Wir haben Marinus (l.) und Moritz auf dem Campus der Uni Hamburg befragt (Foto: Public Address)Wer in stressigen Lernphasen nicht für Abwechslung sorgt, fühlt sich schnell wie erschlagen  (Foto: shutterstock.com/Firma V)Während der Probezeit geht es darum, sich erfolgreich in das Unternehmen und das Team zu integrieren  (Foto: shutterstock.com/wavebreakmedia)Beziehungen zwischen Studentierungen und Dozenten können schwierig werden (Foto: shutterstock.com/Syda Productions)Die Preisträger Christin Ehni, Christin Brunsch, Prof. Dr. Martin Benkenstein, Jan-Malte Seemann und Christoph Schmidt (Foto: Public Address)Die Doppelbelastung als Studentin und Mutter ist nicht einfach zu stemmen (Foto: shutterstock.com/Kalinina Alisa)Ohne sorgfältige Planung deiner Hausarbeit erwischt dich unter Umständen die Schreibblockade (Foto: shutterstock.com/Marcos Mesa Sam Wordley)

Das Bewerbungsanschreiben

Starke Argumente, keine Floskeln

published: 15.04.2009

Im Anschreiben die richtigen Worte zu finden, fällt vielen Bewerbern nicht leicht (Foto: shutterstock.com/Photographee.eu) Im Anschreiben die richtigen Worte zu finden, fällt vielen Bewerbern nicht leicht (Foto: shutterstock.com/Photographee.eu)

Der Lebenslauf steht, alle relevanten Dokumente sind fein säuberlich kopiert und eingeheftet und nun wartet die fertige Bewerbungsmappe nur noch auf eines: das Anschreiben. Doch genau bei diesem Part haben viele Berufseinsteiger große Probleme. Wie lautet der erste Satz? Welche Argumente sprechen für mich? Und überhaupt, wie baut man ein Anschreiben eigentlich auf? Die TK hat einige Informationen für euch zusammengestellt.

Das Formale muss stimmen
Egal, wie innovativ, ausgefallen oder kreativ ihr euer Anschreiben gestalten wollt, die Formalien sollten unbedingt stimmen. Schnell werdet ihr sonst aussortiert, bevor die Personalverantwortlichen auch nur eine Zeile eures tollen Textes gelesen haben. Das Layout entspricht dem eines Geschäftsbriefes: Links oben steht eure Adresse inklusive E-Mail-Adresse, die keinerlei Spitznamen beinhalten sollte. Darunter folgt der Adressat mit Ansprechpartner, den ihr entweder aus der Anzeige entnehmt oder bei einem Telefonat mit der Firma abklärt. Darunter stehen rechtsbündig der Ort und das Datum, anschließend linksbündig die Betreffzeile, in der ihr die angestrebte Position nennt.

Euren Text leitet ihr mit einer persönlichen Anrede ein. Insgesamt sollte er nicht länger als eine DIN A4-Seite werden. Verwendet Schriftgröße zwölf und einen klassischen Schrifttyp. Am Ende stehen eure Unterschrift mit Vor- und Zunamen und linksbündig eine Auflistung der angefügten Anlagen. Übrigens: Verzichtet sowohl in der Betreffzeile auf das Wörtchen "Betreff" als auch am Ende auf den Hinweis "Anlagen:"! Für eine E-Mail-Bewerbung übernehmt ihr die Inhalte des Anschreibens von der Betreffzeile bis zur Unterschrift. Eure Daten könnt ihr in einer Signatur am Ende der Mail folgen lassen.

Das stärkste Argument nach vorn
Beginnt euren Text nicht mit den üblichen Floskeln, sondern startet gleich mit eurem stärksten Argument: Was qualifiziert euch für den Job? Als Berufsanfänger verweist ihr am besten auf erste Praxiserfahrungen, auf Ausbildungsschwerpunkte oder durchgeführte Projekte. Auch relevante Abschussarbeiten können hier unter Umständen Punkte sammeln. Euer Ansprechpartner sollte merken, dass ihr euch intensiv mit der Stellenanzeige auseinandergesetzt habt. Bietet ihm Qualifikationen an, die er sucht und brauchen kann.

Auf diese Einleitung aufbauend stellt nun euer Fundament dar: Nennt euren Abschluss und, falls vorhanden, weitere Ausbildungen. Vielleicht habt ihr auch Weiterbildungen besucht, die für den Jobanbieter interessant sein könnten, kennt spezielle Computerprogramme, Fremdsprachen oder habt schon Organisationstalent bewiesen? Wenn es um eure "soft skills" geht, zählt nur solche persönlichen Vorteile auf, die ihr anhand von Fakten beweisen könnt. Werft dafür einen Blick in eure Arbeitszeugnisse, dort finden sich oft konkrete Aufgaben! Wer beispielsweise Jugendgruppen in Freizeiten betreut, belegt automatisch Organisationstalent und Durchsetzungsstärke.

Nun ist es an der Zeit, eure Motivation oder beruflichen Ziele anzusprechen, die sich bestenfalls mit denen des Unternehmens decken. Falls ihr aufgefordert seid, eure Gehaltsvorstellungen zu nennen, solltet ihr das am Ende des Briefes tun. Übrigens ist hier meist die Rede vom Jahresbruttoeinkommen. Wenn ihr mögt, könnt ihr nun noch einmal in einem Satz zusammenfassen, warum ihr für die Stelle geeignet seid. Weist (bei Bedarf) auf euer frühestes Eintrittsdatum hin und verabschiedet euch mit der Bitte um ein persönliches Gespräch.

Bleibt ehrlich
Verstellt euch nicht! In einer Bewerbung geht es weder darum, dem Jobanbieter Honig um den Mund zu schmieren, noch darum, durch maßlose Übertreibungen oder sogar Lügen die eigenen Fähigkeiten aufzublasen. Spätestens bei einem Vorstellungsgespräch zeigt sich ohnehin, wer die Person hinter dem Brief ist.

[Franzisca Teske]

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