Vorzeigbare Profile

Social-Media-Hygiene vor Bewerbungen

published: 07.06.2020

Du bewirbst dich auf deine Wunschstelle? Mach deine Social-Media-Profile präsentabel! (Foto: Kae B Yuki/Shutterstock.com) Du bewirbst dich auf deine Wunschstelle? Mach deine Social-Media-Profile präsentabel! (Foto: Kae B Yuki/Shutterstock.com)

Ein sauber formuliertes Anschreiben, ein lückenloser Lebenslauf und gute Zeugnisse. So oder ähnlich könnte die perfekte Bewerbung aussehen. Doch das Foto in der gut sortierten Bewerbungsmappe ist längst nicht mehr die einzige Möglichkeiten für Personalchefs, einen ersten Eindruck ihrer Job-Aspiranten zu bekommen. Fast alle Menschen hinterlassen heutzutage im Internet Spuren - und das Internet, so heißt es, vergisst nicht. Chefs, die neugierig auf die Persönlichkeit ihrer Bewerbern sind, haben in sozialen Netzwerken beste Chancen, einen ungefilterten Eindruck zu erhalten. Laut einer Umfrage des Digitalverbands "Bitkom" von 2018 informieren sich 63 Prozent der befragten Unternehmen im Bewerbungsverlauf in den sozialen Medien. Pointer weiß, was gut und was schlecht ankommt und wie du deine Social-Media-Profile für die Bewerbungsphase vorbereitest.

Privat oder öffentlich?

Die großen sozialen Netzwerke bieten ihren Nutzern grundsätzlich die Möglichkeit, die Profile öffentlich oder privat zu schalten. Bei den meisten Jobs ist es völlig okay, wenn du dein Profil auf privat gestellt hast und nur Freunde deine Inhalte sehen. Für Bewerbungen in Bereichen wie Social-Media-Marketing ist es aber mitunter nötig, auch sich selbst in den sozialen Netzwerken zu präsentieren. In diesem Fall ist es nicht verkehrt, ein bisschen mehr Zeit aufzuwenden, und mal ordentlich aufzuräumen.
 

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Google

Sich selbst zu googeln, ist nicht zwangsläufig Ausdruck übertriebener Eitelkeit. Auf diese Art erfährst du dasselbe über dich wie der Personaler, auf dessen Schreibtisch deine Bewerbung liegt. Persönliche Informationen, die man nicht über sich lesen will, können auf Antrag aus den Google-Ergebnissen entfernt werden.

Facebook

Bei Facebook kann man für jeden Beitrag einzeln festgelegen, wer ihn sehen kann. Zwar wird grundsätzlich der persönliche Standard angewandt, bei man in den Einstellungen mal gewählt hat. Bei den meisten ist das wohl "Nur für Freunde sichtbar", aber es schadet nicht, sein Profil auf die für die Öffentlichkeit sichtbaren Beiträge und Fotos hin zu überprüfen. Facebook bietet dazu eine Option auf der Profilseite, die sich hinter dem Button mit den drei Punkten im Titelbild verbirgt und "Anzeigen aus der Sicht von" heißt. In der Grundeinstellung zeigt das Netzwerk die Sichtweise von "Öffentlich" an. So würde also auch ein potenzieller Chef dein Profil sehen. Dein Titelbild und Profilfoto sind immer sichtbar. Auch die dazugehörigen Likes und Kommentare sind für jeden erkennbar. Alles andere kannst du verstecken. Bei den beiden sichtbaren Fotos solltest du darauf achten, dass sie dich von deiner guten Seite zeigen. Das Bewerbungsfoto als Profilbild ist zu viel des Guten, das Bikinifoto am Strand hingegen zu privat. Wähle einen Mittelweg, beispielsweise einen Schnappschuss, auf dem du sympathisch lächelst. Vorsicht gilt auch bei den "Gefällt mir"-Angaben. Deren Sichtbarkeit kannst du ebenfalls in den Einstellungen verwalten. Wer diese öffentlich anzeigen will, sollte diese auf Bewerbungskompatibilität überprüfen. Likes, die zum Berufsfeld passen, können positiv wirken.
 

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Instagram

Das Instagram-Profil lässt sich komplett sperren und nur für Freunde sichtbar schalten. Wer die große Bühne sucht und ein geöffnetes Profil pflegt und beibehalten will, ist gut beraten, den eigenen Feed sorgsam durchzugehen. Chefs wollen auf Instagram das sehen, was die meisten Menschen interessant finden: ein abwechslungsreiches Profil, das mit eigenen Fotos das persönliche Leben darstellt. Zu viele Fotos des selben Typs wirken schnell monoton. Besonders problematisch sind dabei Selfies (wirken selbstverliebt) und Partybilder (Alkoholproblem?). Aber auch das eigene Haustier kann zum Problem werden, wenn der Personaler denkt: Soll der Hund etwa mit ins Büro?

WhatsApp

Der beliebteste und am weitesten verbreitete Messenger wird von vielen nicht als soziales Netzwerk wahrgenommen und ist dies tatsächlich nur in eingeschränktem Maße. Doch auch hier haben die meisten Nutzer ein Profilbild, teilen ihren Status und erstellen Stories. Das kann jeder einsehen, der die Nummer gespeichert hat. In Zeiten, da kaum noch jemand Festnetzanschlüsse benutzt, geben die meisten Bewerber Handynummern an. Den WhatsApp-Status "verkatert" können dann auch Personalchefs lesen.
 

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Twitter

Die wenigsten Menschen haben ihr Twitter-Profil auf "privat" geschaltet. Es ist leicht, sich hier vor aller Welt eine Blöße zu geben. Ein kleiner Lapsus ist schnell getweetet und vergessen. Blöd wird es, wenn der peinliche Tweet von Jan Böhmermanns Team oder dem Traum-Arbeitgeber gefunden wird. Die Massen seiner Tweets durchzugehen, ist ein langwieriger Prozess. Twitter hält stets die letzten 3200 Tweets vor. Auch vergebene Likes können unangenehm sein. Es gibt im Internet zwar Tools für die massenhafte Löschung von Tweets und Likes, deren Nutzung empfiehlt Twitter aber nicht. Es könne zu Problemen kommen.

Inkognito

Man kann sich die große Aufräum-Aktion in den sozialen Netzwerken sparen, indem man dort einfach nicht mit seinem Klarnamen unterwegs ist. Solange der Alias nicht zu offensichtlich ist, wird ein Personaler die Suche schnell aufgeben. Es gibt allerdings Chefs, die in der Umfrage von "Bitkom" angegeben haben, Bewerber ohne Social-Media-Profil grundsätzlich abzulehnen. Noch sind diese aber eine Minderheit.
 

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Die genannten Kniffe lassen sich auf andere Netzwerke übertragen. Für beruflich orientierte Networking-Plattformen wie XING gilt: Privates hat dort grundsätzlich nichts verloren. Zumindest auf dem Feld der sozialen Medien solltest du somit gut aufgestellt sein.

Der Autor: Hauke Koop

Der Autor: Hauke Koop

In Lüneburg geboren und aufgewachsen, zog es Hauke für die Ausbildung nach Hamburg. Im Anschluss begann er in der Hansestadt ein Studium der Politikwissenschaft. Der Cineast und Serienjunkie fährt gerne lange Strecken mit dem Fahrrad und findet Radrennen auch im Fernsehen spannend. Für Pointer schreibt er unter anderem über Filme, Musik und aktuelle (Uni-) Themen.

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