Arbeitsleben

LGBT-Menschen fühlen sich diskriminiert

published: 17.05.2019

Am 17. Mai ist der internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie (IDAHOBIT) (Foto: Gustavo Frazao / Shutterstock.com) Am 17. Mai ist der internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie (IDAHOBIT) (Foto: Gustavo Frazao / Shutterstock.com)

Am 17. Mai ist der internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie (IDAHOBIT). 1990 hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) an diesem Tag Homosexualität von ihrer Liste der psychischen Krankheiten gestrichen. Aus diesem Anlass hat das Familienministerium in Nordrhein-Westfalen (NRW) eine Sonderauswertung der Studie "Out im Office?!" für das Bundesland beauftragt.

Auf Basis der bundesweiten Studie "Out im Office?!" von 2017 werteten das Institut für Diversity- & Antidiskriminierungsforschung (IDA) in Zusammenarbeit mit der Hochschule Fresenius auch die Daten von bisexuellen und Trans-Personen für Beschäftigte in NRW aus. Staatssekretär Andreas Bothe äußert sich besorgt über die Ergebnisse. "Die Sonderauswertung für NRW hat ergeben, dass fast dreiviertel aller lesbischen und schwulen Befragten und eine noch größere Zahl der Trans-Personen arbeitsplatzrelevanter Diskriminierung ausgesetzt sind. Das ist inakzeptabel."
 

Tweet

Aktivierung erforderlich
Nach deiner Zustimmung werden alle Tweets von Twitter auf www.pointer.de aktiviert. Wir weisen dich darauf hin, dass dann Daten an Twitter übermittelt werden. Du kannst dies auf der Datenschutzseite rückgängig machen.

Datenschutz


Der Anteil derer, die Diskriminierung insgesamt erfahren haben, ist laut der Studie nach wie vor sehr hoch. Für NRW und die Bundesrepublik ergeben sich ähnliche Werte: Nur ein Viertel (26,1 Prozent) der lesbischen und schwulen Befragten hat in keiner Form Diskriminierung erlebt. Bei Trans-Personen sind dies nur 14 Prozent und bei bisexuellen Befragten liegt der Wert bei null Prozent. Trans-Beschäftigte berichten zumeist zwei- bis dreimal so häufig von Diskriminierungserfahrungen wie lesbische, schwule und bisexuelle Personen. Ein großer Anteil der Diskriminierungserfahrungen (circa 50-65 Prozent) ist dabei im Rahmen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes relevant. Eein erheblicher Anteil (circa 10-40 Prozent) ist daneben von strafrechtlicher Bedeutung.
 

Tweet

Aktivierung erforderlich
Nach deiner Zustimmung werden alle Tweets von Twitter auf www.pointer.de aktiviert. Wir weisen dich darauf hin, dass dann Daten an Twitter übermittelt werden. Du kannst dies auf der Datenschutzseite rückgängig machen.

Datenschutz


"Insgesamt zeigt sich, dass lesbische und schwule Beschäftigte innerhalb der letzten 20 Jahre zunehmend offener mit ihrer sexuellen Identität am Arbeitsplatz umgehen können – in NRW sogar noch etwas mehr als im Vergleich zu Deutschland. Dennoch berichten die Befragten genauso häufig wie vor zehn Jahren von Diskriminierungserfahrungen", fasst Florian Meinhold, wissenschaftlicher Mitarbeiter des IDA, die Ergebnisse zusammen. Auch für NRW könne festgestellt werden, dass sich Homo-, Bi- und Trans*-Negativität in erheblichem Ausmaß negativ auf die Arbeitszufriedenheit auswirke, ergänzt Prof. Dr. Dominic Frohn, wissenschaftlicher Leiter des IDA und Professor an der Hochschule Fresenius.
 

Tweet

Aktivierung erforderlich
Nach deiner Zustimmung werden alle Tweets von Twitter auf www.pointer.de aktiviert. Wir weisen dich darauf hin, dass dann Daten an Twitter übermittelt werden. Du kannst dies auf der Datenschutzseite rückgängig machen.

Datenschutz


 

Tweet

Aktivierung erforderlich
Nach deiner Zustimmung werden alle Tweets von Twitter auf www.pointer.de aktiviert. Wir weisen dich darauf hin, dass dann Daten an Twitter übermittelt werden. Du kannst dies auf der Datenschutzseite rückgängig machen.

Datenschutz



[PA]

Links

Hochschule Fresenius im Web
Institut für Diversity- & Antidiskriminierungsforschung (IDA) im Web

Gefällt's? Teile es.

Das könnte dich auch interessieren:

Services
Service

Hochschulkarte

Suche

Mimadeo / shutterstock.com
Über 19.000 Studiengänge an 747 Hochschulstandorten
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung