Initiativbewerbung

"Wenn der Job nicht zu mir kommt..."

published: 15.11.2004

Nutze mit Initiativbewerbungen deine Chance auf einen Job (Foto: shutterstock.com/Tashatuvango) Nutze mit Initiativbewerbungen deine Chance auf einen Job (Foto: shutterstock.com/Tashatuvango)

Wäre die Stellenanzeige ein Tier, in Zeiten der wirtschaftlichen Flaute gehörte sie zu den vom Aussterben bedrohten Arten. Dürftig, was da unter „Beruf & Karriere“ in den meisten Tageszeitungen angeboten wird. Ein nahe liegender Gedanke lautet in solchen Fällen: „Wenn der Job nicht zu mir kommt, dann gehe ich eben zum Job!“

Womit die Idee für eine Initiativbewerbung umschrieben wäre. Eine gute Idee, wenn die richtige Strategie dahinter steckt. Wer, ungetrübt von einem Konzept, wahllos Massenbewerbungen ohne Bezug zum Adressaten verschickt, der wird schnell arm an Zeit, Geld und Nerven – ohne die Chancen auf eine Einladung zum Vorstellungsgespräch nennenswert zu erhöhen.

Wie sollte man aber bei einer Initiativbewerbung vorgehen? Die wichtigsten Punkte haben wir hier zusammengefasst.


Recherche
Am Anfang steht die Frage: Welche Firma passt zu mir und meinen Fähigkeiten? Um nach geeigneten Unternehmen zu suchen, bieten sich die Jobbörsen oder Networking-Seiten im Internet an. Auch Branchenbücher oder die Mitgliederverzeichnisse von Verbänden sind eine gute Recherchemöglichkeit, mit einer Einschränkung: Die Zahl der Kontaktadressen ist für gewöhnlich so hoch, dass man leicht den Überblick verliert. Eine etwas aufwändigere, dafür oft effektive Methode ist der Besuch einer Fachmesse oder einer Firmenpräsentation. Bei der Auswahl der Unternehmen, die für eine Initiativbewerbung in Frage kommen, sollte das Motto lauten: Weniger ist mehr. Es ist besser, eine passgenaue, auf Wünsche und Ziele des potenziellen Arbeitgebers abgestimmte Bewerbung zu schreiben, als einen nichts sagenden Standardtext zehnfach zu verschicken. Die Recherche ist also auch deshalb unerlässlich, um möglichst viele Informationen über Branche und Firma zu sammeln.


Telefonat
Vor jeder Initiativbewerbung sollte man bei der Personal- oder Fachabteilung des Unternehmens anrufen. Das ist für viele Bewerber ein unangenehmer Schritt, muss aber sein. Im Telefonat kann vorab geklärt werden, ob überhaupt aktuell oder in absehbarer Zeit Personalbedarf besteht. Ist das der Fall, lässt man sich den Namen des Ansprechpartners für die Bewerbung geben. Im Telefonat kann der Bewerber auch weitere Informationen über das Unternehmen erhalten, die bei der Recherche nicht geklärt werden konnten. Wichtig: niemals unvorbereitet in ein Gespräch gehen. Wer auf die Fragen seines Gegenübers keine passenden Antworten findet, macht einen schlechten ersten Eindruck. Freundlich, knapp und präzise sollte die Sprache des Bewerbers sein.

Anschreiben
Beim Anschreiben unterscheidet sich die Initiativbewerbung nicht sehr von der klassischen Bewerbung. Um dem Empfänger die Zuordnung zu erleichtern, sollte das Wort „Initiativbewerbung“ ruhig in der Betreffzeile stehen. Auch ein Verweis auf das vorab geführte Telefonat sollte nicht fehlen. Bei der Initiativbewerbung ist ein exaktes Bewerberprofil noch wichtiger als bei einer Bewerbung auf eine Stellenanzeige. Stellt sich der Empfänger erst die Frage: „Was will der eigentlich von mir?“, dann steckt die Mappe schon so gut wie im DIN-A4-Rückumschlag.


Lieber per E-Mail oder Post bewerben?
Kommt drauf an. Die günstigere Methode ist natürlich die E-Mail-Bewerbung. Manche Personaler bevorzugen allerdings die klassische Variante. Gibt es auf der Website des Unternehmens keinen entsprechenden Hinweis, sollte man diese Frage im Telefonat vorab klären. Bietet der Internetauftritt der Firma die Möglichkeit, seine Bewerbung per Online-Formular einzuschicken, sollte man davon auch Gebrauch machen.

[Jens Findeisen]

Links

Bewerbungstipps

ANZEIGE

Das könnte dich auch interessieren:

Hochschulkarte

Suche

Mimadeo / shutterstock.com
Über 19.000 Studiengänge an 747 Hochschulstandorten
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung