Ökologischer Fußabdruck

Die größten Umweltsünden im Alltag

published: 24.01.2019

Was kannst du im Alltag tun, um die Umwelt weniger zu belasten? Pointer hat′s für dich recherchiert (Foto: Elizaveta Galitckaia / Shutterstock.com) Was kannst du im Alltag tun, um die Umwelt weniger zu belasten? Pointer hat′s für dich recherchiert (Foto: Elizaveta Galitckaia / Shutterstock.com)

Die Debatte um das Einhalten der Weltklimaziele, der Verschmutzung der Ozeane und der Verschwendung von Ressourcen wird zunehmend lauter. Dennoch halten sich viele Privatpersonen zurück, wenn es darum geht, sich einzuschränken, um die Umwelt und unseren Planeten zu schützen. Während viele die Verantwortung gerne auf Politik, Konzerne und Landwirtschaft abschieben, sollten auch wir uns Gedanken über Umweltfragen machen. Pointer zählt dir fünf Umweltsünden auf, die auch du regelmäßig begehst.
 

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Fahren mit dem eigenen PKW

Wie Erhebungen des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI ergeben, gehen 57 Prozent des Personenverkehrsaufwandes, also der zurückgelegten Kilometer aller Menschen, auf das Konto der einzelnen Autofahrer. Damit ist das private Auto die meist genutzte Fortbewegungsmethode in Deutschland. Spätestens jetzt, wo viele Städte Straßen oder ganze Bezirke für ältere Dieselfahrzeuge sperren, da die Feinstaubbelastung zu hoch ist, sollte man mal darüber nachdenken, ob das Auto nicht mal stehen bleiben sollte. Unabhängig von der Luft- und Grundwasserverschmutzung, die von Verbrennungsmotoren ausgehen, werden in Deutschland rund 100.000 Tonnen Kohlenstoffdioxid ausschließlich durch das private PKW-Fahren in die Umwelt geblasen. Dabei sind heutzutage viele Wege gut zu Fuß, mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder per Fahrrad zu bestreiten.
 

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Reisen mit dem Flugzeug

Der Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) warnt ausdrücklich vor den Folgen des zunehmenden Flugverkehrs. Die Umweltbelastung durch den Luftverkehr ist immens: Alleine eine Flug-Reise von Hamburg über Frankfurt nach Thailand setzt 3,6 Tonnen CO2 in die Luft frei. Um diese Verschmutzung auszugleichen, müsste jeder Passagier 80 Euro in ein Klimaschutzprojekt investieren. Ein riesiges Problem ist, dass auf Kerosin keine Steuern erhoben werden, die beispielsweise in Ausgleichsprojekte investiert werden könnten, wie dies bei Benzin, Diesel und Gas üblich ist. Generell sollte jeder darauf achten, ob häufiges Reisen mit der Billigairline wirklich sein muss, oder man nicht auch mit dem Zug oder dem Bus an sein Ziel kommt. Wenn du trotzdem in den Urlaub fliegen möchtest, könntest du auf "myclimate.org" checken, wie viel Geld du spenden musst, um die von dir verursachte Umweltbelastung auszugleichen. Diesen Betrag solltest du dann auch spenden.
 

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Plastik, soweit das Auge reicht

Der Dreierpack Paprika im Supermarkt, das Waschpulver aus der Drogerie und die Bestellung aus dem Internet. Alles ist in mehrere Schichten Plastik eingepackt. Nicht nur, dass Plastik aus Erdöl hergestellt wird. Es braucht auch mehrere hunderte bis tausende Jahre, bis es wieder zersetzt wird. Fakt ist: Viele Plastik- und Kunststoffsorten können gar nicht recycelt werden. Der einfachste Weg, die zunehmende Verschmutzung der Umwelt durch Plastik zu vermeiden, ist auf Plastik gänzlich zu verzichten. Du kannst beim Einkauf im Supermarkt zu den plastikfreien Alternativen greifen, im Unverpackt-Laden oder auf dem Wochenmarkt einkaufen und generell nach Produkten suchen, die in Papier statt Plastik verpackt sind. Papierverpackungen sind zwar auch nicht ideal, aber sehr viel leichter zu recyceln.
 

