Nach welchen Kriterien sich Studierende ihre Nebenjobs aussuchen, hat das Jobportal Zenjob untersucht (Foto: Rawpixel.com) Nach welchen Kriterien sich Studierende ihre Nebenjobs aussuchen, hat das Jobportal Zenjob untersucht (Foto: Rawpixel.com)
Umfrage

Was Studenten bei Nebenjobs wichtig ist

Aktmodel, Weihnachtsmann oder vielleicht lieber Sargträger? Während es einigen Studierende bei der Nebenjobwahl offenbar gar nicht außergewöhnlich genug sein kann, gehen die meisten neben ihrem Studium dann doch eher typischen Beschäftigungen wie Kellnern, Kundenservice und Lieferdienst nach, oder helfen in Corona-Impfzentren aus. Doch egal, ob exotisch oder klassisch: Die Kriterien, nach denen Studentenjobs ausgewählt werden, sind häufig gar nicht so verschieden. Was Studierenden bei der Jobwahl besonders wichtig ist, wann sie am liebsten arbeiten und wie einfach es ihnen fällt, ihren Job in den Uni-Alltag zu integrieren, hat eine Umfrage der Job-Plattform Zenjob ermittelt.
 


Als angehende*r Mediziner*in Kisten schleppen oder doch lieber in einem Corona-Impfzentrum aushelfen? Der Mehrzahl (57 Prozent) der Studierenden ist es wichtig – davon 18 Prozent sogar ganz besonders – dass ihr Nebenjob zu ihrem Studium passt. Klarer Favorit der beliebtesten Nebenjobtätigkeiten ist dabei mit 33 Prozent die Arbeit am Schreibtisch, gefolgt von körperlicher Arbeit wie Kisten im Lager verpacken oder Waren verräumen mit knapp 20 Prozent. Schlusslicht bilden mit lediglich 9 Prozent die Nebenjobs in Gastronomie und Service. Interessant hierbei ist vor allem, dass sich die Job-Vorliebe in zwei Gruppen aufteilt und sich mit steigendem Alter verändert. Die eine Gruppe, zu der eher jüngere Studierende zählen, bevorzugt es, in Ruhe und ohne große Verantwortung ihr Geld zu verdienen. Die älteren unter den befragten Studentinnen und Studenten wählen stattdessen eher einen Office- oder Schreibtisch-Job, möglicherweise mit dem Ziel, einer Tätigkeit nachzugehen, die berufsvorbereitend und für ihren Lebenslauf relevanter ist.


Allen befragten Gruppen gleich wichtig ist jedoch eine angemessene Vergütung. 37 Prozent der Teilnehmenden rankten eine gute Bezahlung als die Nummer-eins-Priorität bei der Jobwahl, dicht gefolgt vom Wunsch nach flexiblen Arbeitszeitmodellen (29 Prozent). Der Spaßfaktor am Arbeitsplatz hingegen ist offenbar kein Muss und kann wohl eher als positiver Nebeneffekt eingestuft werden. So gaben 33,5 Prozent an, dass Spaß ein eher unwichtiges Kriterium bei der Jobwahl und -ausübung ist.

Nachteulen vs. Early Birds

Auch das Wann spielt bei Nebenjobs im Studium eine große Rolle. Hier ist neben dem Lehrplan wohl auch entscheidend, zu welcher Tages- und Wochenzeit es sich am Besten lernen lässt. Mit satten 53 Prozent bevorzugen die meisten Befragten tagsüber zu arbeiten, während es 33 Prozen egal ist und es nur 14 Prozent vorziehen, ab 21 Uhr nachts ihrer Nebentätigkeit nachzugehen. Dabei versuchen die meisten (55 Prozent), in der Woche neben den Uni-Veranstaltungen zu arbeiten, um sich somit am Wochenende ihrer Freizeit widmen zu können, während sich die verbleibenden 45 Prozent lieber in der Woche auf die Uni konzentrieren und dafür am Wochenende jobben. Gerade die jüngeren Studierenden bevorzugen die Arbeit am Wochenende. So gaben 58 Prozent der unter 20-Jährigen Befragten an, lieber Samstag und Sonntag arbeiten zu wollen.
 


Flexibilität

Auf die Frage, wie einfach es generell für sie ist, den Nebenjob in ihren Uni-Alltag zu integrieren, gaben 60 Prozent der befragten Studierenden an, dass ihnen die tägliche Organisation von Studium und Arbeit eher leicht als schwer falle. Ganze 29 Prozent davon fanden es sogar sehr leicht, beides unter einen Hut zu bringen. Auf den ersten Blick ähnlich, jedoch mit einem etwas anderen Resultat, war die Frage, wie einfach es ist neben Uni-Verpflichtungen (Vorlesungen, Seminare, Hausarbeiten, etc.) zu arbeiten. Hier gab es keine klare Tendenz und die Antworten bewegten sich eher im Mittelfeld. 45 Prozent gaben an, es falle ihnen eher leicht, ihre Arbeit in die Unizeit einzuflechten. Der Grund für dieses Ergebnis könnte sein, dass die Alltagsrealität zahlreichen Schwankungen unterliegt, wie beispielsweise entspannten Semesterferien im Vergleich zu heißen Prüfungsphasen, oder schlichtweg wechselnden Vorlesungsplänen. In diesen Zeiten kann es durchaus mal einfacher und dann mal wieder herausfordernder sein, Studium und Arbeit gleichermaßen gerecht zu werden.
 

[PA]

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