Studierende wollen nicht mehr Weihnachtsmann spielen (Foto: Von S_Photo) Studierende wollen nicht mehr Weihnachtsmann spielen (Foto: Von S_Photo)
Santa-Claus-Notstand

Studenten haben keine Lust mehr, Weihnachtsmann zu spielen

Mit Rauschebart und rotem Gewand unterm Tannenbaum stehen und einen Arm voller Geschenke an Kinder mit leuchtenden Augen verteilen, ist offenbar out. Denn: Studierende haben immer weniger Lust darauf, als Weihnachtsmann oder -frau zu jobben und fremde Familen und Vereine an Heiligabend mit ihrer Version von Santa Claus glücklich zu machen. Um die Rolle als rasender Weihnachtsmann haben sich in diesem Jahr so wenig Studis beworben, dass fast alle Studentenwerke in Deutschland die Vermittlung von Weihnachtsmännern aufgegeben haben, wie die dpa berichtet.
 


Dabei kann man an Heiligabend gutes Geld verdienen: Mit im Schnitt 500 Euro geht eine Weihnachtsfrau oder ein -mann nach Hause. Doch selbst private Vermittler von Santa-Claus-Darstellern klagen neuerdings über mangelnde Nachfragen von Arbeitsinteressierten. Offenbar sitzen eben nicht nur Studenten an Weihnachten lieber mit ihrer Familie auf der Couch, essen Lebkuchen und schlürfen Glühwein. Auch der Rest der potenziellen Arbeitnehmer packt an den Feiertagen lieber seine eigenen Geschenke aus.
 


Ja, ist denn ganz Deutschland faul geworden? Nein, es glimmt ein zarter Hoffnungsschimmer. An den Hochschulen in Siegen, Nordrhein-Westfalen, haben sich offenbar die diszipliniertesten Weihnachtsmann-Fans versammelt. Denn das dortige Studierendenwerk meldet als einziges, es könne auch in diesem Jahr Studenten im roten Mantel für die wichtige Heiligabend-Rolle vermitteln. Respekt, ihr Siegener Studis. Ho, ho, ho!

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Die Autorin: Heike Kevenhörster
Die Autorin: Heike Kevenhörster

Die Autorin: Heike Kevenhörster

Spaziergängerin, Karateka, Krimi-Fan. Die Redaktionsleiterin von Pointer wuchs in der RASTA-Stadt Vechta auf, studierte anschließend in Hamburg und London. Sie liebt Japan, Lebkuchen, Musik auf Vinyl, Judith Butler, James Brown, die 20er- und 60er-Jahre, Mod-Kultur und Veggie-Food.