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Hinsichtlich der Auswahlkriterien ihres zukünftigen Arbeitgebers stellen viele Studierende Bezahlung vor Nachhaltigkeit (Foto: Micheile Henderson/unsplash.com) Hinsichtlich der Auswahlkriterien ihres zukünftigen Arbeitgebers stellen viele Studierende Bezahlung vor Nachhaltigkeit (Foto: Micheile Henderson/unsplash.com)
Umfrage

Arbeitgeberwahl: Ist Geld wichtiger als Nachhaltigkeit?

Die wichtigsten Faktoren bei der Arbeitgeberwahl von Studierenden sind die Bezahlung und die Unternehmensführung. Das hat eine Online-Umfrage der Studienvermarkter charly media ergeben. Die Bezahlung ist den Studierenden dabei doppelt so wichtig wie die Nachhaltigkeit. Für die Umfrage wurden 10.293 Studierende dazu befragt, welche Kriterien für sie bei der Arbeitgeberwahl ausschlaggebend und welche Branchen die attraktivsten seien. Dabei sind eine gute Unternehmungsführung und -kultur mit 25,6 Prozent und die Bezahlung mit 24,9 Prozent die relevantesten Faktoren für die Studierenden.

Wichtig ist für 17,1 Prozent der Befragten auch die Zukunftsfähigkeit beziehungsweise die Innovationsfähigkeit der Produkte als Auswahlkriterium. Weniger relevant ist dagegen die Nachhaltigkeit, die nur 12,6 Prozent ausschlaggebend nennen. Auch die öffentliche Wahrnehmung und das Image der Unternehmen mit 9,7 Prozent sowie die Aussicht auf Zusatzleistungen mit 6,4 Prozent spielen keine große Rolle für die Studierenden. Irrelevant ist auch die Umsatzstärke mit nur 3,7 Prozent.

Welche wirtschaftlichen Rezepte taugen für das 21. Jahrhundert? Wie kann aus einem "business as usual" ein "business for the people" werden und was braucht es, um diesen Wandel hinzubekommen? Wie steht es um die soziale Verantwortung von Unternehmen? Darum geht es auch im Pocast "Heureka" mit Tobi Schlegl und Richard David Precht sowie den Macherinnen und Machern von Viva con Agua. Es handelt sich dabei um ein Gespräch im Rahmen der Initiative Weltverbesserer der Techniker und des FC St. Pauli.
 


Schaut man in der Umfrage auf die präferierten Branchen der Studierenden, geht die Pharmaindustrie mit 19,7 Prozent als Gewinnerin hervor. Beliebt sind jedoch auch die Automobilindustrie mit 13,4 Prozent sowie die Wirtschaftsprüfung und -beratung mit 9,3 Prozent. Weitere acht Prozent der Studierenden nennen den Anlagen- und Maschinenbau als präferierte Branche. Weniger attraktiv sind hingegen die Arbeitsplätze im E-Commerce mit 5,9 Prozent und die Telekommunikation mit nur 4,8 Prozent.
 


Je nach Branche gehen die Kriterien bei der Arbeitgeberwahl unter den Studierenden auseinander. Unterschiede zeigen sich insbesondere beim Kriterium Innovationsfähigkeit: Während dieser Punkt für die Automobilbranche mit 22,5 Prozent und für den Maschinenbau mit 23,6 Prozent eine wichtige Rolle spielt, sind es für die Pharmaindustrie nur 17,5 Prozent. Am niedrigsten liegt der Wert im Bereich Wirtschaftsprüfung und -beratung mit 9,8 Prozent. Dort wird hingegen das Kriterium Unternehmensführung und -kultur mit 30,9 Prozent als besonders wichtig bewertet. Die Bezahlung ist branchenübergreifend von Bedeutung: Besonders bei der Pharmabranche ist für 26,1 Prozent der Studierenden die Höhe des Gehalts wichtig, gefolgt von der Wirtschaftsprüfung und -beratung mit 25,5 Prozent sowie der Automobilindustrie mit 25,4 Prozent. In Sachen Nachhaltigkeit bildet die Automobilindustrie hingegen das Schlusslicht: Nur 9,6 Prozent der Studierenden geben das Kriterium hier als ausschlaggebend an.




Die Gruppe der Befragten bestand aus 60,9 Prozent weiblichen, 38,5 Prozent männlichen und 0,6 Prozent diversen Studierende. Sie studieren unterschiedlichste Studiengänge.

[PA]

Dieser Artikel wird präsentiert von unserem Gesundheitspartner Die Techniker.

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