App "SoliD – solidarisches Deutschland"

Studenten wollen Freiwillige als Erntehelfer vermitteln

published: 01.04.2020

Mit Hilfe einer App wollen Studierende Landwirte in Not und Erntehelfer zusammenbringen (Foto: hlphoto/Shutterstock.com) Mit Hilfe einer App wollen Studierende Landwirte in Not und Erntehelfer zusammenbringen (Foto: hlphoto/Shutterstock.com)

Erdbeeren, Spargel und andere Lebensmittel müssen in den kommenden Wochen geerntet werden, andernfalls verdirbt die Ernte auf den Feldern. Doch seit Mittwoch dürfen die jährlich knapp 300.000 ausländische Saisonarbeitskräfte wegen verschärfter Infektionsschutzregeln im Zuge der Corona-Pandemie nicht einreisen. Durch die geschlossenen Grenzen fallen Saisonarbeitskräfte aus Polen, Rumänien und Bulgarien bis auf Weiteres aus. In dieser Situation wollen zwei Studenten der Universität Hohenheim in Stuttgart helfen. Mit ihrer App "soliD – solidarisches Deutschland" wollen Timo Grupp und Christian Bidlingmaier in Not geratene Landwirte und solidarische Erntehelfer zusammenbringen.




Als sie von dem Programmier- und Designwettbewerb der Bundesregierung #WirVsVirus erfuhren, verloren sie keine Zeit. Per Video-Chat erweiterten sie ihr Team mit ihren Mitstreitern Michel Meier, Marco Walz und Vytautas Macionis, die über das notwendige Know-how in Sachen Software-Entwicklung und IT verfügen. Über die Hackaton-Community holten sie in den folgenden Tagen weitere Unterstützung ein. Ergebnis mehrerer Nachtschichten ist der Prototyp für die mobile App "SoliD – solidarisches Deutschland", den das Hackaton-Team nun in einem YouTube-Video präsentiert.

soliD - solidarisches Deutschland; #WirVsVirus; #hACKERN; #wirACKERN


So funktioniert die App

Landwirte können sich über die App kostenlos registrieren und wichtige Angaben zur Art, Umfang und Rahmenbedingungen der Arbeit machen: u.a. zu Stundenlohn, Übernachtungs- und Abholmöglichkeiten. Oder zur Mindestarbeitszeit, weil sich für viele Betriebe eine Hilfstätigkeit erst lohnt, wenn diese für einen bestimmten Zeitraum durchgeführt wird. Aber auch die Art der Kulturen spielt eine Rolle, um etwaige Allergien zu berücksichtigen.Hilfswillige können zunächst ohne Registrierung nach Betrieben in ihrer Umgebung suchen und Gesuche über Social-Media-Kanäle teilen. Um ihre Hilfe konkret anzubieten, registrieren sie sich mit ihrer Handynummer. Das bisherige Fazit der Hackton-Teams: "Wir haben gelernt, dass man auch von zu Hause sehr produktiv arbeiten kann. Wenn alle motiviert sind entsteht in kurzer Zeit ein kreativer und produktiver Prozess, welcher innerhalb des knappen Zeitraums tolle Ergebnisse ermöglicht!"
 

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Hackathon #WirVsVirus

Der Hackathon #WirVsVirus war eine gemeinsame Veranstaltung von Bundesregierung und sieben sozialen Initiativen gegen das Coronavirus. Konkret handelte es sich um einen sehr großen Programmierwettbewerb. Das Ziel: binnen 48 Stunden kreative Lösungen zu finden, die im Umgang mit der Corona-Pandemie helfen könnten. Insgesamt haben sich fast 40.000 Menschen aktiv engagiert, um rund 1.500 Projekte aus den knapp 3.000 Herausforderungen, sogenannte "Challenges" im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie zu bearbeiten. Bald wird eine Jury besonders herauszuhebende Projekte benennen.

[PA]

Links

Präsentation "soliD – solidarisches Deutschland"
Hackathon #WirVsVirus im Web

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