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BUY LESS, CHOOSE WELL, MAKE IT LAST. COMPRA MENO, SCEGLI MEGLIO, FALLO DURARE. #FairTrade #EquoSolidale #FastFashion #Solidale #Equo #StopFastFashion #NoFastFashion #FashionRevolution #ConsumerRevolution #FashRev #ModaSostenibile #buyLess #buylesschoosewell #CompraMeno

— consumer.revolution.italia January 15, 2019

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Übermäßiger Konsum und Fast Fashion

Für die Produktion eines jeden Gegenstandes werden Ressourcen verbraucht. Ein Smartphone schlägt dabei ganz heftig zu: Seltene Metalle und Erze werden hier verbaut, außerdem benötgt man für die Produktion viel Wasser und Energie. Das Recycling dieser Erze findet nur selten im kontrollierten Rahmen statt, sondern allenfalls auf Mülldeponien in Asien, Afrika oder Südamerika. Ob du also immer das neuste iPhone brauchst, solltest du noch einmal überdenken.

Auch die Kleidungsindustrie ist ein großer Umweltsünder. Nach Angaben von Greenpeace werden jährlich durch die Produktion, den Transport und den Gebrauch von Kleidung 850 Millionen Tonnen CO2 ausgestoßen. Außerdem werden für die Produktion, das Färben und Waschen von Textilien Unmengen an Chemikalien benutzt. Viele davon sind schädlich. Tipp: weniger neue Kleidung kaufen, Kleidung länger tragen oder zumindest Second Hand kaufen. Das kann die Ursache eindämmen.
 

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Isn’t this crazy, also regarding the fact how much meat is being thrown away daily? Wasting food is such a horrible thing to do but especially resource intensive foods such as beef are even worse. One kilogram of beef needs around 15.500 liters of water in production. This is more than a person in Germany needs yearly (!) for flushing the toilet (around 12.775 liters). If you see people wasting meat tell them about this insane fact ??????????? #foodwaste #beef #environment (Source: @nytimes @umweltbundesamt)

— dariadaria December 12, 2018

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Fleisch und tierische Produkte

Wie das Ministerium für Umwelt darlegt, verursacht der Verzehr von Fleisch, weiteren tierischen Produkten und nicht-saisonalen Lebensmitteln fast 30 Prozent der in Deutschland festgestellten Umweltwirkungen. Auch Lebensmittel-Verschwendung trägt zu dieser Belastung bei. Pro Kilogramm frischem Gemüse wird rund 0,1 Kilogramm Kohlenstoffdioxid produziert, pro Kilogramm Milch rund 2,4 kg und je Kilo Rindfleisch sogar bis zu 28 kg. Für die Produktion dieses einen Kilos Rindfleisch werden außerdem rund 18.000 Liter Wasser benötigt - das sind mehr als 110 gefüllte Badewannen. Zum einen wird nämlich Futtermittel wie Soja und Weizen aus der ganzen Welt nach Deutschland für Mast- und Milch-Tiere importiert. Zum anderen wird aber auch hierzulande viel Landwirtschaft betrieben. Ein Großteil der Ernte geht für die Fütterung von Nutztieren drauf. Statt Grünflächen gibt es also Äcker und Felder, was Konsequenzen für hiesige Tier- und Pflanzenarten und die Wasser- und Bodenqualität nach sich zieht. Was man als Einzelner hier tun kann? Auf eine pflanzenbasierte Ernährung umsteigen und tierische Produkte vereinzelt oder sogar selten genießen. Was für viele nach großer Qual klingt, kann maßgeblich dazu beitragen, die Klimaerwärmung zu begrenzen.

[Tara Bellut]

Links

Hier kommst du zu den Erhebungen des BMVI
Hier kommst du zum Artikel von NABU
Hier kommst du zur Publikation von Greenpeace zu Fast Fashion
Hier kommst du zu den Datenerfassungen des Umweltministeriums
Zu "myclimate.org"

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