Kaiserpinguine ertragen Temperaturen von minus 50 Grad in der Antarktis (Foto: <a href="https://www.flickr.com/photos/floheinstein/4337315894/in/photolist-FZWk-efbbn2-7BgSUw" target="_blank">Kaiserpinguine</a> von <a href="https://www.flickr.com/photos/floheinstein/" target="_blank">floheinstein </a> lizensiert durch <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/" target="_blank">CC BY-SA 2.0</a>)(Foto: TK)International studieren an der Fachhochschule Kiel und der Universidad de Cantabria (Foto: shutterstock.com/Edler von Rabenstein)Du bist umgezogen? Pointer hat Tipps für den Neustart (Foto: shutterstock.com/file404)Mit leeren Taschen studieren? Vielleicht helfen Studentenkredite (Foto: shutterstock.com/Chamille White)Mach was draus! Gehe motiviert in dein Praktikum und hole das Optimum für dich heraus (Foto: shutterstock.com/Goodluz)Viele Studierende müssen neben der Uni jobben, um über die Runden zu kommen (Foto: shutterstock.com/wavebreakmedia)

Der erste Arbeitsvertrag

Ein Buch mit sieben Siegeln? - Teil 1

published: 18.10.2006

Sabine Hockling/Ulf Weigelt  - "Arbeitsrecht. Arbeitverhältnisse richtig regeln - Konflikte auf gleicher Augenhöhe austragen" (Foto: Cornelsen)Sabine Hockling/Ulf Weigelt - "Arbeitsrecht. Arbeitverhältnisse richtig regeln - Konflikte auf gleicher Augenhöhe austragen" (Foto: Cornelsen)

Egal ob erster richtiger Job, Minijob oder Praktikum - was gehört eigentlich in den Arbeitsvertrag und welche Ansprüche hat man überhaupt? Mit solchen Fragen sollte man sich spätestens vor einem Bewerbungsgespräch gründlich auseinandersetzen. Einen guten Überblick zu diesen Themen bietet das Taschenbuch „Arbeitsrecht“ von Sabine Hockling und Ulf Weigelt. In sechs Kapiteln beschäftigt es sich mit den Bereichen „Arbeitsvertrag“, „Arbeitsplatz“, „Gehalt und Leistungen“, „Kündigung“, „Jobwechsel und Bewerbung“ sowie „Betriebsrat und Sozialplan“.

Im Interview beantwortet die Autorin und Wirtschaftsredakteurin Sabine Hockling bereits die wichtigsten Fragen. Im ersten Teil des Interviews erfahrt ihr alles rund um den Arbeitsvertrag: Wer hat Anspruch auf einen Vertrag, was sollte zwingend drinstehen und worauf sollte man sich nicht einlassen?

Worauf muss ich besonders achten, wenn ich einen Arbeitsvertrag abschließe?
Sabine Hockling: „Zunächst müssen beide Vertragsparteien, also der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer, ihre Adressen eintragen. Weiterhin muss die Kündigungsfrist eingetragen werden, genauso wie Urlaubsgeld und die genau aufgesplitteten Bezüge bzw. die Zusammensetzung des Gehalts. Betriebsvereinbarungen, die das Unternehmen mit dem Betriebsrat geschlossen hat, sollten hier ebenfalls vermerkt werden, genauso welcher Tarifvertrag unter Umständen Anwendung findet. Auch der Urlaubsanspruch steht im Vertrag.“

Was ist mit Probezeiten?
„Ich kenne kaum einen Arbeitsvertrag, in dem keine Probezeiten enthalten sind. Eine Probezeit entfällt höchstens, wenn ein Mitarbeiter innerhalb des Unternehmens wechselt. Wenn man als Journalist beispielsweise von einer Publikation zur anderen wechselt oder mit einem Chefredakteur mitgeht, der weiß, wie sein Mitarbeiter arbeitet, dann kann man auf eine Probezeit verzichten. Eigentlich ist es üblich, eine Probezeit von sechs Monaten zu vereinbaren.“

Ist das negativ für den Arbeitnehmer?
„Nein, denn diese Probezeit gilt für beide Seiten als Prüfphase. Der Arbeitnehmer kann ja auch feststellen, dass einem etwas nicht gefällt, beispielsweise der Chef oder die Kultur des Unternehmens. Dann hat er durch die Probezeit die Möglichkeit, schnell auszusteigen. Für das Unternehmen ist die Probezeit natürlich auch wichtig: Man bindet sich an einen Menschen, den man nicht kennt, und in sechs Monaten kann man überprüfen, ob er zum Team und zum Unternehmen passt und ob er seinen Job erfüllen kann.“

Was ist mit Überstunden? Muss man bereit sein, eine bestimmte Anzahl an Überstunden zu leisten und darauf vertrauen, dass sie ausbezahlt werden?
„Häufig gibt es im Arbeitsvertrag eine Klausel, gegen die man sich schwer wehren kann. Sie lautet: ‚Die Arbeitszeit richtet sich nach den betrieblichen Erfordernissen’. Das bedeutet, dass Überstunden nicht extra bezahlt werden, dass sie mit dem Gehalt abgegolten sind. Unternehmen heben dann häufig das Gehalt von vornherein etwas an. Ansonsten gilt die Überstundenregelung, die im Arbeitsvertrag steht. Wenn man eine 35- oder 38- oder 40-Stunden-Woche hat, ist festgelegt, ob man für Überstunden einen Freizeitausgleich oder einen monetären Ausgleich bekommt.“

Was sollte man nicht unterschreiben?
„Zunächst sollte man erst einmal abwarten, was im Vertrag überhaupt drinsteht.

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