Unternehmensgründung

Start-up gründen im Studium: Das solltest du beachten

published: 12.10.2020

Diese Tipps helfen dir dabei, während des Studiums ein Start-up zu gründen (Foto: Artur Szczybylo/Shutterstock.com) Diese Tipps helfen dir dabei, während des Studiums ein Start-up zu gründen (Foto: Artur Szczybylo/Shutterstock.com)

Du hast eine innovative Idee und brennst darauf, sie endlich umzusetzen? Dann gründe doch dein eigenes Start-up! Die Zeit während des Studiums eignet sich sehr gut für eine Unternehmensgründung: Du hast geringe Ausgaben, oft noch keine Verpflichtungen und bekommst meist sogar noch finanzielle Unterstützung. Spring über deinen Schatten und trau dich zu gründen. Pointer hat acht Tipps, die dir auf deinem Weg zu einem erfolgreichen Start-up helfen können.

1. Lehrplan anpassen

Wenn du dich dafür entscheidest, ein Start-up zu gründen, solltest du ausreichend Zeit für dein neues Projekt einplanen. Ein eigenes Unternehmen baut sich nicht von alleine auf. Rechne damit, dass du in Zukunft weniger Zeit für dein Studium haben wirst. Um dein Stresslevel langfristig zu reduzieren, solltest du deinen Lehrplan an deine unternehmerischen Tätigkeiten anpassen. Verringere am besten deinen Stundenaufwand im Semester und schiebe lieber einige Kurse nach hinten. Das verschafft dir die nötige Zeit, dein Start-up weiterzuentwickeln. Wenn du am Ende deines Studiums ein erfolgreiches Unternehmen vorweisen kannst, wird niemand danach fragen, warum du einige Semester länger studiert hast. Achte dabei jedoch darauf, dass du deine Pflichtkurse im Blick behältst und sie rechtzeitig belegst, damit du deinen Abschluss irgendwann wirklich in der Tasche hast.
 

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2. Urlaubssemester einlegen

Solltest du in der Zeit nach der Gründung deines Start-ups merken, dass dein Vorhaben mehr Zeit als erwartet in Anspruch nimmt, leg bei deinem Studium ein Urlaubssemester ein. Das kannst du ganz einfach bei deiner Hochschule beantragen, um dich ein volles Semester lang nur auf dein Unternehmen zu konzentrieren. In diesem halben Jahr kannst du viel schaffen und dafür sorgen, dass du in der Zeit danach Start-up und Studium besser unter einen Hut bekommst. Bring dein Unternehmen während des Urlaubssemesters richtig voran und nutze die Zeit so effektiv wie möglich. Ein Urlaubssemester ist keine Seltenheit und wird dir mit einer erfolgreichen Unternehmensgründung im Lebenslauf garantiert keine Nachteile auf dem Arbeitsmarkt verschaffen.

3. Unterstützung suchen

Selbst bei der Gründung eines kleinen Start-ups bist du nicht zwangsläufig auf dich allein gestellt. An vielen Hochschulen gibt es Anlaufstellen für junge Gründer, bei denen du dir Unterstützung holen kannst. Experten vor Ort helfen dir bei allen Aspekten der Unternehmensgründung - von den formellen Regelungen über die Kontaktaufnahme zu anderen Gründern bis hin zur konkreten Umsetzung deiner Idee. Du findest dort einen Ansprechpartner, der dich bei bestimmt hin und wieder auftretenden Problemen unterstützt und von dessen Erfahrung du profitieren kannst. Auch Räumlichkeiten stehen dort häufig zur Verfügung, die du und möglicherweise dein Partner für die Arbeit an eurem Unternehmen nutzen könnt.
 

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4. Netzwerk aufbauen

Die Anlaufstellen für Gründer bieten die perfekte Möglichkeit, um dir schnell und einfach ein Netzwerk aufzubauen. Dort triffst du Gleichgesinnte, die ebenfalls Lust auf gegenseitigen Austausch haben. Darüber hinaus ist auch die Hochschule ein guter Ort zum Netzwerken. Neben den anderen Studierenden kannst du dort einfach Kontakt zu Professorinnen und Professoren aufnehmen, die Experten auf ihrem Gebiet sind und dich mit ihrem Wissen und ihren Kontakten vielleicht weiterbringen können. Auch Kooperationen der Hochschule mit Unternehmen beispielweise im Rahmen von Projekt- oder Abschlussarbeiten können dir Türen öffnen. Fachhochschulen holen auch oft Dozenten aus der Wirtschaft in ihr Team, an die du dich ebenfalls wenden kannst. So baust du dir in verschiedenen Bereichen ein vielfältiges Netzwerk auf, von dem du im Laufe deiner Gründer-Karriere häufig profitieren wirst.

