Architektur-Wettbewerb

Studenten-Wettbewerb Urban Design

published: 31.05.2007

Einer der Finalentwürfe des Urban Design Architekturwettbewerbes (Foto: Public Address)Einer der Finalentwürfe des Urban Design Architekturwettbewerbes (Foto: Public Address)

Der Urban Design Architekturwettbewerb findet 2007 das erste Mal in Europa statt. Die vier Teams mit den besten Entwürfe treten im Finale am 5. und 6. Juni beim Europakongress gegeneinander an. In diesem rahmen wird der Gewinner des ersten europäischen Urban Design Architekturwettbewerb gekürt.

Professor Jörn Walter (Oberbaudirektor Hamburg), Alexander Otto (Vorsitzender ULI Germany), Bill Kistler (Präsident ULI Europe), Uwe Drost (Geschäftsführer Drost Consult) (v.l.) (Foto: Public Address)Professor Jörn Walter (Oberbaudirektor Hamburg), Alexander Otto (Vorsitzender ULI Germany), Bill Kistler (Präsident ULI Europe), Uwe Drost (Geschäftsführer Drost Consult) (v.l.) (Foto: Public Address)

15 Teams aus ganz Europa (Belgien, Deutschland, Estland, England, Österreich und Türkei) haben ihre Visionen für die weitere Stadtentwicklung mit ansprechender Architektur für die Nutzer angemeldet. Als Projekt wurde das Hamburger Viertel Rothenburgsort ausgewählt - eine besondere Herausforderung durch die komplizierte heterogene Stadt-Struktur, mit Einbindung von Gewässern, verunreinigtem Boden und dem Verkehrszubringer in die Hamburger Innenstadt. Das internationale Interesse war sehr groß, was man an über 4000 Anmeldungen auf der ULI-Webseite sehen konnte. Es scheiterten viele Teams daran, Netzwerke zu anderen Universitäten und den richtigen Partnern zu bilden.

Eine unabhängige Jury bewertete die eingereichten Projekte und vier dieser Arbeiten mit Titeln wie "Green Locomotion" mit ökologischem Schwerpunkt oder "Motor City HH" mit industriellem Fokus treten nun gegeneinander im Finale an. Gewinnen wird das Team, dessen Projekt die beste inhaltliche und ökonomische Umsetzung unter anderem der Verkehrsproblematik beinhaltet. Die Lösung des Problems soll realistisch aber visionär sein und das vorhandene Potenzial der Fläche mobilisieren. Die Gewinner werden am 5. und 6. Juni beim Europakongress mit einem Preisgeld von 35.000 Euro belohnt. Der ULI Studentenwettbewerb ist somit einer der höchst dotierten Studenten-Architekturwettbewerbe überhaupt und er wird ab 2007 einmal im Jahr stattfinden.

Das in ganz Europa als herausragend und innovativ anerkannte Projekt "Hafencity" legte Rothenburgsort als Projekt nahe, denn je mehr die Hafencity in den Osten wächst, desto mehr rückt der Fokus auf Rothenburgsort als angrenzendes Gebiet, mit großem Potential, wenn es auch mit vielen Problemen behaftet ist. Die "Neu-Erfindung" der Hafencity ist eine große Chance für zentrale, stadt-planerisch etwas vernachlässigte Gebiete wie Rothenburgsort und die Vettel.

Auch dieser Entwurf könnte gewinnen (Foto: Public Address)Auch dieser Entwurf könnte gewinnen (Foto: Public Address)

Das Urban Land Institute (ULI) gibt es seit 1935. Es ist eine internationale gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, sich für eine verantwortliche Stadt- und Regionalplanung einzusetzen. ULI unterstützt Publikationen, Konferenzen und die Ausbildungsangebote der Immobilienbranche. Europaweit will ULI, langfristig auch international, die Bildung von Netzwerken zwischen Architekten, Stadtplanern, Bauingenieuren, Bauentwicklern, Investoren und Immobilienbranche fördern, um die Effektivität von reibungsloser Zusammenarbeit und Interaktion zu verbessern.

Aus diesem Grund richtet ULI seit 2003 in den USA jährlich den Studentenwettbewerb aus, bei dem die Studierenden in interdisziplinären Teams aus Architekten, Stadtplanern, Bauentwicklern und der Immobilienbranche große Areale städtebaulich überplanen. Dabei ist die Vernetzung der verschiedenen Bereiche und die Zusammenführung von Studenten verschiedener Fachrichtungen wichtig, um einen Austausch von Ausbildung und Know How zu schaffen.

Bill Kistler, Präsident der ULI Europe, sagte auf einer Pressekonferenz in Hamburg, bei der die besten vier Projekte präsentiert wurden, es gehe darum, bessere Städte zu erschaffen. In den USA könne man bereits nach vier bis fünf Jahren sehen, was der Wettbewerb für Auswirkungen auf das Stadtbild habe. Der Wettbewerb solle Ansporn für die Studenten sein, ihr kreatives und organisatorisches Potenzial zu aktivieren. In den USA gewannen im Jahr 2004 Teilnehmer einer kleinen Universität in Arizona den Wettbewerb. Daraufhin reichten im nächsten Jahr fünf Teams der Harvard-Universität Projekte ein. Die Harvard-Studenten wollten die Niederlage des letzten Jahres gegen eine unbekannte kleine Universität wohl nicht auf sich sitzen lassen. Weitere Infos gibt es hier.

[Jan van Hamme]

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