Teste mit Tools wie dem "ParteieNavi" oder dem "VoteSwiper", welche Partei oder politische Gruppierung bei der Europawahl deine Ansichten vertritt (Foto: Valentina Dudnichenko / Shutterstock.com) Teste mit Tools wie dem "ParteieNavi" oder dem "VoteSwiper", welche Partei oder politische Gruppierung bei der Europawahl deine Ansichten vertritt (Foto: Valentina Dudnichenko / Shutterstock.com)
Entscheidungshilfe für die Europawahl

"ParteieNavi" und "VoteSwiper" statt Wahl-O-Mat

Das Verwaltungsgericht Köln hat entschieden: Der Wahl-O-Mat darf vorerst nicht weiterbetrieben werden, da das Tool zur Entscheidungshilfe bei der Europwahl kleinere Parteien benachteilige. Die Bundeszentrale für politische Bildung schaltete daraufhin die Seite ab. Die Millionen Wähler, die den Wahl-O-Mat als Unterstützung für ihre Wahlentscheidung gerne nutzen, stehen jetzt aber nicht etwa ohne ein entsprechendes Instrument dar. Neben dem "VoteSwiper", über den Pointer bereits ausführlich berichtete, gibt es das "ParteieNavi", das eine Orientierungshilfe für Unentschlossene Wähler bietet.




Das "ParteieNavi" wurde von Politikwissenschaftlern der Universität Konstanz am Konstanz Center for Data and Methods (CDM) in Zusammenarbeit mit dem GESIS Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften, dem Max Planck Institut für Gesellschaftsforschung sowie dem internationalen wissenschaftlichen Konsortium "PreferenceMatcher" entwickelt. Das Online-Tool erstellt anhand von 25 politischen Kernfragen zu Themen zu Zuständigkeiten der EU, zu Wirtschaft und Regulierung, zu Steuern und Staatsausgaben sowie zu Umwelt, Migration und Grundrechten ein politisches Profil seiner Nutzer – anonym.
 


Das politische Profil wird anschließend zu den Positionen der Parteien ins Verhältnis gesetzt und auf einer "politischen Landkarte" zwischen den Parteien eingeordnet. Zudem bietet das Wahlhilfe-Tool weitere Vergleichsmöglichkeiten und Informationen, um die Nutzer dabei zu unterstützen, ihre politische Meinung mit den Programmen der Parteien abzugleichen.
 


Ein besonderes Merkmal von ParteieNavi ist seine wissenschaftliche Fundierung: Um eine wahlstrategische, aber möglicherweise verfälschende Positionierung der Parteien zu verhindern, greift "ParteieNavi" nicht auf gezielte Selbstangaben der Parteien zurück. Stattdessen nimmt ein unabhängiges wissenschaftliches Team die Einschätzung der Parteiprofile vor. Die anonymen Meinungsbilder von "ParteieNavi" werden für die wissenschaftliche Wahlforschung genutzt – die Angaben zu personenbezogenen Daten wie Alter und Geschlecht sind freiwillig. "ParteieNavi" kam bereits bei der Bundestagswahl 2013 und 2017 sowie bei der diesjährigen Landtagswahl im Saarland zum Einsatz.
 


 

[PA]

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