EY Studentenumfrage 2018

Studis wird Karriere weniger wichtiger

published: 18.08.2018

Der Traum von der schnellen Karriere und dem großen Geld? Laut einer neuen Studie streben immer weniger junge Menschen danach (Foto: El Narlz/shutterstock.com) Der Traum von der schnellen Karriere und dem großen Geld? Laut einer neuen Studie streben immer weniger junge Menschen danach (Foto: El Narlz/shutterstock.com)

Macht Geld allein glücklich? Immer mehr Studis scheinen zu einer eindeutigen Antwort zu kommen: Nein. Der berufliche Erfolg und das Erklimmen der Karriereleiter verliert für immer mehr junge Menschen an Bedeutung. Dies zeigt die neue EY Studentenstudie 2018 der Unternehmensberatung Ernst & Young, für die knapp 2.000 Studis an 27 Universitäten befragt wurden. So messen nur noch 41 Prozent der Befragten dem beruflichen Erfolg und einem hohen Gehalt eine große Bedeutung zu. Das sind 16 Prozent weniger als noch vor zwei Jahren.
 

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Familie steht für junge Menschen an erster Stelle

Was zählt im Leben? Für 70 Prozent der Studis steht die Familie an erster Stelle, für 66 Prozent spielen Freunde eine wichtige Rolle und 50 Prozent sehen die Freizeit als essenziell. Damit wird jungen Menschen das Privatleben immer wichtiger gegenüber der Zahl auf dem Konto. Überstunden zu machen, private Kontakte zu vernachlässigen und Hobbies einschlafen zu lassen – dazu sind immer weniger junge Menschen bereit.

Interessant ist, dass sich die Wertevorstellungen von weiblichen und männlichen Studis angleichen. Während vor zwei Jahren noch das Klischee vom karrierefixierten Mann und der auf die Familie konzentrierten Frau durch die Umfrage bestätigt wurde, sieht dies nun schon anders aus: Privates steht für die jungen Männer heute deutlich an erster Stelle. 62 Prozent gaben an, dass ihnen Familie und Freunde wichtig sind, für 50 Prozent ist dies die Familie. 45 Prozent der männlichen Studis ist beruflicher Aufstieg wichtig – vor zwei Jahren waren es noch 62 Prozent. Den weiblichen Studis ist dieser zu 38 Prozent wichtig. Auch für sie stehen mit 77 Prozent Familie, 70 Prozent Freunden und 50 Prozent Freizeit auf den ersten Plätzen.


 
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Womit kann der Arbeitgeber punkten?

Die nachlassende Karrierefixierung zeigt sich auch daran, was den jungen Menschen bei ihrem Arbeitgeber wichtig ist: Für 57 Prozent ist es immer noch die Jobsicherheit, die als erstes Kriterium bei der Auswahl des Arbeitgebers steht. Für 44 Prozent ist das Gehalt ausschlaggebend, 41 Prozent legen Wert auf flache Hierarchien und für 40 Prozent muss die Arbeit gut mit der Familie vereinbar sein. Der Punkt, gute Karriere- und Aufstiegschancen zu haben, ist für 39 Prozent wichtig. Vor zwei Jahren lag dieses Kriterium noch auf Platz zwei.

Studis sehen positiv in ihre Jobzukunft

Insgesamt sehen die Studis sehr positiv in ihre berufliche Zukunft: 92 Prozent sind davon überzeugt, nach dem Studium rasch einen Job zu finden. Dies liegt u.a. an der immer besser werdenden wirtschaftlichen Lage in Deutschland: 41 Prozent haben deshalb eine Verbesserung ihrer Jobchancen in den letzten Monaten verspürt. Zuversicht siegt somit über die Angst, nach dem Studium planlos dazustehen.

Dies liege auch daran, so Oliver Simon, Leiter der Personalabteilung bei Ernest & Young, dass junge Menschen heute immer bessere Ausgangssituationen auf dem Arbeitsmarkt vorfinden, die ihnen Sicherheit geben und es ihnen ermöglichen, sich auf Persönliches wie Familie, Freunde oder Freizeit zu konzentrieren. Der Fachkräftemangel sorgt zudem dafür, dass junge Menschen von Unternehmen umworben werden und oftmals zwischen verschiedenen Stellen wählen können.

Die komplette EY Studentenstudie 2018 kannst du hier nachlesen.
 

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Die Autorin: Jana Schütt

Die Autorin: Jana Schütt

1993 geboren. Aufgewachsen in einem Dorf in Niedersachen zwischen Kühen und katastrophalen Busverbindungen – gelandet in der zweitgrößten Stadt Deutschlands. Dann ging es für Jana erstmal ab in die Werbung, als Texterin arbeiten. Inzwischen ist sie an der Uni Hamburg, um etwas über Soziologie und Medien- und Kommunikationswissenschaften zu lernen. Die Pointer-Autorin mag kein Gemüse, Kartoffelchips findet sie aber voll okay. Größter Traum: Niklas Luhmann auf einen Pfefferminztee treffen.

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Links

Ernst & Young im Web
Die EY Studentenstudie 2018 im Web
Pressemitteilung zur EY Studentenstudie 2018

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