Social-Media-Krankheit

"FOMO" - die Angst, etwas zu verpassen

published: 21.02.2019

"FOMO" - "Fear of missing out" - beschreibt das Gefühl, ständig etwas zu verpassen (Foto: GaudiLab / Shutterstock.com) "FOMO" - "Fear of missing out" - beschreibt das Gefühl, ständig etwas zu verpassen (Foto: GaudiLab / Shutterstock.com)

"FOMO" - das klingt nach einer ansteckenden Krankheit. Tatsächlich handelt es sich bei diesem Ausdruck aber um die schlichte Angst, etwas zu verpassen. Viele Millennials haben "FOMO" - "Fear of missing out" - und verpassen so ihr eigenes Leben. Wer gefährdet ist, welche Symptome es zu beobachten gibt und fünf Strategien, wie du "FOMO" überwindest, erfährst du hier.

Permanenter Vergleich mit anderen

Es geht immer noch schneller, weiter, größer, besser. So lautet das Credo der jungen Generation Y. Die Freundin postet ein atemberaubendes Bikini-Foto am Strand aus ihrem Urlaub. Der Kollege nimmt dich in seiner Story mit auf ein angesagtes Festival. Und man selber? Liegt mit Pizza auf der Couch und hat nach stundenlangem Herumgescrolle durch anderer Leute Feeds ein ganz schlechtes Gefühl. Dieses Gefühl heißt "FOMO". Die Nerven sind angespannt, und ein Gefühl von Unbehaglichkeit und Unruhe setzt ein, wenn Freunde bzw. andere Personen aufregende Dinge erleben, während man selbst nicht dabei ist.
 

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Forget the FOMO; we all need JOMO in our lives. . FOMO is a condition, caused by social anxiety and characterized by a “A desire to stay continually connected with what others are doing” . DO NOT Let the FOMO rule your heart ?? . #fear #fomo #anxiety #society #missingout #mindset #minfulness #expectations #dictionary #success #mindset #decisive #millionairemindset #livingthelifeyoulove #livingthelife #jomo #depress #depressions #keytosuccess #successful #socialmedia #instagram #instaquote #??? #????? #?????_???? #????_???????

— aliiross January 18, 2019

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Wie Instagram und Co. uns beeinflussen

Bei der "FOMO"-Generation sind Selbstwertgefühl und Lebenszufriedenheit davon abhängig, wie stark man mit anderen Personen vernetzt ist. Hierbei spielen Social-Media-Plattformen wie Instagram in Bezug auf die positive Selbstwahrnehmung eine sehr große Rolle. Schlechte Gefühle wie Neid und Stress können leicht durch den Wettbewerb um Likes und Follower ausgelöst werden. Bei einer Studie mit dem Titel "FOMO: Die Beziehung zwischen FOMO, Alkoholkonsum und alkoholbedingten Folgen von Collegestudenten" fanden neuseeländische Forscher heraus, dass ein Proband umso mehr Alkohol konsumiert, je stärker das "FOMO"-Gefühl bei ihm ausgeprägt ist. Die Forscher erklärten die Tatsache damit, dass Personen, die ständig Angst haben, etwas Aufregendeszu verpassen, in der Regel öfter mit Alkohol in Kontakt kommen als Menschen, die gern zu Hause bleiben. Veranlasst durch ihre "FOMO"-Angst, sehen diese Personen andauernd bei sozialen Medien nach, welche Veranstaltungen in ihrer Umgebung stattfinden, und treffen sich entsprechend öfter mit Freunden in Bars, Clubs und anderen Orten, wo auch Alkohol getrunken wird.
 

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Fünf Strategien, um der "FOMO"-Falle zu entkommen

1. Lass dir Zeit
Wir bewegen uns oft viel zu schnell und wollen alles gleichzeitig machen. Nimm dir stattdesse wieder mehr Zeit. Konzentriere dich auf eine Sache. Diesen Trick kannst du auf alle deine alltäglichen Aufgaben beziehen: Essen, Autofahren, Unterhalten etc. Werde dir wieder mehr bewusst, was und warum du gerade etwas Bestimmtes tust.
 

