Studium

Uni oder Fachhochschule?

published: 15.11.2019

An Fachhochschulen sind, verglichen mit Universitäten, die Klassen kleiner. Der Unterricht ist oft persönlicher als eine Vorlesung in einem Hörsaal der Uni (Foto: Matej Kastelic/Shutterstock.com) An Fachhochschulen sind, verglichen mit Universitäten, die Klassen kleiner. Der Unterricht ist oft persönlicher als eine Vorlesung in einem Hörsaal der Uni (Foto: Matej Kastelic/Shutterstock.com)

Bevor du ein Studium beginnst, gibt es viele Entscheidungen, die du treffen musst. Neben dem Studiengang und dem Hochschulstandort solltest du dir auch über die Form der Hochschule Gedanken machen. Passt eine Universität oder eine Fachhochschule (FH) besser zu dir? Eine FH betreibt Lehre und Forschung mit anwendungsorientiertem Schwerpunkt. Oft nennt sie sich Hochschule für angewandte Wissenschaften – HAW. Eine Universität ist eine wissenschaftliche Hochschule mit Promotionsrecht. Pointer stellt dir beide Möglichkeiten vor.

Zulassungsbestimmungen

Mit der Allgemeinen Hochschulreife, also dem Abitur, kannst du dir deine Hochschule frei aussuchen. Die FH bietet zusätzlich die Möglichkeit, mit dem Abschluss Fachabitur zu studieren. Mittlerweile ist das auch an Unis möglich, aber nur mit starker Einschränkung bei der Fächerwahl. Informier dich auf jeden Fall darüber, ob es deinen Studiengang an der Uni und der FH gibt, und wie dieser jeweils aufgebaut ist. Einige exklusive Studiengänge wie Jura oder Medizin ebenso wie Lehramtsstudiengänge werden ausschließlich an Unis angeboten. Auch viele Geistes- und Sprachwissenschaften wie Germanistik gibt es nicht an der FH. Wenn du schon weißt, was du studieren willst, ist die Überlegung zur Hochschulform vielleicht überflüssig.
 

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Theorie vs. Praxis

Eines steht fest: Du musst dich nicht zwischen Wissenschaft und Praxis entscheiden. Beide Bereiche werden sowohl an der Uni als auch an der FH in den Unterricht einbezogen. Dennoch liegt der Fokus von Universitäten meist stärker auf der Theorie. Alle Themen werden aus wissenschaftlicher Perspektive betrachtet. Bezüge zur Praxis sind nicht so häufig wie an FHs. FHs sind dagegen meist bemüht, den Studierenden Anwendungsbeispiele auf den Weg zu geben. Außerdem besteht oft ein anderer Zugang zur Wirtschaft, der ebenfalls durch die Praxisorientierung zustande kommt. Die meisten Studenten wünschen sich wahrscheinlich einen stärkeren Praxisbezug im Uni-Unterricht, aber ganz ohne Theorie kommst du auch an einer Fachhochschule nicht aus.
 

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Lernatmosphäre

Die Uni und FH unterscheiden sich zusätzlich im Lernumfeld. Während an der Uni in einigen Fächern Vorlesungen für 500 Studenten stattfinden, setzt die FH auf kleinere Kurse. Auch die Unterrichtsarten variieren. An FHs lernen die Studenten meist in Seminaren und Übungen, die maximal 30 bis 40 Teilnehmer umfassen. Die Atmosphäre ähnelt dem Unterricht in der Schule und verhindert, dass sich die Studierenden zu Beginn des Studiums verloren fühlen. Je nach Studiengang gibt es an der Uni jedoch auch viele Seminare und Kurse, die genauso aufgebaut sind wie an der FH.
 

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— niklasvolkening September 26, 2019

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Betreuung der Studenten

In Bezug auf die Beziehung zwischen Studenten einerseits und Dozenten und Professoren andererseits gibt es deutliche Unterschiede. An der FH ist der Umgang persönlicher und nicht so anonym wie an der Uni. Die Dozenten an Universitäten haben weniger Kontakt zu den Studenten, was unter anderem daran liegt, dass ihr Hauptaugenmerk oft auf ihrer eigenen Forschung liegt. Das Lehrpersonal an der Uni hat nur neun "Unterrichtsstunden" in der Woche. Im Gegensatz zur FH, an der die Dozenten mindestens 18 Wochenstunden mit Lehrveranstaltungen füllen müssen, ist das nicht besonders viel. Wenn dir also persönlicher Kontakt zu deinen Dozenten und Professoren wichtig ist, passt eine FH besser zu dir.
 

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— ku_linz_ October 1, 2019

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Stundenplan organisieren

An der Uni bist du ziemlich frei, wenn es um die Planung des Semesters geht. Du wählst deine Kurse selber und teilst dir deine Zeit alleine ein. Wenn du dieses Semester keine Zeit für Kurs X hast, verschiebst du ihn aufs nächste Jahr. Anwesenheitspflicht besteht nur selten. An der FH ist das anders geregelt: Der Stundenplan für das Semester ist größtenteils festgelegt und der Verlauf des Studiums stärker vorgeschrieben. Bei den Seminaren und Übungen besteht in den meisten Fällen Anwesenheitspflicht. Beide Systeme haben ihre Vor- und Nachteile. Wenn du gut selbstständig arbeiten kannst und die Freiheiten bei der Stundenplangestaltung schätzt, bist du an der Uni richtig. Besonders für die Studierenden, die sich nicht so leicht zum Lernen aufraffen können oder unliebsame Kurse gerne aufschieben, könnte eine FH besser sein. Ähnlich wie in der Schule werden die Studenten an der FH stärker betreut. Durch die Anwesenheitspflicht und die fehlende Anonymität bist du quasi gezwungen, bei deinem Studium am Ball zu bleiben.
 

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— studygram.lehramt October 8, 2018

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Die Autorin: Hannah Reuter

Die Autorin: Hannah Reuter

Hobbyköchin, Schoko-Junkie, Ordnungsfreak: In Hannover geboren und aufgewachsen, unternahm Hannah nach dem Abi eine Interrailreise quer durch Europa. Anschließend zog sie der Traum vom Journalismus in die Medienstadt Hamburg, wo sie seit 2018 Politikwissenschaft studiert. Sie liebt es zu reisen, erkundet momentan aber vor allem ihre Wahlheimat. Für Pointer schreibt Hannah über Themen rund ums Studium und den Uni-Alltag.

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