Lohn und Gehalt

Frauen verdienen weiterhin ein Fünftel weniger

published: 14.03.2019

In Deutschland liegt der Gender Pay Gap weiterhin bei 21 Prozent (Foto: Popartic / Shutterstock.com) In Deutschland liegt der Gender Pay Gap weiterhin bei 21 Prozent (Foto: Popartic / Shutterstock.com)

Deutschland hat EU-weit einen der höchsten Verdienstunterschiede zwischen Frauen und Männern. Im Jahr 2018 blieb der unbereinigte Gender Pay Gap zwischen im Vergleich zum Vorjahr unverändert bei 21 Prozent. Dies teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des Equal Pay Day am 18. März mit. Frauen in Deutschland erhielten demnach einen durchschnittlichen Bruttostundenverdienst von 17,09 Euro gegenüber 21,60 Euro für Männer.

Unter den wichtigsten messbaren Gründe für den unbereinigten Gender Pay Gap ist die Tatsache, dass Frauen häufiger in Branchen und Berufen arbeiten, in denen schlechter bezahlt wird. Zudem erreichen sie seltener Führungspositionen. Auch arbeiten sie häufiger als Männer in Teilzeit und in Minijobs und verdienen deshalb im Durchschnitt pro Stunde weniger.
 

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Nach Angaben der Arbeitskräfteerhebung waren im Jahr 2017 in Deutschland 10,6 Millionen Personen von 20 bis 64 Jahren in Teilzeit beschäftigt. Der Anteil der Teilzeitbeschäftigten an allen Erwerbstätigen lag bei 27 Prozent. Allerdings war fast jede zweite erwerbstätige Frau (47 Prozent) in Teilzeit tätig. Unter den Männern betrug dieser Anteil nur 9 Prozent.

Der überwiegende Teil der teilzeitarbeitenden Frauen gab als Hauptgrund die Betreuung von Kindern oder Pflegebedürftigen (31 Prozent) beziehungsweise andere familiäre oder persönliche Verpflichtungen (18 Prozent) an. Ein großer Teil der Männer nannte hingegen als Hauptgrund für die Teilzeitbeschäftigung eine parallel laufende Ausbildung oder berufliche Fortbildung (25 Prozent).
 

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Rund drei Viertel des Verdienstunterschieds zwischen Männern und Frauen sind strukturbedingt. Das verbleibende Viertel des Verdienstunterschieds entspricht dem bereinigten Gender Pay Gap. Demnach verdienten Arbeitnehmerinnen im Durchschnitt auch unter der Voraussetzung vergleichbarer Tätigkeit und äquivalenter Qualifikation im Jahr 2014 pro Stunde 6 Prozent weniger als Männer.

[PA]

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