Es gibt einige Dinge, auf die du bei deinem Studentenjob achten solltest. Welche das sind, verrät dir Pointer (Foto: GaudiLab/Shutterstock.com) Es gibt einige Dinge, auf die du bei deinem Studentenjob achten solltest. Welche das sind, verrät dir Pointer (Foto: GaudiLab/Shutterstock.com)
Ratgeber

So erkennst du üble Studentenjobs

Du brauchst dringend einen Nebenjob? Schau lieber genau hin! Auch wenn das zusätzliche Geld auf dem Konto verlockend wirkt, gibt es einige Dinge, auf die du bei deinem Studentenjob achten solltest, damit du nicht ausgenutzt oder betrogen wirst. Pointer hat fünf Anzeichen für dich, an denen du einen üblen Studentenjob erkennst.

Arbeitsvertrag ist ein Muss

Wenn du ein Beschäftigungsverhältnis eingehst, verzichte niemals auf einen Arbeitsvertrag. Sollte die Firma einen Arbeitsvertrag für unnötig halten, kann diese nicht seriös sein. Auf den Vertrag kannst du dich nämlich berufen, wenn es Uneinigkeiten gibt, etwa beim Überweisen des Geldes oder der Arbeitszeit. Mindestens diese beiden Dinge sollten in einem Arbeitsvertrag festgeschrieben sein. Damit du nicht etwas unterschreibst, was du gar nicht erfüllen kannst oder willst, lies dir den Vertrag sorgfältig durch und lass dich nicht zur Unterschrift drängen. Bei einem seriösen Angebot kann die Unterzeichnung auch ein paar Tage warten. Geh also lieber auf Nummer sicher und lass dir etwas Zeit bei deiner Entscheidung.
 


Fehlende Kontaktdaten

Heutzutage findest du die meisten Studentenjobs über das Internet. Dabei solltest du besonders darauf achten, dass bei der Stellenanzeige, die dich interessiert, nicht nur eine Telefonnummer oder eine E-Mail-Adresse angegeben ist. Es muss von Anfang an klar sein, mit wem du Kontakt aufnimmst. Sowohl der Name der Arbeitgeberfirma und des Ansprechpartners als auch die Anschrift des Unternehmens sind Pflichtangaben. Sind diese nicht vorhanden, ist Vorsicht geboten. Überprüfe die Kontaktdaten außerdem auf der Internetseite des Unternehmens.
 


Vorstellungsgespräch im Hotel?

Du hast dich auf ein Stellenangebot beworben und wurdest tatsächlich zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Aber nicht zum Firmensitz ins Büro, sondern in ein Hotel oder eine Bar? Vielleicht hat das Unternehmen gar keinen Firmensitz, was an der Seriosität zweifeln lässt. Natürlich kann die Auslagerung des Vorstellungsgesprächs auch andere Ursachen haben, wie etwa Renovierungsarbeiten. In diesem Fall sollte der Arbeitgeber die Gründe transparent machen und dir die Chance geben, die Räumlichkeiten zumindest anzuschauen. Vielleicht befindet sich der Sitz des Unternehmens auch in einer anderen Stadt. Dann könnte ein Treffen in einem Café oder Sitzungszimmer eines Hotels durchaus sinnvoll sein. Niemals jedoch solltest du eine Einladung in ein privates Hotelzimmer annehmen.
 


Zu schön, um wahr zu sein

Wenn du bei einer Stellenanzeige den Gedanken hast: "Das klingt zu schön, um wahr zu sein", sind die Versprechungen oft auch nicht die Wahrheit. Viel zu hohes Gehalt für viel zu wenig Arbeit? Die Tätigkeit an sich wird hingegen kaum beschrieben? Mit diesen Angeboten locken einige "Firmen" Studenten in unseriöse Arbeitsverhältnisse. Wenn du auch noch Vorleistungen erbringen sollst, die dich vielleicht teuer zu stehen kommen oder deine Zeit verschwenden, ist Vorsicht geboten.
 


Herausgabe persönlicher Daten

Mit deinen persönlichen Daten solltest du immer sehr vorsichtig umgehen. Vor der sorgfältigen Prüfung und Unterzeichnung deines Arbeitsvertrags bekommt der Arbeitgeber auch keine Kontodaten von dir. Auch wenn dir im Voraus bereits Geld überwiesen werden soll, musst du hellhörig werden. Warum sollte dir jemand Geld überweisen, wenn du dafür noch gar nichts getan hast? In den meisten Fällen kann man in so einer Situation von einem Betrugsfall ausgehen. Egal wie dringend du das Geld brauchst, derartige Vereinbarungen bringen nur Probleme.
 


Lass dich nicht ausnutzen!

Du hast schon einen Studentenjob, bekommst aber zunehmend das Gefühl, dass du ausgenutzt wirst? Lass dir das nicht gefallen! In deinem Arbeitsvertrag sollten deine Arbeitszeit und dein Gehalt festgelegt sein. Darauf kannst du dich berufen. Unmengen an Überstunden, die womöglich nicht bezahlt werden, sind nicht in Ordnung. Einige Arbeitgeber denken vielleicht, sie können mit der Beschäftigung von Studenten anstelle von ausgebildeten Fachkräften Geld sparen. Aber ein Studentenjob - oft auf Mini-Job-Basis - ersetzt keine volle Arbeitsstelle. Suche das Gespräch mit deinem Chef und informiere dich vorher über die Rahmenbedingung eines Mini-Jobs und der Beschäftigung von Studenten. Dann bist du gut vorbereitet und musst nicht alles glauben, was dein Chef dir weismachen will.
 

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Die Autorin: Hannah Reuter
Die Autorin: Hannah Reuter

Die Autorin: Hannah Reuter

Hobbyköchin, Schoko-Junkie, Ordnungsfreak: In Hannover geboren und aufgewachsen, unternahm Hannah nach dem Abi eine Interrailreise quer durch Europa. Anschließend zog sie der Traum vom Journalismus in die Medienstadt Hamburg, wo sie seit 2018 Politikwissenschaft studiert. Sie liebt es zu reisen, erkundet momentan aber vor allem ihre Wahlheimat. Für Pointer schreibt Hannah über Themen rund ums Studium und den Uni-Alltag.