Garantie-Trick

Studierende betrügen Apple um eine Million Dollar

published: 10.04.2019

Zwei chinesische Studierende haben Apple an der Nase herumgeführt  (Foto: Akhenaton Images / Shutterstock.com) Zwei chinesische Studierende haben Apple an der Nase herumgeführt (Foto: Akhenaton Images / Shutterstock.com)

Apple kämpft seit längerem mit Garantie-Betrug. Dabei gehen die Schummler gern folgendermaßen vor: Sie geben ein aus Einzelteilen zusammengesetztes, defektes iPhone beim Apple Store ab, der es innerhalb des Garantie-Zeitraums kostenlos ersetzt, und verkaufen es mit Gewinn weiter. Diesen Trick haben sich auch zwei Studierende aus Oregon zu Nutze gemacht - und das Technologieunternehmen um stolze 900.000 US-Dollar betrogen, wie die "New York Times" berichtet.
 

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Die Ausnutzung der Geräte-Garantie steht bei Riesenkonzernen an der Tagesordnung. Die betreffenden Studierenden Quan Jiang und Yangyang Zhou haben in diesem Fall aber nicht bloß ein vermeintlich defektes iPhone eingeschickt, sondern insgesamt offenbar über 3000 gefälschte Geräte. Über die Hälfte der Garantie-Anfragen wurde tatsächlich genehmigt. Die nicht mehr einzuschaltenden Handys hatten die beiden Studierenden aus China zugeschickt bekommen und dann einzeln bei Apple eingereicht. Die echten iPhones, die sie dafür von Appel erhielten, schickten die Betrüger dann nach China zurück, wo ein von Jiang angestellter Mann sie verkaufte. Er übergab das Geld an die in China lebende Mutter Jiangs, die das Geld auf ein Konto überwies, auf das ihr Sohn in den USA Zugriff hatte.
 

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Die ausgenutzte Schwachstelle lag laut eines Apple-Vertreters darin, dass Jiang und Zhou angaben, dass die Telefone nicht funktionstüchtig seien. Deshalb hätten die Techniker des Konzerns nicht feststellen können, dass es sich um Fälschungen handelte, da die Smartphones daraufhin direkt ersetzt worden seien. Die ganze Geschichte flog im August letzten Jahres auf, als Beamte Yangyang Zhou auf dem Flughafen in San Francisco stoppten, als dieser nach China reisen wollte. Nachdem Apple einem der Chinesen bereits eine Abmahnung geschickt hatte, war der Zoll auf die illegalen Lieferungen gefälschter iPhones aufmerksam geworden. Bei der Festnahme hatte der Mann ein neuwertiges iPhone originalverpackt bei sich. Ein Ermittler erkannte, dass es sich bei der Verpackung um eine handelte, die aus dem Garantieaustausch-Prozess von Apple stammt.

Die Autorin: Anna Mohme

Die Autorin: Anna Mohme

Kaffee-Junkie, Yoga-Fan, Sonnen-Liebhaberin. Anna ist in einem kleinen Dorf in Schleswig-Holstein zwischen Pferden und Heuhaufen groß geworden. Nach dem Abi packte sie das Fernweh. Nach einer Weltreise durch Australien, Neuseeland und Asien kehrte sie in ihre Geburtsstadt Hamburg zurück, um ihren Traum vom Journalismus zu verwirklichen. Für Pointer schreibt sie darüber, wie es nach der Schule weitergehen kann, über Reiseziele und leckere Rezepte.

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Zum Artikel der "New York Times"

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