Ratgeber

Fünf Tipps für einen Studienfachwechsel

published: 23.08.2020

Statt sich weiter durchs Studium zu quälen, kann es sinnvoll sein, das Fach zu wechseln (Foto: Antonio Guillem/Shutterstock.com) Statt sich weiter durchs Studium zu quälen, kann es sinnvoll sein, das Fach zu wechseln (Foto: Antonio Guillem/Shutterstock.com)

Wenn nach der aufregenden ersten Zeit des Studiums der Alltag einkehrt, merkst du schnell, ob der Studiengang deiner Wahl der richtige für dich ist. Solltest du bei deinen Überlegungen zu dem Ergebnis kommen, dass du keine Zukunft in diesem Fach hast, ist ein Studienfachwechsel wahrscheinlich sinnvoll. Pointer hat fünf Tipps für dich, wie der Wechsel ohne größere Probleme klappt.

1. Nimm dir genug Zeit zum Nachdenken

Ohne gründlich über alles nachgedacht zu haben, solltest du nicht leichtfertig dein Studienfach wechseln. Nimm dir Zeit und überdenke noch einmal, was du mit diesem Studium erreichen wolltest oder was deine Berufsaussichten sind. Wenn du dir darüber klar bist, was dir dein Studiengang bringt, verwirfst du den Gedanken über den Wechsel eventuell wieder. Du solltest dann wenigstens das erste und vielleicht auch noch das zweite Semester abwarten, bis du deine Entscheidung triffst. Besonders im ersten Semester werden in den meisten Studiengängen die Grundlagen vermittelt, die oft nicht so spannend sind. Wenn du diese Anfangszeit hinter dir hast, kann das Ganze schon anders aussehen. Es gibt zudem an den meisten Unis Beratungsangebote. Lass dich vor so einer wichtigen Entscheidung wie der, dein Fach zu wechseln, am besten professionell beraten.
 

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2. Informationen über den neuen Studiengang

Auch für die Wahl deines neuen Studienfachs solltest du dir genügend Zeit nehmen. Überleg dir, was dich an deinem jetzigen Studium stört und ob das im neuen Fach auch der Fall wäre. Im Internet kannst du recherchieren, wie dein neuer Studiengang aufgebaut ist und wie die Inhalte vermittelt werden. Versuch, Kontakt zu jemandem aufzunehmen, der deinen Wunschstudiengang studiert. Ihn oder sie kannst du nach genau den Aspekten fragen, die für dich am wichtigsten sind. Vielleicht darfst du sogar mal probeweise eine Vorlesung besuchen. Wenn du dich vorher intensiv mit deinem neuen Studiengang beschäftigst, vermeidest du eine zweite Fehlentscheidung.
 

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September 26, 2018

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3. Formalien beachten

Worüber du dich ebenfalls genau informieren solltest, sind die notwendigen Formalien für einen Studienfachwechsel. Zum einen ist es wichtig zu wissen, wann du dich bei deinem jetzigen Studiengang exmatrikulieren und bei dem neuen immatrikulieren kannst. Viele Studiengänge starten nur zum Wintersemester. Wenn du trotzdem keine Zeit verlieren willst, kannst du in der freien Zeit Praktika machen oder Zeit im Ausland verbringen. Bevor du dein jetziges Studium einfach abbrichst, informiere dich genau über die Zulassungsvoraussetzungen deines Wunschstudiengangs. Kannst du dir sicher sein, dass du einen Studienplatz bekommst? Egal ob NC oder notwendige Eignungstests und Praktika - es gibt viele Stolpersteine, die du vorher aus dem Weg räumen solltest. Auch in Bezug auf BAföG gibt es bei einem Studienfachwechsel Dinge zu beachten. Solltest du nach Ende des dritten Semesters dein Fach wechseln, verlierst du in der Regel den Anspruch auf BAföG. Zu viel Zeit kannst du dir in diesem Fall also nicht lassen. Neben dem BAföG-Amt musst du auch deine Krankenkasse über den Wechsel informieren. Vergiss auf keinen Fall, den Antrag auf einen Studienfachwechsel auszufüllen und rechtzeitig beim Immatrikulationsamt abzugeben!
 

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4. Lass dir Leistungen anrechnen

Wenn dein neuer Studiengang thematisch ähnlich ausgerichtet ist wie dein alter, kannst du dir sicherlich einige erbrachte Leistungen anrechnen lassen. Dafür brauchst du die Unterlagen zu den Prüfungsleistungen und Seminarscheine. Achte also darauf, dass du dir die nötigen Dokumente am besten noch vor deiner Exmatrikulation besorgst. So kannst du dir im neuen Studiengang einige Arbeit sparen und diesen vielleicht sogar schneller abschließen. Auch wenn du nach dem Studienfachwechsel thematisch in eine völlig andere Richtung gehst, kannst du dir oft Kurse anrechnen lassen. Bei fast jedem Studium musst du eine bestimmte Anzahl von Leistungspunkten im freien Wahlbereich bzw. Studium Generale erbringen. Genau da kannst du versuchen, deine erbrachten Leistungen einzubringen.
 

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September 13, 2019

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5. Mach das Beste draus

Ein Studienwechsel ist kein Weltuntergang. Auch wenn die Verwandten die Augen rollen oder bei Bewerbungsgesprächen die eine oder andere Frage aufkommt, musst du die Entscheidung für dich alleine treffen. Lass dich von anderen nicht beeinflussen. Es bringt nichts, wenn du dich durch das Studium quälst, obwohl du schon am Anfang gemerkt hast, dass das Fach nichts für dich ist. Eine Fehlentscheidung kann jedem mal passieren. Woher sollst du wissen, wie das Studium wirklich ist, bevor du es angefangen hast? Steh zu deiner Entscheidung und mach das Beste aus der Situation. Auch wenn der Studiengang nicht der richtige für dich war, hast du wertvolle Erfahrungen gesammelt. Jetzt weißt du hoffentlich umso besser, was du wirklich willst, und gibst im neuen Studiengang Vollgas.



Die Autorin: Hannah Reuter

Die Autorin: Hannah Reuter

Hobbyköchin, Schoko-Junkie, Ordnungsfreak: In Hannover geboren und aufgewachsen, unternahm Hannah nach dem Abi eine Interrailreise quer durch Europa. Anschließend zog sie der Traum vom Journalismus in die Medienstadt Hamburg, wo sie seit 2018 Politikwissenschaft studiert. Sie liebt es zu reisen, erkundet momentan aber vor allem ihre Wahlheimat. Für Pointer schreibt Hannah über Themen rund ums Studium und den Uni-Alltag.

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