Richtig Bewerben

Per E-Mail zum Traumjob?

published: 14.03.2007

Auch in Online-Bewerbungen gehören zum Anschreiben mindestens Foto und Lebenslauf (Foto: shutterstock.com/wavebreakmedia) Auch in Online-Bewerbungen gehören zum Anschreiben mindestens Foto und Lebenslauf (Foto: shutterstock.com/wavebreakmedia)

In vielen Firmen gehört es inzwischen zum Alltag, die Arbeitnehmer nach deren Online-Bewerbungen auszusuchen. Sowohl für die Empfänger als auch für den Bewerber erspart der Weg über das World Wide Web Zeit und Geld.

Leider erliegen einige dabei der Versuchung, sich "mal eben zu bewerben" und vernachlässigen die notwendige Sorgfalt. Mit dem Ergebnis, dass die Bewerbung ganz schnell als Datenmüll im elektronischen Papierkorb des Personalchefs landet. Die Techniker Krankenkasse hat ein paar Tipps, um dich vor diesem Schicksal zu bewahren.

Keinen Aufwand scheuen

Dass Online-Bewerbungen schneller fertigzustellen sind als herkömmliche Bewerbungsmappen stimmt leider nicht. Genauso wie die Papier-Unterlagen müssen auch sie sehr sorgfältig zusammengestellt werden. Schließlich ist das, was im Postfach des Empfängers landet, die allererste Arbeitsprobe, die man seinem potenziellen Arbeitgeber von sich zeigt. Es sollte also selbstverständlich sein, dass auch in E-Mails peinliche Rechtschreibfehler zu vermeiden sind. Auch Smileys oder sonstige Emoticons haben in einer Bewerbung nichts verloren!

Bevor man sich online bewirbt, sollte man sichergehen, dass dies bei dem entsprechenden Unternehmen auch erwünscht ist. Ist eine Stelle im Internet ausgeschrieben, ist davon auszugehen, ansonsten empfiehlt es sich, die Frage telefonisch zu klären. In dem Gespräch kann man auch gleich wichtige Informationen wie den persönlichen Ansprechpartner, gewünschte Formate und maximale Datenmenge herausfinden.

Peinlichkeiten vermeiden

Es ist nachvollziehbar, dass Personalchefs für Bewerbungen von [email protected] oder Kleine_Biene[email protected] wenig übrig haben. Wer keine seriöse E-Mail-Adresse besitzt, sollte sich dringend eine zulegen.

Unternehmen schätzen Bewerber, die sich individuell auf die Bedürfnisse der Firma eingestellt haben. Deswegen sollten Massen-E-Mails tunlichst vermieden werden, denn kein Arbeitgeber möchte nur einer von vielen sein.

Unternehmen, die ein Online-Bewerbungsformular zur Verfügung stellen, tun dies nicht ohne Grund.
Falls vorhanden, sollte dieser Weg auf jeden Fall genutzt und keine Bewerbung auf eigene Faust verschickt werden. Wer sich dafür entscheidet, sich online zu bewerben, sollte dies auch konsequent tun und nicht noch vorsichtshalber eine Bewerbung auf postalischem Weg hinterherschieben.

Um unangenehme Zwischenfälle zu vermeiden, empfiehlt es sich, den Text extern zu verfassen und nachträglich in die E-Mail hineinzukopieren. Zu schnell ist der "Senden"-Button aus Versehen betätigt und der Empfänger erhält eine halbfertige E-Mail.

Knackiger Start

Dein Anliegen sollte bereits deutlich in der Betreff-Zeile formuliert sein, etwa "Bewerbung als technischer Angestellter". Das Motto "In der Kürze liegt die Würze" gilt für das elektronische Anschreiben noch viel mehr als für das postalische. Inhaltlich ist es wichtig, auf die Präferenzen der Ausschreibung einzugehen. Dadurch signalisiert man, dass man sich bereits mit der Firma auseinandergesetzt hat und zu dem gewünschten Bewerber-Profil passt.

Am Ende des Anschreibens macht man auf die im Anhang vorhandenen Dokumente neugierig. Entschließt man sich, zunächst nur den Lebenslauf und ein Foto zu versenden, bietet man an, die Unterlagen auf Nachfrage zu vervollständigen. Als abschließende Grußformel ist darauf zu achten, nicht im E-Mail-Verkehr gängige Kürzel wie "LG" oder "MfG" zu verwenden sondern die höflichere Variante "Mit freundlichen Grüßen" oder "Mit besten Grüßen". Anschließend gibt man seine vollständigen Adressdaten an.

Wer über eine repräsentative Homepage verfügt, kann diese ruhig als Referenz angeben. Allerdings sollte man sicherstellen, dass nur für den Arbeitgeber relevante Inhalte auf der Homepage zu finden sind und nicht etwa die Bilder der letzten WG-Party.

Als Format eignet sich "Nur-Text", da HTML-Mails oftmals nicht korrekt dargestellt werden. Aus demselben Grund sind auch aufwändige Formatierungen nicht angebracht.

Nicht zu viele Daten anhängen

Oftmals ist es sinnvoll, bei der ersten Kontaktaufnahme zunächst nur ein Bild und den Lebenslauf an die E-Mail zu hängen. Dadurch vermeidet man, per Mail immense Datenmengen zu verschicken, die für den Empfänger leicht zum Ärgernis werden. Pauschal sollten Datenmengen über drei Megabyte vermieden werden. Die einzige Ausnahme bilden Berufsgruppen, bei denen entsprechend große Arbeitsproben angebracht sind.

Wünscht das Unternehmen die vollständigen Unterlagen, achtet man auf die Reihenfolge der Dokumente wie in einer normalen Berwerbungsmappe auch. Die Unterlagen sollten in gängigen Dateiformaten vorliegen wie pdf für Dokumente, ppt für Präsentationen und jpg für Bilddaten.

[Franzisca Teske]

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