Als Bewerber sollte man bei einem Assessment Center unbedingt in Business-Kleidung erscheinen (Foto: shutterstock.com/Minerva Studio)In Hamburg findet ab dem 15. September eine zweiwöchige Summer-School statt (Foto: shutterstock.com/Mapics)Um die Personalbeauftragte zu beeindrucken, sollte man bei einem Vorstellungsgespräch gut vorbereitet sein (Foto: shutterstock.com/pan_kung)Gruppenarbeit kann, muss aber nicht im Chaos enden (Foto: shutterstock.com/Rawpixel)Vor Kommilitonen ein Referat zu halten, macht manchen Studierenden Angst. Wir geben Tipps, wie man mit dieser Situation umgehen kann (Foto: shutterstock.com/Sielan)Blick in das Modell der Ausstellung mit den großen Ausgrabungsflächen im und vor dem Grabungszelt  (Foto: LWL/Kalus)"Verändere die Welt!"  (Foto: Deutsche Messe AG)

Karrierestrategien

Zum Wunschberuf studieren

published: 06.08.2008

Eine ideale Möglichkeit bietet ein Job, der Geldverdienen mit Berufserfahrung verbindet (Foto: shutterstock.com/Pablo Hidalgo - Fotos593) Eine ideale Möglichkeit bietet ein Job, der Geldverdienen mit Berufserfahrung verbindet (Foto: shutterstock.com/Pablo Hidalgo - Fotos593)

Patrizia war schnell. Sehr schnell. Zu Beginn ihres Studiums hatte sich die angehende Historikerin geschworen, möglichst wenig Zeit mit ihrer akademischen Ausbildung zu verbringen. Aus der Unterbietung der Regelstudienzeit machte die Studentin nebenbei ihren persönlichen Sport. Überrascht war die Schnellstudiererin dann, als sie sich nach sieben Semestern zum Diplom anmelden wollte und ihr Professor sie zurückhielt. Sie solle lieber noch ein paar Praktika oder ein Auslands-Semester absolvieren, hieß es. Schließlich wolle er keine reinen Theoretiker auf den Arbeitsmarkt loslassen, lautete seine Begründung.

Spätestens während der Suche nach Praxiserfahrung machen sich Studierende über ihre wirklichen Berufswünsche Gedanken. Die Zeit in einem Betrieb bringt unersetzbare Vorteile. Hier lernen viele Berufsaspiranten den – gelegentlich schmerzhaften – Unterschied zwischen Theorie und Praxis kennen. Der angehende Uni-Absolvent erwirbt hier auch erste soziale Job-Erfahrungen, etwa im Umgang mit Kunden und Kollegen. Gerade soziale Kompetenzen spielen bei Personalentscheidungen eine immer größere Rolle. Die Vorteile für genügend Praxiseinblicke während des Studiums liegen also klar auf der Hand. Doch Praktikum ist nicht gleich Praktikum. Deshalb solltet ihr auf einige Punkte achten.

Ein Job neben der Uni sollte euch nicht die Energie zum Studieren nehmen (Foto: Techniker Krankenkasse)Ein Job neben der Uni sollte euch nicht die Energie zum Studieren nehmen (Foto: Techniker Krankenkasse)

Jobben ja, unnötiger Stress nein
Die meisten Studierenden müssen während ihres Studiums jobben. Doch bringen euch weder das Kistenstapeln im Supermarkt noch die Nächte hinter der Bar im gewünschten Beruf voran. Eine ideale Möglichkeit in dieser Hinsicht bietet ein Job, der Geldverdienen mit Berufserfahrung verbindet. Seht euch bei eurem Studentenjob vor allem im Bereich eures Wunschberufs um. Durchforstet lokale Zeitungen und Fachmagazine, telefoniert das Branchenbuch ab und informiert euch bei Job-Börsen im Internet. Es ist nicht immer einfach, das Passende zu finden: Gerade in akademischen Tätigkeitsfeldern sind Jobs für Studierende oft rar und deshalb schwer zu ergattern. Versucht es trotzdem. Auch hier wird Hartnäckigkeit oft belohnt. Allerdings solltet ihr immer darauf achten, dass euch das Arbeiten nicht die notwendige Energie für das Studium klaut.

Wenn es nicht beim ersten Mal klappt, solltet ihr die Hoffnung nicht aufgeben. Möglicherweise könnt ihr auch eure Dozenten oder Professoren nach solchen Jobs fragen. Im Idealfall haben die nämlich Kontakte, die über die Uni hinausgehen, und können euch zumindest Ansprechpartner nennen. Leider werden solche Jobs oft nicht gut bezahlt. Für Studierende, die viel arbeiten müssen oder ihr Studium sogar ganz selbst finanzieren, ergeben sich oft in fachfremden Bereichen höhere Verdienstmöglichkeiten.

Praktika im Ausland
Viele Studierende möchten zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden. Warum nicht ein Praktikum im Ausland absolvieren? Schließlich festigt das nicht nur die Sprachkenntnisse, sondern erhöht oft auch die soziale Kompetenz. Ein Auslandspraktikum sollte nicht unbedingt zu Anfang des Studiums absolviert werden. Mehr Zeit habt ihr, nachdem das Grundstudium absolviert ist. Jetzt habt ihr schon erste Kenntnisse in der Theorie erworben, die im Idealfall auch zu ersten konkreten Vorstellungen vom späteren Berufsleben führen. Und genau die lassen sich jetzt mit einem Praktikum wunderbar testen.

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