Lust auf Basteln? Mit unseren Tipps kannst du einen nachhaltigen Adventskalender zusammenstellen, mit dem du deinen Liebsten eine Freude machst (Foto: Andrei Yarashevich/Shutterstock.com) Lust auf Basteln? Mit unseren Tipps kannst du einen nachhaltigen Adventskalender zusammenstellen, mit dem du deinen Liebsten eine Freude machst (Foto: Andrei Yarashevich/Shutterstock.com)
Vorweihnachtszeit

So bastelst du einen nachhaltigen Advents­kalender

Der Advent steht kurz bevor. Hast du noch keinen Adventskalender für deinen Herzensmenschen, deinen Mitbewohner oder die liebe Mutti gebastelt? Das lässt sich schnell ändern. Pointer verrät dir tolle Ideen, wie du einen nachhaltigen und sinnvollen Adventskalender zusammenstellst. Sogar ein Vorschlag für einen Last-Minute-Adventskalender ist dabei.
 


Innere Werte

Natürlich müsstest du dir nicht die Mühe machen, einen Adventskalender zu basteln - schließlich quellen die Läden über vor unterschiedlichsten Angeboten. Doch ein selbstgebastelter Kalender ist viel persönlicher. Zudem kannst du dir die 24 kleinen Geschenke selber aussuchen und so einen Adventskalender zusammenstellen, der dem Beschenkten auch wirklich gefällt. Die meisten Menschen wollen eigentlich gar nicht 24-mal Schokolade essen - doch, wirklich nicht. Und viele nicht-essbaren Produkte in fertigen Adventskalendern werden niemals verwendet, da sie unnötiger Schnick-Schnack sind. Zu Weihnachten ist die Ressourcenverschwendung noch höher als sonst. Das muss nicht sein, denn es gibt viele Möglichkeiten, einen Kalender mit sinnvollen Verbrauchsgegenständen zu füllen.
 


Zum Beispiel könnten bei deiner Eigenkreation statt Schokolade zur Abwechslung Müsli- oder Proteinriegel, Nüsse und Trockenobst Einzug finden. Das ist ein sinnvoller Süßigkeiten-Ersatz. Weitere kleine Geschenke solltest du mit Bedacht wählen. Braucht der Beschenkte vielleicht eine Kleinigkeit, bei der er die Anschaffung ständig nach hinten verschiebt? Du kennst deine Mitbewohner am besten: Da kommen zum Beispiel Zopfgummies oder Rasierklingen in Frage. Du könntest jemandem auch eine Freude mit wiederverwertbaren Gegenständen machen. In Frage kommen hier Strohhalme aus Glas, Metall oder Bambus, wiederverwendbare Kaffeebecher oder Dauer-Pausenbeutel aus Baumwolle und Polyester. Auch cool sind Gutscheine, die einen Spendenbetrag an eine Hilfsorganisation beinhalten.
 


Wenn es etwas verrückt sein darf, wähle Seed-Bombs. Das sind gepresste Kugeln, in denen sich allerhand Pflanzen-Samen verstecken. Diese kann man in die Umwelt werfen und so dafür sorgen, dass es mehr Pflanzen auf der Welt gibt. Immer gut kommen auch Gewürze, Salze, Fair-Trade Kakao oder Kaffee an, denn alles davon ist lange haltbar und wird in den meisten Küchen ständig gebraucht. Frage dich selbst, was du gerne hättest, um dein eigenes Leben nachhaltiger und umweltfreundlicher zu gestalten. Genau das könnte auch ein gutes Geschenk für jemand anders sein.
 


Die Adventstürchen müssen darüber hinaus auch nicht immer mit etwas gefüllt sein, dessen Wert in erster Linie materiell ist: Wie wäre es mal mit einem persönlichen Brief, einem Lieblingszitat oder einem gemeinsamen Bild? Oder du backst Plätzchen und verschenkst jeden Tag eines. Das macht mindestens genauso viel Freude und zeigt: Du hast dir wirklich Mühe gegeben.
 


Erster Eindruck

Auch wenn die inneren Werte für die wirkliche Freude sorgen, so sollte dein Kalender doch auch von außen schön anzusehen sein. Die Geschenke ansehnlich zu verpacken, ist also notwendig. Hier musst du dir Mühe geben - #nowayout. Dafür musst du allerdings, wenn du DIY-Ideen hast, nicht extra Geschenkpapier kaufen. Dieses besteht nämlich selten aus recyceltem Papier, sondern aus neuen Baumfasern. Außerdem wird es fast immer nur einmal verwendet und füllt dann lediglich den Papierkorb. Wir wäre es also, die Geschenke mit einer Alternative zu verpacken? Das könnte zum Beispiel das Papier sein, das die Pakete von Onlinebestellungen ausfüllt, Zeitungspapier oder andere bedruckte Überreste, die bei dir eh herumliegen. Wenn dir Einheitlichkeit sehr wichtig ist, verwende Lunchtüten als Verpackung, die gibt es nämlich aus recyceltem Papier.
 


Adventskalender-Ideen

Die Geschenke könntest du dann mit einer Schnur an einem stabilen Ast aus dem Wald oder Garten befestigen. Jetzt solltest du noch paar Nummern daran binden oder die Geschenke auf andere Art mit Zahlen versehen. Dann noch einige Sternchen draufmalen oder draufkleben und trocknen lassen, Tannenzweige dranbinden - und du wirst sehen: Schon macht dein selbstgebastelter Adventskalender viel mehr her als ein gekaufter. Es muss ganz schnell gehen? Eine einfache Möglichkeit wäre es, einen Adventskalender aus Stoffbeuteln zu kaufen, den du jedes Jahr wieder aufs Neue befüllst. Ein bisschen geschummelt ist das aber schon.
 

[Tara Bellut]

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