisherigen Begabtenförderungswerke wird durch das Avicenna-Studienwerk noch reicher. Mit der Unterstützung des muslimischen Avicenna-Studienwerkes machen wir deutlich, wie wichtig uns Integration ist. Begabte und engagierte muslimische Studierende und Promovierende sollen, wie andere auch, die Chance haben, sich um eine Förderung durch ein Begabtenförderungswerk zu bewerben, das ihrer Religion nahesteht", kommentierte der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Rachel.


Das Avicenna-Studienwerk plant zum Wintersemester 2015/16 weitere 80 Stipendien zu vergeben. Die Ausschreibung erfolgt im Frühjahr 2015.

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