Nach dem Vorstellungsgespräch wandert der Blick oft erwartungsvoll aufs Handy. Pointer hat Tipps, wie du mit der Wartezeit umgehst (Foto: Jack Anstey/Rawpixel.com) Nach dem Vorstellungsgespräch wandert der Blick oft erwartungsvoll aufs Handy. Pointer hat Tipps, wie du mit der Wartezeit umgehst (Foto: Jack Anstey/Rawpixel.com)
Bewerbung

Ruhe bewahren nach dem Vorstellungs­gespräch

Endlich hast du das lang ersehnte Vorstellungsgespräch hinter dich gebracht. Mit den Worten "Wir melden uns bei Ihnen" haben sich die Personaler von dir verabschiedet. Aber wann wird das sein? Und wie wird die Antwort ausfallen? Nach dem Vorstellungsgespräch beginnt die Zeit des Wartens und des Hoffens. Pointer hat sieben Tipps für dich, wie du trotz der Anspannung die Ruhe bewahrst.

1. Zeitrahmen erfragen

Wenn du schon einige Vorstellungsgespräche und damit auch sich anschließende Wartezeit hinter dir hast, warst du dieses Mal vielleicht so schlau, nach einem Zeitrahmen zu fragen. Am Ende des Gesprächs könntest du die Verantwortlichen darauf ansprechen, wann du mit einer Antwort rechnen kannst. In vielen Fällen teilen dir die Personaler aber auch von sich aus eine ungefähre Frist mit, bis wann sie sich für einen Bewerber entscheiden. Hast du einen konkreten Termin bekommen, kannst du auch beim potenziellen Arbeitgeber nachhaken, wenn du etwa zwei Tage nach dem Termin immer noch nichts vom Unternehmen gehört hast. Mit einer unaufdringlichen Mail zur kurzen Erinnerung zeigst du dein Interesse an der Stelle.
 


2. In den Arbeitgeber hineinversetzen

Für dich dreht sich die nächste Zeit nach dem Bewerbungsgespräch alles um die mögliche Zu- oder Absage. Den ganzen Tag schaust du immer wieder unruhig aus Handy, um bloß keinen Anruf zu verpassen. Das sieht bei deinem möglichen Arbeitgeber vermutlich anders aus. Die Geschäfte laufen schließlich trotz der Bewerbungen weiter. Versetz dich in die Lage des Arbeitgebers hinein und gib den Personalern ein wenig Zeit für die Entscheidung. Je nach Unternehmen kann der Auswahlprozess ein bis zwei Wochen, in seltenen Fällen sogar noch länger dauern. Vielleicht warten die Verantwortlichen auch die Zusage ihres Favoriten ab, bis sie den Mitbewerbern absagen. Sollte der erste Kandidat abspringen, hast du wieder eine Chance auf den Job - also immer positiv bleiben.

3. Gespräch Revue passieren lassen

Wenn dir das Gespräch nicht aus dem Kopf geht, lass es einmal ausführlich Revue passieren. Geh einfach jede Frage der Personaler nochmal durch und überleg, ob deine Antwort passend war oder was du vielleicht beim nächsten Mal besser machen könntest. Mit dieser Technik denkst du einmal bewusst über das Gespräch nach und kannst es anschließend einfacher aus deinen Gedanken verbannen. Mach dir dabei immer wieder klar, dass das Vorstellungsgespräch vorbei ist und du sowieso nichts mehr daran ändern kannst. Sollten dir im Nachhinein Fehler auffallen, betrachte das Gespräch einfach als Übung für kommende Bewerbungen. Denn mit jedem Vorstellungsgespräch wirst du sicherer und kannst dich immer besser als geeigneter Kandidat präsentieren.
 


4. Familie und Freunde um Rat bitten

Sollten dir bestimmte Fragen der Personaler gar nicht mehr aus dem Kopf gehen, bitte deine Familie und deine Freunde um Rat. Oft siehst du dich selbst viel zu negativ. Eine weitere Sicht auf das Gespräch wird dir garantiert gut tun. Vielleicht findet deine Freundin deine Antwort super oder würde einer bestimmten Frage gar nicht so viel Bedeutung zumessen. In den meisten Fällen bist du selbst dein schärfster Kritiker, sodass die Meinung deiner Familie und deiner Freunde wahre Wunder in Bezug auf deine Stimmung bewirken kann.

5. Unsicherheit bewusst aushalten

Konntest du die Verantwortlichen von dir überzeugen? Wirst du den Job bekommen oder musst du weitersuchen? Die Zeit nach dem Vorstellungsgespräch ist von Unsicherheit geprägt. Doch anstatt dich von der Situation verrückt machen zu lassen, könntest du lernen, damit umzugehen. Unsicherheit ist für viele Menschen beängstigend, aber sie gehört zum Leben dazu. Umso wichtiger ist es, dass du mit solchen Momenten umgehen kannst. Die Wartezeit ist eine gute Übung. Denk statt an eine mögliche Antwort einfach an all die Dinge, für die du dankbar bist. Eine Absage bei einer Bewerbung ist noch lange kein Weltuntergang. Mit dieser Einstellung überstehst du die Zeit des Wartens besser.
 


6. Ablenkungen suchen

Um während der Anspannung deinen Kopf frei zu bekommen, solltest du dich irgendwie ablenken. Ob du dich dafür mit Freunden unterhalten, ein Buch lesen oder beim Sport Vollgas geben musst, weißt du selbst am besten. Hauptsache, du denkst für einige Stunden mal nicht über das Vorstellungsgespräch und die möglichen Antworten nach. Besonders beim Sport kannst du dir Ziele setzen und dadurch Selbstbewusstsein gewinnen. Statt ständig in Erwartung eines Anrufs oder einer Mail auf dein Handy zu starren, werde in dieser Zeit aktiv.

7. Weiter bewerben

Übung macht den Meister! Deswegen solltest du dich nicht nur auf eine Stelle konzentrieren. Bewirb dich bei mehreren Unternehmen und führe so viele Vorstellungsgespräche wie möglich. Das hat gleich zwei Vorteile: Zum einen wirst du bei jedem Gespräch selbstsicherer und bekommst ein besseres Gefühl für diese ungewohnte Situation. Zum anderen lenkst du dich mit weiteren Bewerbungen in der Wartezeit perfekt ab. Du hast nicht das Gefühl, dein Glück würde von diesem einen Job abhängen. Du hast schließlich noch andere Eisen im Feuer. Wenn du dich weiterhin bemühst, kommt der rettende Anruf vielleicht sogar völlig unerwartet und beschert dir eine tolle Überraschung.
 

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Die Autorin: Hannah Reuter
Die Autorin: Hannah Reuter

Die Autorin: Hannah Reuter

Hobbyköchin, Schoko-Junkie, Ordnungsfreak: In Hannover geboren und aufgewachsen, unternahm Hannah nach dem Abi eine Interrailreise quer durch Europa. Anschließend zog sie der Traum vom Journalismus in die Medienstadt Hamburg, wo sie seit 2018 Politikwissenschaft studiert. Sie liebt es zu reisen, erkundet momentan aber vor allem ihre Wahlheimat. Für Pointer schreibt Hannah über Themen rund ums Studium und den Uni-Alltag.