StepStone Gehaltsreport 2017

Welcher Studiengang macht reich?

published: 15.02.2017

Der "Gehaltsreport 2017" der Online-Jobbörse StepStone zeigt, welcher Studiengang sich später finanziell lohnt (Foto: Tom Wang/Shutterstock.com) Der "Gehaltsreport 2017" der Online-Jobbörse StepStone zeigt, welcher Studiengang sich später finanziell lohnt (Foto: Tom Wang/Shutterstock.com)

Aloe Blacc singt "I need a dollar", Sido schmeißt die Fuffies durch den Club, und Rapper Money Boy — ja, da ist der Name Programm #moneyrulestheworld. Doch nicht nur Musiker machen sich so ihre Gedanken zum Thema Geld — auch Studierende kommen irgendwann nicht darum herum, an ihr späteres Einkommen zu denken. Spätestens dann, wenn auf der WG-Party Sido läuft.

Dabei werden Medizinstudenten ganz anders über ihre künftige Liquidität nachdenken als jemand, der Erziehungswissenschaften studiert. Denn: Zwischen den Studiengängen herrschen große Unterschiede, was das spätere Gehalt betrifft. Und ja, das ist nichts Neues. Aber da Zahlen und Fakten ganz interessant sind, hat die Online-Jobbörse StepStone nun ihren neuen Gehaltsreport 2017 veröffentlicht. Pointer hat die wichtigsten Infos im Überblick.


Gehälter nach Studiengängen

Überraschen mag es nicht wirklich: Die Absolventen mit dem höchsten Einkommen sind die, die tagsüber einen weißen Kittel oder eine schwarze Robe tragen. Jura und Medizin — das lohnt sich finanziell klar am meisten. Es folgen Studierende des Wirtschaftsingenieurwesens. Im finanziellen Mittelfeld liegen die Natur- und Wirtschaftswissenschaftler.

Wer später auf Marmorbadewanne sowie güldene Türklopfer pochen will und gern die Fuffies durch den Club werfen mag, der sollte sich nicht für die Studiengänge Politik-, Sozial-, Kultur-, Geschichts- sowie Geisteswissenschaften entscheiden. Und besser auch nicht für Design — denn da regnet es später verhältnismäßig wenig Geld. Und traurig aber leider wahr: Am schlechtesten entlohnt werden die Erziehungswissenschaften und die Sozialpädagogik. Das durchschnittliche Jahresgehalt dieser Absolventen unterschiedet sich um mehr als 34.000 Euro von dem der Mediziner.

Hier die vollständige Übersicht
Medizin und Zahnmedizin — 79.538 Euro
Rechtswissenschaften — 74.013 Euro
Wirtschaftsingenieurwesen — 70.288 Euro
Ingenieurwissenschaften — 69.850 Euro
Mathematik und Informatik — 68.241 Euro
Wirtschaftsinformatik — 68.133 Euro
Naturwissenschaften (Biologie, Chemie, Pharmazie, Physik) — 66.954 Euro
BWL, VWL, Wirtschaftswissenschaften 65.404 Euro
Architektur — 55.822 Euro
Psychologie — 55.204 Euro
Geowissenschaften — 53.713 Euro
Politik- und Sozialwissenschaften — 52.974 Euro
Lehramt — 50.000 Euro
Philosophie und Geisteswissenschaften — 47.022 Euro
Geschichts- und Kulturwissenschaften 46.836 Euro
Design — 46.075 Euro
Erziehungswissenschaften und Sozialpädagogik — 45.116 Euro


Gehälter nach Bildungsabschlüssen

Der Gehaltsreport 2017 zeigt jedoch nicht nur, welcher Studiengang sich später finanziell lohnt, sondern auch, welcher Bildungsabschluss. Am meisten verdienen Absolventen mit einer Promotion oder dem 2. Staatsexamen. Doch auch ein Master lohnt sich im Vergleich zum Bachelor bereits. Am wenigsten verdienen diejenigen, die sich nach dem Abitur dachten: "Reicht jetzt auch“ - und weder Ausbildung noch Studium anfingen.

Hier die vollständige Übersicht
Promotion — 79.207 Euro
2. Staatsexamen — 75.200 Euro
Approbation — 70.138 Euro
Diplom Uni, Master, Magister — 64.876 Euro
Diplom FH, Bachelor — 61.937 Euro
Staatsexamen — 54.364 Euro
Meister, Fachwirt — 53.250 Euro
Hochschulreife, Abitur — 51.810 Euro


 
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Sollen sie doch Fuffies durch den Club schmeißen

Tja. Das mit dem Geld ist so eine Sache. Es zu haben, ist nie verkehrt, klar. Nur ist die Frage, was man dafür bereit ist zu tun. Oder eben nicht. Zum Beispiel, nicht sein Traumstudium zu wählen, weil das leider ausgerechnet Kulturwissenschaften ist. Jeder entscheidet letztlich für sich selbst, was ihm wichtiger ist: Sicherheit oder Selbstverwirklichung.

Reichtum drückt sich letztlich nicht allein darin aus, wie dick das Portmonee ist. Und da können Aloe Blacc, Sido und Money Boy so viele Hits haben, wie sie wollen. Sollen sie doch Dollars wollen und Geld durch den Club schmeißen — wir können ja einfach zum nächsten Künstler vorspulen. Zum Beispiel zu The Subway. Denn diese Band weiß immerhin: "We don’t need money to have a good time".

The Subways - We Don't Need Money To Have A Good Time (Official Video) http://www.thesubways.net for info on the new album!! ABOUT THE "WE DON'T NEED MONEY TO HAVE A GOOD TIME" VIDEO: Here's the official music video for the new single "We Don't Need Money To Have A Good The Subways - We Don't Need Money To Have A Good Time (Official Video)

The Subways - We Don′t Need Money To Have A Good Time (Official Video)



Solltest du dich auch für den Vorgängerbericht "Gehaltsreport 2016" von Stepstone interessieren — dann gelangst du hier zu unserem Artikel. Viel Spaß!

Die Autorin: Jana Schütt

Die Autorin: Jana Schütt

1993 geboren. Aufgewachsen in einem Dorf in Niedersachen zwischen Kühen und katastrophalen Busverbindungen – gelandet in der zweitgrößten Stadt Deutschlands. Dann ging es für Jana erstmal ab in die Werbung, als Texterin arbeiten. Inzwischen ist sie an der Uni Hamburg, um etwas über Soziologie und Medien- und Kommunikationswissenschaften zu lernen. Die Pointer-Autorin mag kein Gemüse, Kartoffelchips findet sie aber voll okay. Größter Traum: Niklas Luhmann auf einen Pfefferminztee treffen.

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Der "Gehaltsreport 2017" von StepStone im Web
Zur Online-Jobbörse StepStone
Pointer-Artikel zum "Gehaltsreport 2016"

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