5. Gründungsstipendium in Anspruch nehmen

Die Finanzierung eines eigenen Unternehmens ist für die meisten Gründer im Studium ein großes Thema. Neben den eigenen Rücklagen und externen Investoren sind Gründungsstipendien eine Möglichkeit, dein Start-up zu finanzieren. Auch darüber kannst du dich bei der Anlaufstelle für junge Gründer in deiner Stadt informieren. Dort bekommst du auch Hilfe beim Ausfüllen der nötigen Anträge und Tipps, wie du dein Vorhaben am sinnvollsten formulierst, um eine Chance auf Erfolg zu haben. Such dir gezielt ein Gründungsstipendium aus, das thematisch zu deinem Start-up und zu deiner Vision passt. Vielleicht setzt du dich mit deinem Unternehmen für mehr Nachhaltigkeit ein oder legst den Fokus auf ein soziales Problem unserer Gesellschaft. Für viele verschiedene Bereiche gibt es passende Stipendien, um die du dich bewerben kannst.
 

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6. Weiterbildungsmöglichkeiten nutzen

Neben möglichen Stipendien kannst du noch auf andere Weise von deinem Studierendenstatus profitieren: Viele Hochschulen bieten kostenlose Weiterbildungen für ihre Studierenden an. Nutze diese Angebote, um dein Profil als Unternehmer zu schärfen. Welche Themen sind für dich und dein Start-up relevant? In welchen Bereichen hast du Nachholbedarf? Suche dir passende Veranstaltungen raus, um dich und dadurch auch dein Unternehmen weiterzuentwickeln. Im Idealfall erhältst du nach Abschluss des Kurses ein Zertifikat, mit dem du deine Qualifikation belegen kannst.

7. BAföG-Regelungen im Blick behalten

Auch wenn du dich im Studium mit deinem eigenen Unternehmen selbstständig machst, hast du weiterhin Anspruch auf BAföG - vorausgesetzt, du hast überhaupt Anspruch auf diese Unterstützung. Allerdings solltest du deine Finanzen langfristig im Blick behalten. Wenn du mit deinem Start-up bereits Geld verdienst, darfst du einen jährlichen Gewinn von 4.221 Euro nicht überschreiten. Dieser Wert gilt abzüglich deiner gesamten Ausgaben. Du kannst also grundsätzlich auch einen höheren Umsatz machen, solange du genug Ausgaben hast, um auf den genannten Betrag zurückzufallen. Solltest du mal einen höheren Gewinn haben, hat das keine langfristigen Auswirkungen auf deine BAföG-Summe. Du musst lediglich den Differenzbetrag zurückzahlen, wenn du dem BAföG-Amt die Information so schnell wie möglich übermittelst.
 

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— stwdo September 24, 2020

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8. Kindergeld und Krankenversicherung

Neben den Regelungen für BAföG solltest du dich über andere Formalia wie Kindergeld und Krankenversicherung informieren. Die Zahlung des Kindergeldes ist völlig unabhängig davon, wie viel du während deines Studiums verdienst. Solange es sich dabei um deine Erstausbildung handelt und du das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet hast, steht dir beziehungsweise deinen Eltern die festgelegte Summe Kindergeld zu. Bei Unklarheiten kannst du dich zur Sicherheit an die Kindergeldstelle wenden, um deine persönliche Situation zu besprechen.




Auch über die Krankenversicherung solltest du dich schlau machen: Wenn du unter 25 Jahre alt bist und mit deiner nebenberuflichen Selbstständigkeit nicht mehr als 455 Euro im Monat verdienst, kannst du in der Regel familienversichert bleiben. In diesem Fall musst du keinen eigenen Beitrag zahlen. Bist du bereits älter als 25 Jahre, kannst du dich eventuell in der "Studentischen Krankenversicherung" versichern lassen und zahlst einen etwas günstigeren Beitrag. Damit du diese Versicherung auch als Gründer eines Start-ups in Anspruch nehmen kannst, muss deine selbstständige Tätigkeit als nebenberuflich eingestuft werden. Wende dich am besten direkt an deine Krankenkasse, um die Möglichkeiten in deinem individuellen Fall zu prüfen.


 
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Die Autorin: Hannah Reuter

Die Autorin: Hannah Reuter

Hobbyköchin, Schoko-Junkie, Ordnungsfreak: In Hannover geboren und aufgewachsen, unternahm Hannah nach dem Abi eine Interrailreise quer durch Europa. Anschließend zog sie der Traum vom Journalismus in die Medienstadt Hamburg, wo sie seit 2018 Politikwissenschaft studiert. Sie liebt es zu reisen, erkundet momentan aber vor allem ihre Wahlheimat. Für Pointer schreibt Hannah über Themen rund ums Studium und den Uni-Alltag.

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