Blick in die Zukunft

AR-Brillen: Erweiterte Realität im Alltag

published: 22.01.2019

AR-Brillen können viele nützliche Informationen anzeigen und zu deinem persönlichen Navigationssystem werden (Foto: Zapp2Photo/Shutterstock.com) AR-Brillen können viele nützliche Informationen anzeigen und zu deinem persönlichen Navigationssystem werden (Foto: Zapp2Photo/Shutterstock.com)

Werden Brillen die neuen Smartphones? Die Technologie Augmented Reality (AR), auf Deutsch "erweiterte Realität", wird immer beliebter und entwickelt sich rasant weiter. Bisher wird Augmented Reality von der breiten Masse vor allem auf dem Smartphone genutzt. AR-Spiele wie "Pokémon Go" oder nützliche Einrichtungs-Apps wie "IKEA Place" erfreuen sich großer Beliebtheit. Doch was passiert, wenn virtuelle Inhalte direkt vor unseren Augen erscheinen - ohne ein Smartphone dazwischen? Genau diese Entwicklung wird aktuell mit sogenannten AR-Brillen vorangetrieben. Was steckt dahinter? Wie könnten AR-Brillen unseren Alltag in der Zukunft verändern? Pointer wagt einen spekulativen Blick in die Zukunft und zeigt dir, wie und wo du Augmented Reality studieren kannst.
 

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Wie könnten AR-Brillen unseren Alltag in der Zukunft bereichern? Zum einen dürften sie deinen geregelten Tag organisieren. Die Brille kennt das Wetter, die Verkehrslage, den eigenen Kalender. Sie weiß, wann du wo zu sein hast und kann dich optimal dorthin lotsen. Über kleine Einblendungen wird dir beispielsweise gezeigt, wo du langgehen musst, um am schnellsten zur nächsten Bushaltestelle zu kommen. So hast du dein eigenes Navigationssystem, eingebaut in die reale Welt. An der Bushaltestelle bekommst du direkt angezeigt, wann der nächste Bus fährt, ohne dass du auf den Busfahrplan oder die elektronische Anzeige vor Ort schauen musst.

Im Büro gibt es keine Monitore mehr. Programme werden über virtuelle Bildschirme direkt vor deinem Auge erscheinen, die AR-Brille ist dein neuer Monitor. Auch eingehende Nachrichten von Whats App und anderen Messengern werden direkt eingeblendet. Wenn du in der Mittagspause nach einem Restaurant suchst, siehst du direkt Produkte, Preise und Bewertungen von anderen Besuchern. AR-Brillen werden die neue Informationsquelle sein, noch unmittelbarer als Smartphones. Das Einblenden von Informationen in die reale Welt dürfte so ganz normal werden. Die Hinweise werden so unscheinbar eingespielt, dass sie deine Interaktionen mit der realen Welt nicht sonderlich beeinträchtigen.

So sieht die AR-Brille "Focals" aus


Was im ersten Moment nach Science Fiction klingt, ist technisch teilweise schon heute möglich. Die Entwicklung von AR-Brillen läuft auf Hochtouren. Ziel ist dabei auch, AR-Brillen zu entwickeln, die wie normale Brillen aussehen und kein schwerer Klotz auf der Nase sind. Das ist der Firma North mit ihren "Focals" schon gelungen. Diese AR-Brillen sehen tatsächlich ansprechend aus und können auch schon einiges. Chatten, navigieren lassen, Wetter- und Kalenderanzeige, ein Uber bestellen oder mit dem Sprachassistenten Alexa sprechen: All das ist mit den Focals schon heute möglich. Andere AR-Brillen wie Microsofts "HoloLens" können teilweise mehr, sehen aber noch nicht alltagstauglich aus. Auch die Focals bringen viele Probleme mit sich. So muss man zum Steuern einen Ring tragen, der nicht unbedingt den höchsten Designansprüchen gerecht wird. Das System ist an sich ist eh noch fehleranfällig und nicht ausgereift.
 

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North ist ein kleines Unternehmen. Viel spannender dürfte werden, was Tech-Riesen wie Apple, Google und auch Facebook in den kommenden Jahren auf den Markt bringen. Sie alle arbeiten an AR-Brillen. Apple-Chef Tim Cook beispielsweise sieht in Augmented Reality die nächste große Entwicklung. Schon im November 2017 sagte er anlässlich des Apple-Quartalsbericht, dass AR alles verändern werde. Schon in den nächsten zwei bis drei Jahren wird Analysten zufolge die erste AR-Brille von Apple erscheinen. Im ähnlichen Zeitraum dürften auch Brillen von Facebook oder Samsung auf den Markt kommen. AR-Brillen sind also schon lange kein Science Fiction mehr - und könnten schon in einigen Jahren zu unserem Alltag gehören.

Kann man Augmented Reality studieren?

Grundsätzlich hat das Thema Augmented Reality sehr viel mit Informatik zu tun. Oft kann man im Informatikstudium einzelne Kurse im Themenbereich Augmented Reality belegen. Es gibt aber auch Bachelor- und Masterstudiengänge, die sich verstärkt auf Augmented Reality fokussieren. Wir haben einige passende Studiengänge herausgesucht.

● Virtuelle & Augmentierte Realitäten (SRH Heidelberg): In dem Bachelorstudiengang sind Virtual- und Augmented Reality Kernthema. Außerdem sind unter anderem Software Engineering und Programmierung Bestandteil des Studiums. Mehr Infos findest du hier.
● Expanded Realities (Hochschule Darmstadt): Der neue Bachelorstudiengang beinhaltet die technologischen Aspekte von erweiterten Realitäten. Außerdem wird auch die gestalterische und konzeptionelle Produktion von AR- und VR-Inhalten gelehrt. Mehr Infos findest du hier.
● Digital Reality (HAW Hamburg): Der Masterstudiengang im Bereich der Medieninformatik legt seine Schwerpunkte auf den Themen Virtual, Augmented und Mixed Reality. Mehr Infos findest du hier.

Der Autor: Jonas Bickel

Der Autor: Jonas Bickel

Leben, wo andere Urlaub machen: Jonas ist auf der Nordseeinsel Föhr aufgewachsen. Jeden Tag am Meer zu sein, ist zwar schön. Früh war aber klar: Journalismus auf der Insel - da kommt man nicht weit. Also nach dem Abitur ab in die Medienstadt Hamburg, wo Jonas seit 2015 Politikwissenschaft studiert. Für Pointer schreibt er oft über seine großen Hobbys: Sport - insbesondere Fußball - und Gaming.

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AR-Brille "Focals" im Web
AR-Brille "HoloLens" im Web
Studiengang Virtuelle & Augmentierte Realitäten
Studiengang Expanded Realities
Studiengang Digital Reality

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