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We need to speak and act on mental health more than we are until more people understand the MOST IMPORTANT THING ABOUT MENTAL HEALTH and life in general: ????????Every one experiences, processes, and reacts to life/ life situations differently!???????? ? NO ONE has the right to tell someone how they should or should not feel, what or WHO should or should not make them happy, if they are weak or strong, what is or is not a battle for them, how they should or should not present themselves, how they should or should not feel about taking their own life, that someone else is going through the same situation but worse, they do not have the right to say they do or do not understand.... Because we all experience life, death, relationships, work, health, spiritual beliefs, minute by minute? hour by hour? day by day? we all experience every bit of it differently. ? My list could go on and on as I'm sure whoever decides to take the time to read this could add to it. And please do! That's how we spread awareness & change and SAVE lives? by talking about it and sharing with others how we feel or react to the various life situations. ? I want to be there for anyone I can because I get it. Life is hard and you don't always feel like you can take another day... If you feel that way, reach out to me. We can create a bat signal if that's what it takes because you have a hard time reaching out. I know there are A LOT of ignorant people in this world that think they can tell you about your life and your feelings, but they're wrong. *(In some situations (ex., abusive relationships), there may be some things they are right about and it may require tough love... So please do not get my words twisted.)* I truly mean it when I say that I'll be there!! #reachout #mentalhealth #mentalhealthawareness #motivation #inspiration #positivity #positivevibes #bekind #icare #suicideprevention #suicideawarness #anxiety #depression #ptsd #ptsdawareness #onethingatatime #22aday #untiltherearenone #speakout #useyourvoice #life #love #everythingineed

— ashniclee February 4, 2019

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2. Sei dankbar
Schreib dir eine Liste mit Dingen, die dir wirklich wichtig sind. Wofür bist du dankbar? Was schätzt du in deinem Leben besonders? Das können Menschen sein, Erfahrungen, Jobs - alles, was dir einfällt. Sich bewusst zu werden, wie wertvoll sein eigenes Leben ist, ist einer der besten Wege, um "FOMO" zu überwinden.

3. Maßvoll genießen
Investiere deine Zeit in das, was dir wichtig ist. Social Media ist ein unterschätzter Zeitdieb und kann schnell süchtig machen. Dabei ist die Beschäftigung mit Instagram, Facebook & Co. oft nur ein leeres Konsumieren von Inhalten, die uns eigentlich gar nicht interessieren. Streiche diese Inhalte. Fokussiere dich darauf, was dich wirklich interessiert und weiterbringt. Du brauchst ja nicht komplett auf deine sozialen Netzwerke zu verzichten. Limitiere deine Social-Media-Zeit einfach auf beispielsweise eine halbe Stunde am Tag.
 

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#justsaying #Instagram #socialmedia #fomo #bepresent #stopcomparing

— annabarrpr February 7, 2019

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4. Einfach mal "nein" sagen
Sag öfter mal "nein". Denn von den Tausend Möglichkeiten, die dir geboten werden, passt einfach nicht alles zu dir. Ob es die Party-Einladung oder die Vertragsverlängerung ist: Nicht alles, was als tolle Möglichkeit dargeboten wird, ist eine. Sag auch "nein" zu Leuten, deren Posts dich runterziehen. Folge diesen Accounts nicht mehr - du wirst schnell merken, dass es dir damit besser geht.
 

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5. Lebe im Momente
Schalte dein Handy mal für ein paar Stunden in den Flugmodus, wenn du dich mit deinen Liebsten triffst. So kannst du dich besser auf das Gespräch und die vor dir sitzende Person konzentrieren, ohne ständig von Push-Nachrichten abgelenkt zu werden. Nicht erreichbar zu sein, tut ab und zu sehr gut.
 

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Die Autorin: Anna Mohme

Die Autorin: Anna Mohme

Kaffee-Junkie, Yoga-Fan, Sonnen-Liebhaberin. Anna ist in einem kleinen Dorf in Schleswig-Holstein zwischen Pferden und Heuhaufen groß geworden. Nach dem Abi packte sie das Fernweh. Nach einer Weltreise durch Australien, Neuseeland und Asien kehrte sie in ihre Geburtsstadt Hamburg zurück, um ihren Traum vom Journalismus zu verwirklichen. Für Pointer schreibt sie darüber, wie es nach der Schule weitergehen kann, über Reiseziele und leckere Rezepte.

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