Mit diesen Tipps lernst du schneller und einfacher Fremdsprachen (Foto: pathdoc/Shutterstock.com) Mit diesen Tipps lernst du schneller und einfacher Fremdsprachen (Foto: pathdoc/Shutterstock.com)
Fremdsprachen

So kannst du schneller Sprachen lernen

Ob für den Beruf oder aus persönlichem Interesse: Eine neue Sprache zu lernen, ist immer schwierig. Oft lässt die Motivation nach wenigen Wochen nach, und die Zeit für das aufwändige Vorhaben wird knapp. Pointer hat acht Tipps für dich, mit denen du schneller und einfacher eine Fremdsprache lernst oder auffrischst.

1. Am Ball bleiben

Meist nimmst du dir fest vor, eine neue Sprache zu lernen und startest zunächst motiviert in dein Vorhaben. Wenn du aber merkst, wie aufwändig und anstrengend es ist, verlierst du die Lust. Bleib in diesen Momenten am Ball und gib nicht auf! Erinnere dich immer wieder daran, warum du die Sprache lernen oder auffrischen willst. Hast du damit bessere Chancen auf deinen Traumjob? Helfen dir die Sprachkenntnisse bei deinem Studium? Bereitest du dich auf einen Auslandsaufenthalt vor? Fremdsprachen bieten so viele Vorteile - sowohl im Alltag als auch im beruflichen Bereich. Glaub daran, dass du es schaffen kannst, wenn du es wirklich willst, und halte dir deine Fortschritte vor Augen. So überwindest du den Mangel an Motivation und kommst deinem Ziel näher.
 


2. Sprechen, sprechen, sprechen

Damit du im Sprechen einer Fremdsprache wirklich sicher wirst, hilft nur eins: Sprechen. Es bringt nichts, wenn du die Vokabeln und Grammatik theoretisch kennst, aber das Gelernte im Gespräch nicht anwenden kannst. Sprich deshalb so viel wie möglich, egal ob mit Muttersprachlern, Leuten, die dieselbe Sprache lernen, oder mit dir selbst. Das ständige Reden hilft dabei, dass du ein Gefühl für die Sprache und vor allem die Aussprache bekommst. Trau dich, die gelernten Inhalte anzuwenden. Hab keine Angst davor, dich zu blamieren. Fast jeder weiß, wie schwer es ist, eine neue Sprache zu lernen. Wenn du dich bemühst, so viel zu sprechen wie möglich, wirst du schnell Lernerfolge sehen.
 


3. Sprach-Tandem

Damit du nicht die ganze Zeit mit dir selbst reden musst, um die Aussprache zu üben, gibt es Sprach-Tandems. Bei einem Tandem triffst du dich meist mit einem Muttersprachler, der gerade Deutsch lernst, und unterhältst dich mit ihm als Tandempartner. So wirst du lockerer beim Sprechen und bekommst Kontakt zu einem Muttersprachler. Es profitieren beide Tandempartner davon, da ihr während des Treffens beide Sprachen eine Zeit lang sprecht. Ihr könnt gegenseitig kleine Fehler korrigieren und Tipps für die richtige Aussprache geben. Ein Sprach-Tandem ist also eine tolle Möglichkeit, um schon mal für den nächsten Urlaub oder das Auslandsjahr zu üben. Schau dich an deiner Uni um, bestimmt gibt es auch für dich den richtigen Partner.
 


4. Filme schauen und Podcasts hören

Wenn du keinen Muttersprachler findest, der dich beim Sprachenlernen unterstützt, schau Filme und hör Podcasts in dieser Sprache. So lernst du die richtige Aussprache und erweiterst deinen Wortschatz - und das alles, ohne lange Vokabeln zu lernen. Je häufiger du die Sprache hörst, die du erlernen willst, desto besser. So entwickelst du viel einfacher ein Gefühl für die Sprache. Wenn du immer wieder mit der Fremdsprache konfrontiert bist, prägt sich diese besser in dein Gedächtnis ein. Besonders Umgangssprache, die in normalen Lehrbüchern nicht vermittelt wird, kannst du neben dem direkten Kontakt zu Muttersprachlern gut über diese Medien lernen.

5. Regelmäßig wiederholen

Eine Fremdsprache bleibt nur dann im Gedächtnis, wenn du sie immer wieder auffrischst. Deswegen ist es gut, wenn du Vokabeln und Grammatik regelmäßig wiederholst. Im Idealfall schaffst du es, jeden Tag mindestens zehn Minuten zu lernen. So vergisst du nichts und verlierst das erworbene Sprachgefühl nicht sofort wieder. Besonders in der Anfangsphase ist diese regelmäßige Wiederholung wichtig. Wenn du die Sprache erstmal sicher beherrschst, kommst du nach einer längeren Pause schneller wieder ins Thema. Am Anfang kann jedoch der Lernfortschritt weg sein, wenn du eine Lernpause einlegst. Überwinde dich deshalb dazu, die Sprache von Anfang an regelmäßig zu sprechen und Vokabeln und die Grammatik häufiger anzuschauen.
 


