Statistisches Bundesamt

Mehr ausländische Erstsemester

published: 04.03.2015

Im letzten Jahr haben  sich 4,5 Prozent mehr neue Studierende aus dem Ausland an deutschen Hochschulen eingeschrieben als 2013 (Foto: imageCORE/Shutterstock.com) Im letzten Jahr haben sich 4,5 Prozent mehr neue Studierende aus dem Ausland an deutschen Hochschulen eingeschrieben als 2013 (Foto: imageCORE/Shutterstock.com)

Deutsche Hochschulen werden für junge Menschen aus dem Ausland offenbar immer attraktiver. Im Sommersemster 2014 und Wintersemester 2014/15 ist die Zahl der ausländischen Erstsemester auf 107.000 angestiegen, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das sind 4,5 Prozent mehr als im Jahr 2013. Damit setzte sich der kontinuierliche Anstieg der Zahl der ausländischen Studienanfänger fort.


 
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Bezahlbarer Wohnraum fehlt

Währenddessen ging die Gesamtzahl der Erstsemester leicht zurück und sank um 1,6 Prozent auf 501.000. Der Anteil der ausländischen Immatrikulierten nahm damit von 20,1 auf 21,4 Prozent zu. Insgesamt studieren an deutschen Hochschulen so viele Menschen wie nie zuvor. Im Wintersemster 2014/15 sind annähernd 2,7 Millionen Studierende eingeschrieben. Angesichts dieser Entwicklung fordert das Deutsche Studentenwerk (DSW) mehr Wohnheimplätze. Generell fehlt in Deutschland bezahlbarer Wohnraum für Studenten. Die Studierenden aus dem Ausland hätten jedoch noch deutlich weniger Geld als ihre deutschen Kommilitonen, so ein Sprecher des DSW.


Spitzenreiter Agrarwissenschaften

Die höchste Zuwachsrate bei den ausländischen Studienanfängern gab es im Bereich Agrar-, Forst- und Ernährungswissenschaften: Von den 107.000 ausländischen Erstimmatrikulierten im Studienjahr 2014 begannen 1.900 ein solches Studium. Das waren 8 Prozent mehr als im Vorjahr. Für ein Studium der Ingenieurwissenschaften entschieden sich 27.500 ausländische Studierende (+ 6,7 Prozent). In der Fächergruppe Mathematik und Naturwissenschaften stieg die Zahl der ausländischen Erstimmatrikulierten um 5,8 Prozent auf 16 400 Personen. Weitere 30.900 Studienanfänger mit ausländischer Staatsangehörigkeit begannen ein Studium in der Fächergruppe Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (+ 5,2 Prozent). Für ein Studium im Bereich Sprach- und Kulturwissenschaften entschieden sich 19.400 ausländische Erstimmatrikulierte – dies entsprach einer geringen Zunahme von 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

[PA]

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