Ein Praktikum bereitet dich in mehrerer Hinsicht auf die Berufswelt vor (Foto: goodluz/Shutterstock) Ein Praktikum bereitet dich in mehrerer Hinsicht auf die Berufswelt vor (Foto: goodluz/Shutterstock)
Berufsvorbereitung

Fünf Gründe für ein Praktikum

In den Semesterferien ein Praktikum machen? Klingt anstrengend, denken sich viele. Aber die Anstrengung lohnt sich. Einige Studis müssen zwar Klausuren schreiben, allerdings nicht alle - und nicht ständig. Aber warum sollte man dann in der freien Zeit nicht entspannen, Urlaub machen oder einfach nur von morgens bis abends Netflix schauen? Für ein Praktikum gibt es viele Gründe, selbst wenn es nicht Pflicht ist.
 


Lebenslauf

Der wohl wichtigste Grund für ein Praktikum ist dein Lebensflauf. Sieht der potentielle Arbeitgeber, dass du schon Erfahrung hast, stehen deine Chance deutlich besser. Das gilt übrigens auch, wenn du das Praktikum in einer anderen Branche gemacht hast. Der Personaler sieht trotzdem, dass du engagiert bist und nicht vor Arbeit wegläufst. Wichtig ist später nur, nicht unbedingt jedes kleinste Praktikum anzugeben, das du gemacht hast, sonst wirkt der Lebenslauf schnell aufgeblasen und unstrukturiert.
 


Sicherheit

Nicht nur bei einer Bewerbung kommt Erfahrung gut an. In vielen Studiengängen ist man als Student weit von der Arbeitswelt entfernt. Niemand kann dir sagen, ob der Beruf dir in der Preaxis wirklich liegt. Wenn du aber schon einmal in deinem zukünftigen Beruf gearbeitet hast, weißt du, wie der Hase läuft. Du fühlst dich nicht abrupt in die Arbeitswelt hineingeworfen und kannst entspannter starten. Die meisten Studiengänge führen zudem nicht direkt zu einem bestimmten Job. Selbst wenn du bereits eine Richtung bevorzugst, schadet es nicht, auch die andere Seite mal auszuprobieren. Vielleicht macht dir die Arbeit dort viel Spaß. Ein Praktikum schafft dir also die Sicherheit, dass du später die richtigen Entscheidungen triffst.
 


Vitamin B

Manche Dinge erreicht man leichter, wenn man gute Connections hat. Aber wenn man keine neuen Menschen kennenlernt, funktioniert das nicht. Wenn du ein Praktikum machst, lernst du automatisch neue Leute kennen. Ob Mitarbeiter, Vorgesetzte, Geschäftspartner oder sogar Kunden, jeder könnte dich deinem Ziel näher bringen. Es geht beim Praktikum also nicht nur darum, fleißig zu arbeiten und einen guten Eindruck zu hinterlassen, sondern auch darum, Kontakte zu knüpfen.
 


Neue Freunde

Du findest vielleicht nicht nur Arbeitskontakte. Wenn die Arbeitsumgebung es zulässt, schließt du möglicherweise sogar neue Freundschaften. Erst unterhält man sich in der Pause an der Kaffeemaschine, dann geht man mal was essen - und ehe man sich versieht, hat man einen Freund oder eine Freundin mehr. Wenn du für dein Praktikum in eine andere Stadt gehst, kannst du natürlich auch außerhalb des Jobs Leute kennenlernen, die du sonst nie getroffen hättest.
 


Erfahrungen

Ein Praktikum bewirkt vor allem eins: einen Tapetenwechsel. Egal, ob dein Praktikum weit weg oder nah dran stattfindet, du bekommst etwas zu sehen, was du sonst nicht erlebt hättest. Sich außerhalb der Komfortzone zwischen Wohnung und Uni zu bewegen, formt den Charakter und stimmt glücklich. Wenn du ein Praktikum machst, wirst du sicher mal einen Fehler machen. Aber das ist halb so schlimm, denn wie sagen die Eltern so gerne: Aus Fehlern lernt man. Besser also, du machst sie während des Praktikums - und nicht in deinem ersten Job.

Praktikumsplätze findest du beispielsweise über Seiten wie praktikum.info, meinpraktikum.de oder stepstone.de.

[Finn Wischer]

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