6. Ins Ausland

Am besten lernst du eine Sprache in dem Land, in dem die Sprache gesprochen wird. Es gibt viele Angebote, die dich bei deinem Vorhaben voranbringen. Du kannst zum Beispiel eine Sprachreise machen. Bei einer solchen Reise lernst du das Land und die Leute kennen und hast nebenbei noch Fremdsprachenunterricht. Sie bietet eine gute Möglichkeit, deine Sprachkenntnisse zu erweitern und zu vertiefen. Wenn es etwas länger sein darf, ist ein Auslandsjahr eine OPtion. Egal ob ein Gap Year nach dem Abi oder ein Auslandsjahr als Au-pair - bei einer so langen Zeit in einem anderen Land lernst du die Sprache im Handumdrehen. Als Student hast du außerdem die Chance auf ein Auslandssemester, etwa mit Erasmus. Dabei profitierst du doppelt: Zum einen verbesserst du deine Sprachkenntnisse und zum anderen sammelst du dabei noch Credits für dein Studium.

Egal für welche Art des Auslandsaufenthalts du dich entscheidest, diese Erfahrung hilft dir auf jeden Fall beim Lernen einer Fremdsprache. Bei dir zuhause kannst du zwar die Theorie lernen, aber die Sprache lernst du erst bei der Interaktion mit anderen. Ein normaler Urlaub reicht dafür meist nicht aus. Nutze eines der vielen Angebote für Auslandsreisen, damit du deine Lernerfolge auch anwenden kannst.
 


7. Ständig anwenden

Jede freie Minute am Tag kann für die Fremdsprache genutzt werden. Statt auf dem Weg zur Uni durch dein Instagram-Feed zu scrollen, hol doch deine Vokabelkarten raus und lerne ein bisschen. Auch in der Mittagspause ist Zeit für eine kurze Lektüre oder eine Grammatiklektion. Binde die Fremdsprache in deinen Alltag ein. So fällt es dir nicht mehr so schwer, dich zum Lernen zu überwinden. Beklebe deine Wohnung zum Beispiel mit kleinen Zetteln, auf denen Vokabeln stehen, die du dir nicht merken kannst. Du kannst auch die Nachrichten in der entsprechenden Sprache anhören. Gleiches gilt für Radiosendungen. Auf diese Weise hast du die Fremdsprache ständig im Ohr. Wenn du schon etwas fortgeschrittener bist, stell doch mal dein Handy auf die jeweilige Sprache um.
 


8. Apps zur Unterstützung

Heutzutage gibt es für fast alles eine App. Warum dann nicht auch zum Lernen einer Fremdsprache eine App nutzen? Besonders wenn du mit der Fremdsprache noch ganz am Anfang stehst, helfen dir Apps wie "Duolingo" oder "Babbel". Dabei geht es zu Beginn besonders um grundlegende Vokabeln und um die entsprechende Verwendung. Wem das zu einfach ist oder zu langsam geht, kann nach einigen Tests bestimmte Lerninhalte überspringen. Der Vorteil an diesen Apps ist, dass ihr einen digitalen Helfer habt, der sowohl eure Aussprache als auch die Rechtschreibung kontrolliert. Auch die Wörterbuch-App "Linguee" kann euch beim Lernen einer Fremdsprache helfen. Bei diesem Wörterbuch findet ihr neben den normalen Begriffen auch Sprichwörter und Redewendungen. Diese sind ohne andere Hilfe schwierig zu lernen. Wenn ihr jedoch die Chance habt, mit einem Muttersprachler zu lernen, ist das im Vergleich zu den Apps die bessere Variante. Apps allein reichen nicht aus, um eine Sprache wirklich zu erlernen, sondern dienen nur zur Unterstützung.
 

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Die Autorin: Hannah Reuter
Die Autorin: Hannah Reuter

Die Autorin: Hannah Reuter

Hobbyköchin, Schoko-Junkie, Ordnungsfreak: In Hannover geboren und aufgewachsen, unternahm Hannah nach dem Abi eine Interrailreise quer durch Europa. Anschließend zog sie der Traum vom Journalismus in die Medienstadt Hamburg, wo sie seit 2018 Politikwissenschaft studiert. Sie liebt es zu reisen, erkundet momentan aber vor allem ihre Wahlheimat. Für Pointer schreibt Hannah über Themen rund ums Studium und den Uni-Alltag.