Im italienischen Bologna wurde die Vereinheitlichung des Hochschulsystems in Europa beschlossen (Foto: claudio zaccherini/Shutterstock.com) Im italienischen Bologna wurde die Vereinheitlichung des Hochschulsystems in Europa beschlossen (Foto: claudio zaccherini/Shutterstock.com)
Studium von A bis Z

Was ist der Bologna-Prozess?

Der Bologna-Prozess hat für eine Vereinheitlichung der Studiengänge und -abschlüsse in Europa gesorgt. 1999 unterzeichneten 29 europäische Bildungsminister im italienischen Bologna die betreffende Erklärung. So wurden die Abschlüsse Bachelor und Master eingeführt sowie das European Credit Transfer System und eine Qualitätssicherung im Hochschulbereich.
 


Die Reform sollte die Studienabschlüsse in Europa verständlicher und vergleichbarer machen. Dadurch sollten auch die Möglichkeiten zur Mobilität verbessert werden. Hochschulwechsel und Fachwechsel innerhalb der beteiligten Staaten wurde dadurch deutlich vereinfacht. Das wurde auch deswegen umgesetzt, um den europäischen Hochschulraum attraktiver und wettbewerbsfähiger zu gestalten.
 


Auf deutscher Ebene kümmern sich unter anderen Vertreter des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), des Deutschen Akademischen Austauschdienstes und des deutschen Studentenwerks um die Umsetzung der Bologna-Ziele auf Bundesebene.
 


Ein häufig genannter Kritikpunkt an der Bologna-Reform ist die Verschulung des Hochschulsystems. So gibt es mehr Präsenzzeiten an den Universitäten, wodurch das Selbststudium leide. Außerdem kopple sich die Lehre immer weiter von der Forschung ab. Eine Entwicklung hin zu reinen Lehr- und Forschungsprofessuren sei unübersehbar.
 


[PA]

Bologna-ProzessBolognaStudiumBachelorMasterHochschulenUniversitätenstudierenVereinheitlichung der Studiengänge und Studienabschlüsse in EuropaEuropaEU1999ItalienBologna-ErklärungAbschlüsse Bachelor und MasterEuropean Credit Transfer System