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Medizinstudierende müssen während ihrer Famulatur auch in einem Krankenhaus arbeiten (Foto: Spotmatik Ltd/Shutterstock.com) Medizinstudierende müssen während ihrer Famulatur auch in einem Krankenhaus arbeiten (Foto: Spotmatik Ltd/Shutterstock.com)
Studium von A bis Z

Was ist die Famulatur?

Die Famulatur ist ein vorgeschriebenes Praktikum für Medizin- und Pharmaziestudierende. Bei den Medizinern dauert die Famulatur vier Monate. Die Studierenden sollen dabei mit der ambulanten und stationären Patientenversorgung vertraut gemacht werden. So müssen zwei Monate in Form einer praktischen Tätigkeit in einem Krankenhaus oder einer stationären Rehabilitationseinrichtung absolviert werden. Einen Monat müssen die Studierenden in einer Arztpraxis oder ambulanten Einrichtung tätig sein, ein weiterer Monat Praktikum steht in einer Hausarztpraxis an. Die Famulatur ist Zulassungsvoraussetzung bei der Meldung zum Zweiten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung. Sich in einer Famulatur befindende Studierende werden Famulus bzw. Famula genannt.
 


 


Bei Pharmaziestudierenden dauert die Famulatur acht Wochen. Sie soll einen Einblick in die Tätigkeiten des Apothekers geben und bereits zu Beginn des Studiums die vielfältigen Arbeitsfelder zeigen. Zudem wird ein Einblick in die Organisation, Abläufe, Rechtsvorschriften und Fachsprache ermöglicht. Mindestens vier Wochen müssen in einer deutschen öffentlichen Apotheke verbracht werden. Die zweite Hälfte der Famulatur kann auch in einer Krankenhausapotheke, Bundeswehrapotheke, der pharmazeutischen Industrie oder einer vergleichbaren Einrichtung absolviert werden. Die Famulatur muss vor dem ersten Staatsexamen in der vorlesungsfreien Zeit abgeschlossen werden, um das Studium fortsetzen zu können.


Und wie sieht es mit der Bezahlung aus? Grundsätzlich ist keine Einrichtung verpflichtet, dem Famulus/der Famula Geld zu bezahlen. Du hast also keinen Anspruch auf einen gesetzlichen Mindestlohn, da das Praktikum Bestandteil deines Studiums ist. In einigen Bundeländern können die Ausbilder allerdings Fördergelder von Kassenärztlichen Vereinigungen beantragen. Dieses Geld fließt dann direkt zum Studierenden weiter. Die Höhe ist dabei stark länderabhängig. In Baden-Württemberg gibt es für eine vierwöchige Farmulatur 160 Euro Taschengeld. In Rheinland-Pfalz warten hingegen sogar 500 Euro auf den Famulus bzw. die Famula. Wenn du also eine Famulatur machst, informiere dich vorher bei deinem Arbeitgeber, wie viel Geld du erwarten kannst.
 


 



[PA]

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